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Inselstreit entfacht anti-japanische Proteste in China

15.09.2012 | 15:51 |   (DiePresse.com)

In mindestens 19 Städten gingen Chinesen auf die Straße. In Xian haben Demonstranten japanische Autos und Geschäfte zerstört.

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Der Streit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat am Samstag in etlichen chinesischen Städten anti-japanische Proteste ausgelöst. In Peking demonstrierten mehrere tausend Chinesen vor der japanischen Botschaft. Sie warfen Plastikflaschen und Eier über die Absperrung und riefen zum Boykott japanischer Waren auf. Laut der chinesischen Webseite "ifeng.com" gab es in mindestens 19 chinesischen Städten Proteste, darunter in Shanghai, Guangzhou, Chongqing und Nanjing.

Die Polizei musste nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua einige Demonstranten daran hindern, auf das Botschaftsgelände vorzudringen. In Xian zerstörten Demonstranten nach Informationen von "ifeng.com" japanische Autos und Geschäfte.

Streit um unbewohnte Felsinseln

Die Proteste richteten sich gegen den geplanten Kauf der umstrittenen Inseln durch Japan. Seit Chinas Niederlage im chinesisch-japanischen Krieg 1895 sind sie unter der Kontrolle Tokios. China macht alte Ansprüche aus der Ming-Zeit (1368-1644) auf das Territorium geltend. Der Konflikt um die unbewohnten Felsinseln, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku heißen, war am Freitag durch die Entsendung sechs chinesischer Patrouillenschiffe in das Gewässer weiter eskaliert.

Neben Japan und China erhebt auch Taiwan Anspruch auf die Inseln. Sie gelten wegen ihres Fischreichtums und vermuteter Ölvorkommen als strategisch wichtig.

Die japanische Botschaft in Peking hat auf ihrer Webseite Warnhinweise für Japaner in China herausgegeben. Darin rät sie ihren Landsleuten gegenwärtig davon ab, in der Öffentlichkeit laut Japanisch zu sprechen oder alleine ein Taxi zu benutzen. Sushi-Restaurants in der Nähe der japanischen Botschaft in Peking versuchten sich am Samstag mit chinesischen Fahnen gegen Übergriffe zu schützen.

(APA/dpa)

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5 Kommentare
Gast: rusnik
19.09.2012 08:27
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UN lösung hier wie bei antakrtis, arktis etc..

ich bleibe dabei, es geht nur bei einer "weltlösung" durch die Vereinten Nationen. der rohstoffhunger und die entsprechenden profite/monopolstellungen bringen den planeten in gefahr.

alles inselstreitfälle (und auch andere) fallen, wenn sie nicht innerhalb eines zeitraumes von den streithanseln gelöst werden, der gesamten weltbevölkerung zu.

es ist brandgefährlich, nicht nur hier. und wir haben nur diesen einen planeten, und der ist rund. da gibt es keine fluchtmöglichkeiten.


Brandgefährlich!

Warum wird über diesen Konflikt so wenig berichtet, ist dies doch ein Konflikt mit enormen Explosivpotential? Die chinesische Einparteindikatur steht am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruches und scheint keine andere Möglichkeit mehr zu finden also das Volk mit dummen Nationalismus hinter sich zu vereinen. Wo soll das hinführen, wenn eine ungebildete Masse so missbraucht wird und was wird passieren wenn diese (von der Partei angezettelten) Proteste außer Kontrolle geraten?

Japaner, welche in Form unzähliger Unternehmen in China heute einen wichtigen Beitrag zur chinesischen Wirtschaft leisten, werden heute auf offener Strasse attakiert, japanische Betriebe werden in Brand gesetzt, die diplomatischen Vertretungen angegriffen, das Fahrzeug mit dem japanischen Botschafter auf offener Strasse angehalten und attakiert, Fahnen verbrannt, etc. etc.

WESTLICHE MEDIEN: Es ist Zeit diesen Konflikt aufzugreifen und damit zu internationalisieren, bevor er militärisch zum Konflikt China gegen Japan (und damit gegen USA) eskaliert!

Ich kaufe nichts aus China

... wer immer ein Gewissen hat, den bitte ich wenn irgendwie möglich nichts "Made in China" zu kaufen!

Imperiaistische Chinesen!

China ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden.

Chinesen raus aus Japan!

Gast: b745
15.09.2012 16:32
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chna muss ablenken von den innerpolitischen problemen