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Syrien: 25 Millionen Dollar für Assads Kopf

18.09.2012 | 11:24 |   (DiePresse.com)

"Tot oder lebendig": Syrische Geschäftsleute sollen ein Kopfgeld zur Ergreifung des Machthabers ausgesetzt haben.

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Syrische Geschäftsleute haben laut einer Meldung der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (19,1 Millionen Euro) zur Ergreifung des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad ausgesetzt. Das habe ein Offizier der Rebellentruppe "Freie Syrische Armee" (FSA) in Kairo mitgeteilt, berichtete die halbamtliche türkische Agentur am späten Montagabend. FSA-Kommandant Ahmed Hicazi sagte demnach, die Geldgeber wollten aus Angst um ihr Leben nicht namentlich genannt werden.

Hicazi, ein Ex-Oberst der syrischen Armee, sagte Anadolu, Ziel des Kopfgeldes sei es, Mitglieder der syrischen Führung um Assad dazu zu bringen, etwas gegen den Präsidenten zu unternehmen. Derjenige, der Assad "tot oder lebendig" der Opposition ausliefere, habe zwar mehr als 25 Millionen Dollar verdient, sagte Hicazi. Doch dies sei die Summe, die bisher zusammengetragen worden sei. Das Geld komme von syrischen Geschäftsleuten innerhalb und außerhalb Syriens, die regelmäßig die FSA unterstützten. Die Führung der FSA lenkt die Operationen der Rebellen in Syrien von der Türkei aus.

Am Dienstag traf der neue internationale Syrien-Gesandte Lakhdar Brahimi in der südtürkischen Grenzprovinz Hatay ein, wo er ein Lager für syrische Flüchtlinge besuchen wollte. Brahimi hatte in den vergangenen Tagen mit der syrischen Führung in Damaskus gesprochen und sich am Montag in Kairo mit Abgesandten einer Syrien-Kontaktgruppe getroffen, der Ägypten, Saudi-Arabien, der Iran und die Türkei angehören. Ein Mitglied seiner Delegation sagte vor der Abreise, Brahimi werde möglicherweise bald zu einem zweiten Gespräch mit Präsident Assad nach Syrien reisen.

Außenminister-Treffen endet ergebnislos

Ohne Ergebnis endete ein Außenministertreffen zu Syrien in Kairo, an dem der Iran, Ägypten und die Türkei teilnahmen. Saudi-Arabien war dem Treffen ferngeblieben, zu dem Ägyptens Präsident Mohammed Mursi eingeladen hatte. Auch Brahimi sprach mit den Ministern. Als Journalisten den iranischen Außenminister Ali-Akbar Salehi nach dem Treffen auf die Aktivitäten der Revolutionsgarden in Syrien ansprachen, gab er eine ausweichende Antwort. Brahimi hatte den Posten des internationalen Syrien-Vermittlers vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan übernommen, der nach dem Scheitern seiner Friedensmission zurückgetreten war.

(APA/AFP/dpa)

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17 Kommentare

2euro....

..für netanjahus und obamas kopf, dann ist frieden

Antworten Gast: Frontschwein (pic)
20.09.2012 09:50
1 0

Re: 2euro....

Bitte alles in U$-Dollar fakturieren, sonst droht uns Destabilisierung, "Bürgerkrieg" und Befreiung durch westliche Truppen.

Propaganda

Gerade in Arabien hat die Internetprpaganda bisher vor allem mit Lügen geglänzt.
Wird interessant werden, wenn Assad tot ist und plötzlich keiner zahlen will.

Gast: So entsteht
18.09.2012 16:34
3 0

So entsteht der 3. Weltkrieg

Die Akteure spielen nicht mit dem (russischen) Feuer, die zünden es einfach nur an.

Nein, sie sind nicht so dumm und egozentrisch wie 2003 beim Irakkrieg, aber noch rücksichtsloser.

Wie verzweifelt muss man sein, um diesen Wahnsinn zu spinnen!

Tja, liebe Extremisten, ähh, Aktivisten, ein Vorschlag, lasst mal Assad aussen vor und wendet euch gleich gegen die USA und GER, wie ihr es auch in Libyen macht.

