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UNO: Ausländische Jihadisten drängen nach Syrien

17.09.2012 | 14:26 |   (DiePresse.com)

Die UN-Kommissarin für Menschenrechte wirft sowohl dem Regime als auch den Rebellen Menschenrechtsverletzungen vor.

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Der blutige Konflikt in Syrien zieht offenbar immer mehr militante Islamisten an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen. "Die Kommission kann bestätigen, dass die Zahl der ausländischen Beteiligten in Syrien steigt, dazu gehören auch militante Jihadisten", sagte der Kommissions-Vorsitzende Paulo Pinheiro am Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Die selbst ernannten Gotteskrieger kämpften auf der Seite der Revolutionstruppen und trügen zu einer weiteren Radikalisierung in dem Konflikt bei, so Pinheiro. Die Gewalt zwischen sunnitischen Muslimen auf der einen Seite und Alawiten und anderen schiitischen Konfessionen auf der anderen Seite habe zugenommen. Die Mehrheit der Regimegegner gehört der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit an. Der syrische Präsident Bashar al-Assad und ein Großteil der Kommandeure der Sicherheitskräfte sind Alawiten.

General Mustafa al-Sheikh, der zu den führenden Kommandanten der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) zählt, hatte die ausländischen Kämpfer in der vergangenen Woche aufgefordert, Syrien zu verlassen. "Wir wollen nicht, dass Syrien ein neues Afghanistan wird", sagte der Kommandant in einem Interview mit der saudischen Zeitung "Al-Watan". Ausländische Ärzte und andere Helfer seien dagegen sehr willkommen.

Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten

Die UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, warf am Montag sowohl dem syrischen Regime als auch den Aufständischen massive Menschenrechtsverletzungen vor. Truppen der Regierung würden immer häufiger mit schweren Waffen Bevölkerungszentren angreifen. Zudem gebe es Berichte von Massenexekutionen, die Gegner der Regierung verübten. Diese rekrutierten auch Kinder als Soldaten.

Die syrische Luftwaffe bombardierte am Montag nach libanesischen Angaben das Grenzgebiet zum Libanon. Die Geschoße seien auf syrischem Gelände niedergegangen, nicht auf libanesischem Territorium, sagte ein Sprecher der libanesischen Armee. Bewohner der ostlibanesischen Region Aarsal bestätigten, sie hätten syrische Kampfflugzeuge über dem Gebiet gesehen. Die Grenze zwischen beiden Ländern ist durchlässig und an mehreren Stellen aber nicht eindeutig gekennzeichnet.

(APA/dpa/AFP)

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8 Kommentare

ORF&Medien klatschen noch immer Beifall - geht es noch naiver?


Das Teile und Herrsche Spiel

geht in die letzte Runde!jetzt muss der Schiedsrichter (NATO) aufs Spielfeld und den Beteiligten die Rote Karte zeigen...da die Spieler aber nicht aufhören wollen muss eine Flugverbotszone her die schon in Lybien so erfolgreich war...die neuesten Drohnen von Lockheed Martin und General Dynamics warten schon auf ihren Einsatz...

Gast: STFU
17.09.2012 16:05
7 0

Danke USA und NATO!

Außer Unruhe stiften und Kriege für best. Interessengruppen führen können die wohl gar nix!

http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/210984-f%C3%BCnfzig-westliche-informationen-oberoffiziere-in-der-t%C3%BCrkisch-syrischen-grenze

Gast: Ex-SpOn Leser
17.09.2012 15:19
6 0

Man merke, die christliche Minderheit wird im Kommisionsbericht nicht einmal erwähnt (oder nur von der Presse/APA nicht?)

Wie kommt es, dass, gerade vom Westen, der sich ja jeder noch so "großen" Minderheit, unabhängig davon ob sie den Schutz braucht oder nicht, als Schutzmacht verschreibt, die weltweit am stärksten verfolgte Minderheit einfach vollkommen ignoriert?

Re: Man merke, die christliche Minderheit wird im Kommisionsbericht nicht einmal erwähnt (oder nur von der Presse/APA nicht?)

Würde es sich bei den Christen in Syrien um angelsächsische, bigotte evangelikale Puritaner handeln, wären die Nato-Mächte USA und GB längst vor Ort.
Die in Syrien lebenden Christen, Aramäer uralten Ursprungs, werden von den anglo-amerikanischen Machtzirkeln nicht geachtet und daher auch ihrem Schicksal preisgegeben. Ein ähnliches Meisterspiel Menschen verachtender "Politik" gelang während der Besatzung des Irak. Über eine Million Christen verloren ihre Heimat. Mit anderen Worten: Die amerikanisch-englischen Besatzer sahen zu, wie diese Menschen vertrieben wurden!
Dies zur Rolle der "Demokratisierungserfolge" der Allianz.

Der Umstand, dass selbst katholisch ausgerichtete Regierungen in Europa dazu schweigen, entspringt nicht einer Unkenntnis der Staatenführer sondern dem Machtverhältnis innerhalb der Nato-Allianz!

Antworten Antworten Gast: Hammvieh
18.09.2012 16:29
0 0

Re: Re: Man merke, die christliche Minderheit wird im Kommisionsbericht nicht einmal erwähnt (oder nur von der Presse/APA nicht?)

Was fuer "katholisch ausgerichtete Regierungen in Europa"? Der Vatikan und Liechtenstein?

Guten Morgen, liebe UNO

ausgeschlafen? Was seit Monaten bekannt und belegt ist, kommt nun auch von der UNO via Mainstream-Medien an die Öffentlichkeit. Bisher wurde das ja verschwiegen, doch nun gibt es endlich auch die UNO zu. Syrien wird (leider) zum von Islamisten geführten Gottesstaat mutieren und die Folgen daraus werden für Christen und Aleviten katastrophal sein. Und wer sind die Redelsführer, die diesen Brand entfacht haben? Dreimal darf man raten. Sie sitzen nicht Damaskus.

Gast: eso-policier
17.09.2012 15:15
0 0

Krieg in Syrien

Der Krieg in Syrien hat auch Auswirkungen auf Israel. Israel muss sich letztlich auf die Grenzen von 1966 zurückziehen. Siehe dazu
www.esopolice.wordpress.com
Aber auch z. B. der Iran erlebt einen Niedergang. Z. B. ist die Geburtenrate (bzw. Fertilitätsrate) im Iran in nur 17 Jahren von 5,62 auf 1,71 gesunken. Mehr dazu unter
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article6068653/Irans-demographische-Abruestung.html