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Mursi nennt Diffamierung des Islam "Verbrechen gegen Menschlichkeit"

13.09.2012 | 18:27 |   (Die Presse)

Der ägyptische Präsident weicht bei seiner ersten Dienstreise in den Westen kritischen Fragen der Journalisten aus.

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Brüssel. Wer sich am Donnerstag von Mohammed Mursi, dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten Ägyptens, eine klare Verurteilung der Angriffe auf US-Botschaften in mehreren arabischen Staaten einschließlich jener in Kairo und ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit erhofft hat, wurde enttäuscht.

Mursi gab zwar nach seinem Treffen mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, eine vage Zusicherung ab, „alle Rechte und Pflichten zwischen Moslems und Christen“ würden nun in Ägypten gleich sein und die ägyptischen Frauen sich „mehr individueller Rechte als je zuvor“ erfreuen. Seine Bewertung der Vorfälle im libyschen Benghazi und in Kairo fiel aber mehrdeutig aus: „Wenn man ohne Rechtfertigung tötet, ist es, als tötete man die ganze Menschheit.“

Auch nach seinem anschließenden Treffen mit Herman Van Rompuy, dem Präsidenten des Europäischen Rates, kam dem Vertreter der Muslimbruderschaft keine klare Verurteilung der islamistisch motivierten Attacken auf US-Botschaften und -Konsulate sowie der Ermordung US-amerikanischer Diplomaten in Benghasi über die Lippen. Im Gegenteil: Mursi sagte wörtlich, er sei sich mit seinen europäischen Gesprächspartnern Barroso und Van Rompuy darüber einig, dass „jede Handlung, die den Islam zu diffamieren oder beleidigen versucht, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist und ein Verbrechen gegen die Moslems. Wir werden solche zerstörerischen Handlungen in Ägypten nicht zulassen.“ Erst in einem Nachsatz erklärte Mursi, dass Kritik am und Beleidigung des Islam „nicht als Rechtfertigung genommen werden sollten“, um ausländische Botschaften und „unschuldige Menschen“ anzugreifen. „Es ist unsere menschliche und islamische Pflicht, unsere Gäste zu schützen“, schloss der Präsident.

Als Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert das Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs vorsätzliche Tötung, Ausrottung, Versklavung und andere schwere Angriffe auf Leib und Leben, nicht aber beleidigende Meinungsäußerungen.

Barroso und Van Rompuy waren sichtlich bemüht, die heiklen Beziehungen zwischen EU und Ägypten nicht durch kritische Journalistenfragen zu trüben. Darum ließen Barrosos Sprecher nur zwei Fragen arabischer Reporter zu, während sich Van Rompuy überhaupt nur auf den Vortrag vorbereiteter Stellungnahmen beschränkte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2012)

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5 Kommentare

Der Westen ist enttäuscht von den Muslim-Brüdern und Wahhabiten, denen er zur Macht verholfen hat...

Waren wir zu blauäugig oder haben wir uns verzockt ...????

Kann sich ein guter Mensch mit Bösen verbinden - um am Ende Gutes zu erreichen ?????

Sie müssten doch wissen , das so etwas niemals möglich ist ....

Gast: allesegal
13.09.2012 21:53
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Lest mal nach, welche Freiheiten ihr noch habt, werte Journalisten ....

"Barroso und Van Rompuy waren sichtlich bemüht, die heiklen Beziehungen zwischen EU und Ägypten nicht durch kritische Journalistenfragen zu trüben. Darum ließen Barrosos Sprecher nur zwei Fragen arabischer Reporter zu, während sich Van Rompuy überhaupt nur auf den Vortrag vorbereiteter Stellungnahmen beschränkte."

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Re: Lest mal nach, welche Freiheiten ihr noch habt, werte Journalisten ....

Effektiv eine diktatur der unnoetigen knallkoepfe. Von diesem ungewaehlten rumpoy , dieser papp-persoenlichkeit vertreten zu sein ist alleine schon ein grund fuer rebellion gegen die dominanz bruessels.

Gast: gast55
13.09.2012 20:46
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dann ist die wehrpflicht also was??

"Als Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert das Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs vorsätzliche Tötung, Ausrottung, Versklavung und andere schwere Angriffe auf Leib und Leben, nicht aber beleidigende Meinungsäußerungen."

die wehrplicht ist versklavung, die wehrpflicht bedeutet im ernstall vorsätzliche tötung, das ganze gilt ja in friedenszeiten unter androhung von hatstraen und die sind nicht zu knapp

War zu erwarten

Der Islam kann sein wahres Gesicht halt sehr schwer verbergen.

Das Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist das Ermorden von Unschuldigen - und keinesfalls die Wahrnehmung des Menschenrechts auf freie Meinungsäußerung!