Vertraut mir, das macht Eure Sache viel viel einfacher!

Tao te King - Kapitel 17

Herrscht ein ganz Großer,
so weiß das Volk kaum, das er da ist.

Mindere werden geliebt und gelobt,
noch Mindere werden gefürchtet,
noch Mindere werden verachtet.

Wie überlegt muß man sein in seinen Worten!
Die Werke sind vollbracht, die Geschäfte gehen ihren Lauf, und die Leute denken alle:
"Wir sind frei."

Wenn man es auf den ganz normalen (Büro)alltag umlegt sollte man erkennen, dass das die Wahrheit ist.

Re: Tao te King - Kapitel 17

mir fallen gerade fischer und faymann ein ...

Gast: Kommentar senden
18.09.2012 14:58
4 1

Man muss schon sagen,

für Assad nicht unkritisch, auch wenn 25 Millionen in diesem "Bereich" nicht die Spitze sind, kann sich ein weniger gut bezahlter (und auch mit solchen muss er sich zwangsläufig umgeben) doch verführt fühlen.

Allerdings auch eine ungünstige Aktion für die FSA, macht es doch auch die Verzweiflung der "FSA" deutlich.

Warum kommen eigentlich keine neuen berichte aus Syrien? Das einzige in letzter Zeit waren kleine Nebensätze in Erdowahn-Zitaten oder slchen Artikeln.

Erinnert an die Zeit als Gaddafi die Rebellen nach Benghazi zurückgetrieben hatte und beinahe schon die Stadt erobert hat. Damals griff die Nato offen ein - diesmal wird sie es wohl nicht tun können.

Warum nicht berichtet wird, fragen Sie?

Weil mit sträflicher Verspätung jetzt auch unsere Medien eingesehen haben, dass die Rebellen auch nicht für Freiheit und Demokratie kämpfen, sondern nur um die Macht.

Auf Fidel Casto hat der CIA, pardon "kubanische Geschäftsmänner"

dereinst 50 Mill Dollar ausgesetzt.
Casto ist immer noch am Leben, im Gegensatz etwa zu J.F. Kennedy.

Re: Auf Fidel Casto hat der CIA, pardon "kubanische Geschäftsmänner"

Genialer Vergleich, Freund Blitzky! ;-)

hinter den Geschäftsleuten stecken wohl

eher die Saudis oder der CIA bzw. Mossad...

Antworten Gast: alex55
18.09.2012 13:43
3 1

Re: hinter den Geschäftsleuten stecken wohl

CIA und Mossad... tun es einfach...

Gast: Hamdudeldei
18.09.2012 12:25
7 0

Soso

Die Tuerkei lobt also - offenbar in einem Akt der Verzweiflung - nun sogar ein Kopfgeld auf den Praesidenten eines Nachbarstaates aus. Und das sollen wir ganz normal finden?

Erdogan auf dem Weg zur Entmachtung

Die halbamtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi offenbart die Ausweglosigkeit des türkischen Projekts "FSA".
Mit der Fortdauer des bewaffneten Konflikts in Syrien steigt die Anzahl der auf türkischem Territorium untergebrachten islamischen Freiheitskämpfer. Die türkischen Generalität sieht in der Aufnahme dieser Extremisten eine große Gefahr für das Land. Sie verspürt keinerlei Lust, Zeuge des Niedergangs einer mühselig erkämpften Trennung von Staat und Religion zu werden. Erdogan hat sich bereits viel zu weit aus dem Fenster gebeugt, um unbeschadet einen Rückschritt machen zu können. Die militärischen Führungskräfte der Türkei beobachten die Situation daher sehr aufmerksam und halten (vorerst) noch still. Doch eine rote Grenze der Vertretbarkeit haben sie bereits gezogen.

Re: Erdogan auf dem Weg zur Entmachtung

Sehr interessant, vielen Dank für die Info!!

Gast: alex55
18.09.2012 12:00
0 2

bloss nicht...

bloss nicht einmischen...