20.05.2013 19:52 Merkliste 0

"Filmemacher hat uns getäuscht"

13.09.2012 | 13:45 |   (DiePresse.com)

Die Filmcrew von "Innocence of Muslims" wirft dem Regisseur vor, er habe die Dialoge nachträglich geändert. Um die Identität des Mannes ranken sich Spekulationen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die gewalttätigen Proteste gegen den Film "Innocence of Muslims" ("Unschuld der Muslime") weiten sich auf immer mehr arabische Staaten aus. Nun meldeten sich erstmals Schauspieler und die Filmcrew zu Wort. Die rund 80 Männer und Frauen, die an dem Projekt beteiligt waren, werfen dem Regisseur vor, sie "in die Irre geführt" und "grob getäuscht" zu haben. Das berichtete der Fernsehsender "CNN" am Donnerstag.

"Die gesamte Besetzung und die Filmcrew sind äußerst aufgebracht und fühlen sich vom Produzenten ausgenutzt", teilten sie "CNN" in einem Schreiben mit. "Wir sind schockiert darüber, wie drastisch das Drehbuch umgeschrieben wurde, und über die Lügen, die allen Beteiligten erzählt wurden." Angesichts der jüngsten "Tragödien" verspüre die Belegschaft eine tiefe Trauer.

In dem Film bzw. einem 14-minütigen Zusammenschnitt davon, der auf dem Videoportal Youtube online gestellt wurde, wird der muslimische Prophet Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder und Mörder verunglimpft. Aus Wut darüber haben militante Islamisten am Dienstag die US-Botschaft in Kairo gestürmt. Bei einem Angriff auf das US-Konsulat im ostlibyschen Bengasi wurden der Botschafter und drei US-Mitarbeiter getötet.

Kein Mohammed im Original-Drehbuch

Nach den Angaben von "CNN" lautete der ursprüngliche Titel des Films "Desert Warrior" (Wüstenkrieger), und sollte ein "historischer Abenteuerfilm in der arabischen Wüste" werden. Eine von dem Sender zitierte Schauspielerin sagte zudem, dass Mohammed im Originaldrehbuch gar nicht vorgekommen sei. Der Charakter, der später zu Mohammed wurde, habe während der Dreharbeiten "George" geheißen. Die Dialoge von ihr und ihren Kollegen seien außerdem im Nachhinein geändert worden.

"Es macht mich krank, wenn ich mir vorstelle, dass ich an einem Film beteiligt war, der jemanden das Leben gekostet hat", sagte die Schauspielerin. Sie habe erst am Mittwoch mit dem Produzenten gesprochen: "Er sagte mir, er habe das Drehbuch geschrieben, weil er die Muslime vom Töten abhalten wolle."

"Sam Bacile" oder"Nicola Bacily"?

Der Filmemacher hatte sich am Mittwoch in einem Telefoninterview mit dem "Wall Street Journal" als "Sam Bacile" gemeldet. Er sei Immobilienmakler, der sowohl die amerikanische wie auch die israelische Staatsbürgerschaft besitze. Allerdings scheint dies nicht seine richtige Identität zu sein. Israel dementiert jedenfalls heftig: "Dieser Film hat nichts mit Israel zu tun. Zu den Leuten, die ihn hergestellt haben, gehören weder Israelis noch Juden", sagte ein Sprecher des Außenministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. "Der Inhalt des Films ist unter aller Kritik. Der Film ist abscheulich." Anderen Berichten zufolge gibt es auch auch für die Immobiliengeschäfte keine Belege.

Journalisten der Associated Press gelangten über Baciles Telefonnummer zu einem koptischen Christen aus Ägypten namens Nakoula Basseley Nakoula. Dieser gab an, der Manager der Produktionsfirma des Streifens gewesen zu sein, bestritt aber, dass er Bacile sei. Der unter anderem wegen Betrugs vorbestrafte Nakoula hatte laut Gerichtsunterlagen schon mehrere Alias-Namen benutzt, darunter "Nicola Bacily".

