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Syrien: Folter auf offener Straße

11.09.2012 | 21:48 |   (DiePresse.com)

Hinrichtungen gefangener Soldaten auf der Straße, Misshandlungen von Zivilisten - Die Grausamkeit in Syrien nimmt weiter zu.

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In Kreisen der Exil-Opposition sorgte am Mittwoch ein Video für Entsetzen, in dem getötete Soldaten zu sehen sind. Das Video, das von der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter veröffentlicht wurde, soll am vergangenen Samstag in der Provinz Aleppo aufgenommen worden sein. Es zeigt mehrere bewaffnete Männer, die einer Brigade der Revolutionstruppen angehören sollen. Vor ihnen liegen an einer Bordsteinkante etwa 20 Leichen von Männern, die offensichtlich aus nächster Nähe erschossen wurden. Ihre Hände sind gefesselt.

Der Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation, Rami Abderrahman, sagte der Nachrichtenagentur dpa, er wolle nicht nur die Verbrechen der Regierungstruppen dokumentieren, sondern alle Menschenrechtsverletzungen: "Wir können derartige Vorfälle nicht einfach ignorieren. Und wenn wir die Augen davor verschließen würden, dann würde dies nur dem Regime nützen."

In einer Erklärung, die der Syrische Nationalrat (SNC) am Abend veröffentlichte, hieß es: "Der SNC hat erfahren, dass eine Gruppe, die sich selbst als Teil der syrischen Revolutionstruppen bezeichnet, Soldaten in Uniformen der syrischen Armee hingerichtet hat, nachdem sie diese in Aleppo gefangen genommen hatte." Der SNC bezeichnete die Tötung der Soldaten als "ein Verbrechen, für das es keine Rechtfertigung geben kann".

Andere Aktivisten verbreiteten unterdessen Videoaufnahmen, die ihren Angaben nach zeigen, wie Zivilisten auf der Straße mehrere am Boden liegende Männer in Zivil misshandeln und töten. Eine Gruppe von Soldaten, die daneben steht, unternimmt nichts, um sie daran zu hindern. Wann und wo die Aufnahme gemacht wurde, ließ sich nicht zweifelsfrei klären.

Aus dem Umland von Damaskus meldeten Aktivisten am Dienstag Gefechte zwischen Regierungstruppen und Deserteuren. Während es in den Vororten fast täglich zu Kämpfen kommt, bei denen zum Teil auch die Luftwaffe eingesetzt wird, ist es in einigen Vierteln der Hauptstadt nach Angaben von Bewohnern immer noch relativ ruhig. 102 Menschen sollen am Dienstag landesweit getötet worden sein, darunter 12 Kinder. Die meisten Opfer soll es im Großraum Damaskus sowie in den Provinzen Aleppo und Hama gegeben haben.

(APA/dpa )

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8 Kommentare
Gast: Peterundich
14.09.2012 17:06
1 0

War nicht anders zu erwarten.

Herr Erdogan wird nicht mit Gegnern seiner islamistischen Freunde Gespräche führen.
Gleich und Gleich gesellt sich gerne.

ORF&Presse jubeln noch immer!


Gast: Garst
12.09.2012 11:54
14 1

Huch!

AbadieRebellensindochdieGuten?!

Antworten Gast: MP-Seher
12.09.2012 14:34
4 1

Re: Huch!

Anscheinend alles eine Mischpoche, die sich gegenseitig die Führung streitig macht.

Gast: Ichlachelaut
12.09.2012 00:00
25 1

Ganz neu ;)

Schaut euch auf youtube das Video an, in dem "Aktivisten" Leute (Soldaten) vom Dach werfen und laut jubeln als diese am Boden aufschlagen.
Das sind die "Freiheitskämpfer" welche von der Presse (nicht diePresse) so bejubelt werden.

Antworten Gast: Peterundich
14.09.2012 17:10
2 1

Re: Ganz neu ;)

Sie sollten sich Videos zu Libyen und den lupenreinen, menschenfreundlichen "Freiheitskämpfern" die von den europäischen Medien und den Politschranzen derart hochgelobt wurden ansehen. Dazu braucht es wirklich einen sehr guten Magen oder 28 Jahre Naher- und Mittlerer Osten wie ich die Ehre hatte.

3 1

Re: Ganz neu ;)

Da wäre der Westerwelle,der voller Begeisterung für die sog. Rebellen ist,gern dabeigewesen...

10 1

...

sieht so aus als würden amerikaner versuchen die seiten zu wechseln...