Der Internetkonzern Google hat am Freitag eine Bitte des US-Präsidialamtes abgelehnt, seine Entscheidung zu dem umstrittenen Mohammed-Film noch einmal zu überdenken. Google hatte sich entschlossen, den auf seiner Youtube-Plattform veröffentlichten Film nur in Ägypten und Libyen zu blockieren, ansonsten aber online zu lassen. Der Film, der den islamischen Propheten Mohammed verunglimpft, war der Auslöser für gewaltsame Proteste in vielen muslimischen Staaten. Sie richteten sich vor allem gegen US-Botschaften. In Libyen wurden dabei drei amerikanische Diplomaten getötet, darunter der Botschafter.
Google erklärte, Zugangsbeschränkungen zu dem Video seien in einigen Ländern wie Indien und Indonesien verhängt worden, um dem jeweiligen lokalen Recht zu entsprechen. Diese Entscheidungen seien aber nicht auf politischen Druck hin erfolgt. In Ägypten und Libyen sei es wegen der dortigen angespannten Lage blockiert worden.
Das US-Präsidialamt hatte Google gebeten zu überprüfen, ob das Video die Geschäftsbedingungen des Internetanbieters verletzt.
(APA/Reuters)
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