In die Kontroverse hatte sich am Mittwoch auch Pastor Terry Jones aus Florida eingeschaltet, der 2011 mit der Verbrennung des Korans blutige Proteste in der islamischen Welt ausgelöst hatte. Jones erklärte, den Film in seiner Kirche zeigen zu wollen. Der US-Generalstabschef Martin Dempsey warnte vor möglichen Gefahren für US-Soldaten, die in muslimischen Staaten stationiert sind. Laut seinem Sprecher bat er Jones in einem Telefonat, sich von dem Film zu distanzieren.

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

25 Kommentare
 
12
Gast: Moslem
25.09.2012 18:13
0 0

islam

Wir leben seit 50 Jahren mit allen kulturen hier im Deutschland . 49 Jahre war nichts . Woher sind diese islamisten gekommen , das verstehe ich auch nicht . UFOS oder ALIENS ? wer hat sie den gebracht her ?

1- Islam ist dagegen ALLAHS geschöpfe zu töten !
= aber die islamisten töten und stellen sich gegen ALLAH !

2- ALLAH sagt ich habe dir drei bücher geschickt , und behandle sie wie dein eigenes leben . " THORA , BIBEL , KORAN " .
= mit welchen rechte nennen islamisten , die besitzer des THORAS , BIBELS . KUFFAR ! die dürfen das nicht !

ALLAH sagt im " MAUN SURE " über die falschen Muslime folgendes .
Sie benützen meinen namen und begehen verbrechen .
Sie Lügen und Schwören dennoch .
Sogar ihre gebete sind getäuscht .
Ich FLUCHE sie .

SO SAGT ALLAH über die FALSCHEN MUSLIME wenn mir keiner glaubt dann schlagt den KORAN AUF ! ALLAH hat deutlich die SALAFISTEN beschrieben im KORAN .

Wenn hier muslime anwesend sind , halltet abstand von islamisten , das sind keine Muslime ! Folge den SPUR von deinen OPA , der hat hier 49 JAHRE gelebt friedlich mit allen Kulturen . Diese islamisten sind seit 1 Jahr aktiv als seien sie wie von SATAN besesen . Merkt ihr nicht , das die islamisten die anders gläubigen Provoziert haben ? und die Anders Gläubige haben antwort gegeben . Wer ist im eigentlichen SCHULD ? also die Anders Gläubigen ! weil die islamisten haben diese menschen Provoziert . HALLTET ABSTAND VON ISLAMISTEN WENN IHR ALLAH LIEBT !

Gast: Moslem
25.09.2012 18:01
0 0

islam

Sam Bacile ist " Terry Jones " . das sage ich und ich bleibe bei meiner aussage .

Gast: Moslem
25.09.2012 17:43
0 0

islam

Also ich sag mal so , ich bin ein gebürtiger moslem , was die islamisten abziehen , das hat mit islam nichts mehr zu tun ! das hat mit eher SATAN zutun . Die haben ruf von islam zerstört , sie töten im namen ALLAH menschen , Sie bauen nur noch mist . Die haben nicht mal verstanden wem ALLAH " KAFIR " nennt . ALLAH nennt diese falschen " KUFFAR " . Sie verurteilen Menschen ! aber sie haben eins nicht gelernt ! ALLAH hat die menschen erschaffen und ALLAH darf verurteilen ! aber die islamisten glauben das sie selber ALLAH sind . DIE SOLLEN MAL ISLAM LERNEN ! und der filmemacher und die anderen SOLLEN AUFHÖREN unwissende Menschen zu provuzieren ! die wissen so wieso nichts über islam und provuziert nicht solche menschen .

WOLLT IHR WISSEN WIE WAHRER ISLAM IST !
schaut einfach den FILM " Fetih1453 " an . dann könnt ihr lernen was Moslem ist . so mit könnt ihr auch unterscheiden . wer richtigen islam gelernt hat , und wer falsch gelernt hat .
Ich sage KEINER HAT DAS RECHT MENSCHEN ZU TÖTEN auch wenn sie fehler gemacht haben , Sie werden am TAG der Jüngsten " GERICHT " selber bereuen !

Gast: speedelman
15.09.2012 06:05
0 0

Provokation

Für mich ist der Film eine deutliche Provokation an die arabische Welt. Man wusste doch wie diese Fanatiker darauf reagieren würde.Man erinnere sich nur an ähnliche Geschehnisse.

