"Der Mord an dem US-Botschafter Stevens, der sich für die Demokratisierung Libyens eingesetzt hat, ist ein Warnsignal der Instabilität im Land. Die gemäßigt islamistische Regierung, die aus den Wahlen im Juli hervorgegangen ist, zeigt eine außerordentliche Schwäche gegenüber der zunehmenden politischen Gewalt, der Konsolidierung zahlreicher territorialer Milizen und dem Aufstieg der radikalsten Form des Islamismus. In Benghazi hat sich nicht nur die Ineffizienz der Sicherheitskräfte offenbart, die nicht fähig sind, einen organisierten Angriff abzuwehren, sondern auch die Inkompetenz der Interimsregierung. Solange die bewaffneten Gruppen, die ihr Gesetz diktieren, nicht aufgelöst werden und der gewalttätige Fundamentalismus nicht entschieden bekämpft wird, kann in Libyen keinen Rechtsstaat errichtet werden".
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