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China: Mordprozess gegen "Super-Bullen" beendet

18.09.2012 | 09:46 |   (DiePresse.com)

Wang Lijun, der Ex-Polizeichef von Chongqing, soll den Mord an einem britischen Geschäftsmann "absichtlich vertuscht" haben. Wann das Urteil gesprochen wird, ist noch offen.

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Nach nur zwei Tagen ist der Prozess gegen die Schlüsselfigur in dem Skandal um den entmachteten chinesischen Spitzenpolitiker Bo Xilai am Dienstag beendet worden. Wann das Urteil gegen den "Super-Bullen" Wang Lijun gesprochen wird, blieb offen. Dem früheren Polizeichef von Chongqing werden Fahnenflucht, Machtmissbrauch, Rechtsbeugung und Bestechlichkeit vorgeworfen.

Seine Enthüllungen hatten den größten Skandal in der jüngeren Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas ausgelöst. So wurde der mächtige Parteichef von Chongqing, Bo Xilai, im März gestürzt; seine Ehefrau Gu Kailai wurde im August wegen Mordes an einem befreundeten britischen Geschäftsmann verurteilt.

Mord "absichtlich vertuscht"

In dem Prozess vor einem Volksgericht in Chengdu in Südwestchina wurde dem Ex-Polizeichef vorgeworfen, den Mord "absichtlich vertuscht" zu haben, damit Gu Kailai nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne. Die Umstände seien "besonders schwer" zu werten, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua den Staatsanwalt.

Wang Lijun droht nach Einschätzung von Experten eine hohe Strafe, da einige der Anklagepunkte sogar die Todesstrafe vorsehen.

(APA/dpa)

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