Gast: Dr.Otto Ludwıg Ortner
13.09.2012 17:00
1 1

Rechtsschutz gegen relıgıösen Terror

Hıer ın der Türkeı bın ıch erschüttert über dıe Eskalatıon relıgıös motıvıerten Terrors, der sıch zu eınem Flaechenbrand auszuweıten droht. In vıelen meıner postıngs zur Presse, aber auch ın anderen Medıen habe den Schutz der ın der Republık Österreıch anerkannten Glaubensgemeınschaften durch par. 188 (?)
StGB vor Verunglımpfungen betont. Wenn besonders dumme Weıber, dıe hohe Polıtıkergehaelter bezıehen, den Propheten Moammed mıt der zum Zeıtpunkt der Hohzeıt noch kındlıchen Ayscha als Kınderschaneder bezeıchnen, werden sıe Gott seı Dank strafrechtlıch wegen dıeser Dummheıt verurteılt - auch wenn das führenden Journalısten nıcht passt. Denn eıne solche Eheschlıessung hatte mıt Geschlechtsverkehr nıchts zu tun, sıe dıente vorerst zum Schutz der Braut, da ja damals Frauen alleın nıcht leben konnten - ım chrıstlıchen Bereıch sperrte man sıe ın Klöster. Wohlerzogene Menschen wıssen, dass Glaubıge nıchts mehr verletzt, als eıne Verunglımpfung ıhres Glaubens. Diese ıst eınes der schaendlıchsten prlebejıschen Laster

0 0

Re: Rechtsschutz gegen relıgıösen Terror

Und grundsätzlich war Mohammed ein ganz lieber, nicht war? Vor allem waren sie zu der Zeit ja in seinem Dunstfeld, haben das genau studiert, nicht wahr. Es lebe der (intellektuelle) Stammtisch.

Der Film ist ja nur der willkommene Anlass ...

In Wirklichkeit spielen sich ja wie überall auf der Welt und ganz unabhängig von der politischen oder religiösen Ausrichtung die Falken (= jene, die von Konflikten profitieren) gegenseitig die Bälle zu.
Dass bei den vielzitierten bildungsfernen Schichten solche Manipulationen leichter sind, ist klar. (aber bekanntlich waren ja, nur als Beispiel, seinerzeit auch hochgebildete Schichten nicht gegen Nazi-Ideologie immun).

Es gibt jedenfalls gute Gründe bei Verhetzung die Meinungsfreiheit einzuschränken.

Antworten Gast: Pensador
13.09.2012 18:27
0 0

Re: Der Film ist ja nur der willkommene Anlass ...

Da Meinungsfreiheit nichts mit Verhetzung zu tun hat, gibts da auch nichts "einzuschränken".

Verhetzung ist polemisch-agressive, unbewiesene und unsachliche Aufstellung von Behauptungen.
Das sachliche Erwähnen von Tatsachen
unter Anführung von Beweisen ist nicht Verhetzung.
Ich kenne den Film nicht, wahrscheinlich fällt er unter "Verhetzung".
Aber das heisst nicht, dass Glaubensinhalte oder die Entstehungsgeschichte des Islam, so wie die aller anderen Religionen, nicht Gegenstand rationaler Religionskritik sein dürfen.

Gast: plebs potus
13.09.2012 15:07
3 0

Doppelstaatsbürgerschaft, Propagandafilm ->CIA

anscheinend im Auftrag der Bankiers beim bezahlten Unfrieden-stiften.. Krieg ist ja ein Milliardengeschäft

Feig.

Sehr glaubwürdig ist das nicht.

Oder kann es sein, dass Schauspieler von der Handlung, die sie spielen, nichts mitkriegen?

Gast: Hillary Kreischton
13.09.2012 14:38
0 0

Despite a developing global culture, the same facts can be and often are viewed through starkly different historical and cultural prisms and the word »freedom« is defined to fit one's political perspective.


Antworten Gast: 1234567890
13.09.2012 18:29
0 0

Re: Despite a developing global culture, the same facts can be and often are viewed through starkly different historical and cultural prisms and the word »freedom« is defined to fit one's political perspective.

Bietet der AMS eigentlich auch Englisch-Kurse? Wenn ja bitte nutzen... und jetzt fröhliche Fehlersuche.

Der wahre Name des Filmemachers

lautet Im Becile!

Im Becile!

forse è un imbecille?

3 1

Eine Geschmacklosigkeit

dennoch gedeckt von Meinungsfreiheit. Das Absurde daran ist dass beinahe alle "Demonstranten" den Film nicht gesehen haben. Das zeigt wieder einmal wie Menschen zu Schafen manipuliert werden können.

*Kopfschüttel*

In meiner persönlichen Rangliste der unnötigsten Konflikte, reiht sich diese absurde Thematik gleich hinter dem Streit um die Petersilinsel (Spanien vs. Marokko) ein...

Gast: Bank12
13.09.2012 11:28
5 1

wien Monthy Python

ist nix anderes als die Monthy Python- Produktion Leben des Brian. Also bitte nicht dauerbeleidigt sein.

0 0

Re: wien Monthy Python

Fakten:
•die linke Kulturschikeria hat Geld und intellektuelle Resourcen, tatsächlich auch gut zu sein.
•sie ist sehr sehr gut im Kultur Meinungsbiothop vernetzt.
•sie ist trotzdem feig und immer nur einseitig unterwegs.

Sorry aber der Vergleich mit Monty Python's "Das Leben des Bryan" passt nicht!

Mal abgesehen davon, dass der Python Film eine grandiose Satire ist, wird in diesem Film Jesus weder als Kindermörder noch als Mörder dargestellt und er enthält auch sonst keine Szenen, die geeignet wären Hass auszulösen.

Antworten Antworten Gast: Lurker
13.09.2012 18:31
1 0

Re: Sorry aber der Vergleich mit Monty Python's "Das Leben des Bryan" passt nicht!

Für Jesus gibts da auch keine Voraussetzung. Lesen sie einfach einmal eine Biographie von Jesus und eine von Mohammed. Ich meine das jetzt wirklich vollkommen wertungsfrei, aber Jesus dürfte wohl einer der wenigen wirklich gewaltfreien Propheten der Weltgeschichte sein. ( Was die Kirche getan hat steht auf einem anderen Blatt)

Re: Re: Sorry aber der Vergleich mit Monty Python's "Das Leben des Bryan" passt nicht!

Das mag schon richtig sein. Der grosse Unterschied zwischen den beiden Filmen ist aber, dass der Python Film satirisch die "Messias Erwartungen" der Israelis zu Zeiten Jesu dargestellt hat, während der Mohammed Film nur darauf abzielt zu polarisieren und Hass bzw. Vorurteile zu schüren. Eine Satire kann ich in diesem Machwerk beim besten Willen nicht erkennen!

Re: wien Monthy Python

nein, der monthy python film war auch tatsächlich witzig, die sam bacile produktion ist einfach nur schlecht.

Antworten Antworten Gast: wolkro2
13.09.2012 13:21
1 0

Re: Re: wien Monthy Python

für erzkatholen war auch das leben des brian nicht lustig.
davon dürfen sie ruhig ausgehen.

die künstlerische qualität spielt in diesem zusammenhang eher eine geringe rolle.

Re: Re: Re: wien Monthy Python

der film von sam bacile ist wirklich ausschliesslich und absichtlich auf diskirminierung und provokation augerichtet. der humor ist großteils so stumpf, dass das thema austauschbar wäre. schauen sie sich den film doch an! hier bitte:

http://www.youtube.com/watch?v=iC6yGzpSvjU

auch die reaktion der islamischen welt darauf absolut absehbar. natürlich kann es einerseits nicht sein, dass wir uns hier den mund verbieten lassen, die freiheit des worts und der kunst geht über alles, aber andererseits sollte man doch zumindest versuchen, sein gegenüber nicht absichtlich zu gewalttaten zu provozieren (was mMn durch den film geschehen sollte, damit sich sam baciles negatives bild von den moslems vor der welt bestätigt). gelungene satire sieht anders aus. von der art und aufmachen her erinnert einen die produktion an Farfour, die hams-mickeymaus.

Regisseur unbekannt - daher im Zweifel westliche Welt terrorisieren


 
12