20.05.2013 10:53 Merkliste 0

Satire-Magazin "Titanic" plant Islam-Ausgabe

20.09.2012 | 16:36 |   (DiePresse.com)

Das deutsche Magazin "Titanic" plant ein Cover mit der Ex-First-Lady, in den Armen eines islamischen Kriegers. Titel: "Bettina Wulff dreht Mohammed-Film". Die USA warnen indes vor einer Eskalation der Gewalt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die französische Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" provoziert derzeit mit Karikaturen des Propheten Mohammed neue Wutausbrüche radikaler Islamisten. In seiner Oktober-Ausgabe will es ihr das deutsche Magazin "Titanic" gleichtun. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) plant die Zeitschrift einen Islam-Schwerpunkt. Das Titelblatt soll die Gattin von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Bettina, in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und Schwert zeigen. Die dazugehörige Schlagzeile: "Der Westen in Aufruhr - Bettina Wulff dreht Mohammed-Film!"

Auf die Frage, ob auf dem Titelbild Mohammed zu sehen sei, sagte der Chefredakteur der Zeitschrift, Leo Fischer: "Das weiß ich nicht genau. Das ist eine Filmszene." Sicher ist jedenfalls, dass die Darstellung Mohammeds als Person ist nach islamischer Auffassung verboten ist. "Satire darf und muss alles", verteidigte Fischer, gegenüber der FTD sein Vorhaben. Außerdem sei "Mohammed jetzt in aller Munde, darauf reagieren wir", sagte Fischer im Interview mit "Spiegel Online". Auch die Karikaturen von "Charlie Hebdo" verteidigte er: Sie seien eine richtige Reaktion auf die "wahnsinnigen Ausschreitungen".

"Vor Schmähfilmen warnen"

Weiters betonte Fischer in dem Bericht, er wolle "vor weiteren schlecht gemachten Schmähfilmen warnen, insbesondere davor, dass sich abgehalfterte Prominente nun auch noch über billige Islamkritik profilieren." Damit spielte er auf das seit Juni im Internet kursierende Video "Die Unschuld der Muslime" an, dass in islamischen Ländern zu einer Reihe von Ausschreitungen geführt hatte.

Religiös motivierte Provokationen sind für "Titanic" nicht neu. Bereits 2006 hatte das Magazin mit dem Titel "Religionen im Vergleich" vier unterschiedlich große Penisse gezeigt, wobei der islamische der kleinste war. "Der Islam zog eindeutig den Kürzeren", so Fischer.

USA warnen vor Vergeltung

Die USA sehen den Umgang mit derartigen Karikaturen weniger gelassen. Die US-Regierung übte am Donnerstag scharfe Kritik an "Charlie Hebdo" und befürchtet eine weitere Eskalation der Gewalt. Die Zeichnungen seien "zutiefst beleidigend" für manche Gläubige, sagte Jay Carney, Sprecher von US-Präsident Barack Obama. Das Weiße Haus sei besorgt, dass die Proteste noch verschärft werden könnten. Das berichtete "Spiegel Online" am Donnerstag.

Die französische Staatsanwaltschaft teilte, wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Karikaturen am Mittwoch, mit, es sei eine Klage eingereicht worden. Zum Kläger machte sie aber keine Angaben. Weiters würden Ermittlungen eingeleitet, da die Website des Satiremagazins nicht mehr erreicht werden konnte. Aus Angst vor Vergeltung kündigte die Regierung in Paris an, weltweit rund 20 Botschaften, Konsulate und Schulen zu schließen.

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

143 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Imperialist
23.09.2012 20:39
0 0

Titanic

Bin selber nicht religiös, aber diese atheistischen Fundamentalisten sind nicht lustig, sondern lächerlich. Und feige obendrauf. Ihre "Papst-Satire" ist eine widerliche Verhöhnung eines alten gebrechlichen Menschen. Die wiehernden Pseudosatiriker leiden an geistiger Inkontinenz, was man vom Papst nicht behaupten kann, wenn auch darf.

Gast: Flowers of Naivety
21.09.2012 15:50
5 0

Religion macht dumm.

Jede.
Immer.

Antworten Gast: kann man aber auch so sehen
21.09.2012 18:38
0 0

Jede Pauschalierung ist falsch.

Jede.
Immer.

Gast: L.Gabriel
21.09.2012 13:57
9 0

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Heute sind es Karikaturen, die beleidigen, morgen sind es Theaterstücke, übermorgen ist es Literatur. Wo soll das enden? Schauen wir doch einmal, zum Beispiel nach Saudi Arabien, in eine der Wohlfühlzonen der Islamisten. Dort darf die Hälfte der Menschen, nämlich die weibliche, sich öffentlich gar nicht äußern. Unabhängige Presse gibt’s sowieso nicht und das Verbrechen beginnt beim unbedeckten Haar einer Frau. Es kann nicht sein, dass man nur laut genug schreien und brutal genug vorgehen muss, um der Welt seine Ideale aufzuzwingen. Die eine Seite darf öffentlich zum Mord aufrufen aber es soll verboten werden sich darüber lustig zu machen. Ist das wirklich die Welt, in der wir leben wollen? All jene, die jetzt nach Zensur schreien, würden spätestens dann damit aufhören, wenn der eigene Unsinn zur Staatsfeindlichkeit erklärt würde. Das Recht zu sagen, was man denkt, ob nun in Bild oder Wort, ist eines unserer wertvollsten Güter. Wir sollten es nicht leichtfertig am Altar der feigen political correctness opfern. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ich danke den Juden für ihren wunderbaren Humor, den Christen für ihre Gemäßigtheit und den Atheisten, die den religiösen Zauber aller Richtungen einfach aushalten.

Antworten Gast: Das kann man aber auch anders sehen
21.09.2012 15:44
1 1

Profitgier ist ein schlechter Herausgeber

Eine unbekannte und zweitklassige Satirezeitschrift als Trittbrettfahrer. Das Ganze hat schon Menschenleben gekostet - und bringt den Herausgebern des französischen Hefts ein paar Minuten Ruhm und ein paar Euro mehr. Woanders nennt man das Egoismus.

Antworten Antworten Gast: Wer unscharf sieht, braucht eine Brille
30.09.2012 23:31
0 0

Re: Profitgier ist ein schlechter Herausgeber

Zu sagen, was man denkt, ist immer egoistisch.
Es aber zu unterlassen, ist fahrlässig!

Gast: eso-policier
21.09.2012 13:06
0 0

Freie Meinungsäußerung

Eine solche freie Meinungsäußerung muss erlaubt sein. Im Übrigen sollte es in allen europäischen Staaten eine Politik geben wie in der Schweiz. Mehr dazu unter
www.esopolice.wordpress.com

Gast: glaub_nix
21.09.2012 06:48
1 0

Wird eine Jubiläumsfeier..

http://www.freidenker.at/

Gast: biersauer
21.09.2012 06:45
3 0

Ich habe bisher nurn Vogelscheuchen gemalt,..

das lässt sich variieren.

Gast: biersauer
21.09.2012 03:27
8 0

"Mein" Prophet ist das nicht!

Also bitte solch unterschwellige und seichte Behauptung zu berichtigen.

Gast: pro offene gesellschaft
20.09.2012 22:00
0 0

richtige antwort auf den bigotterie terror?

gibt es eine richtige antwort?

Gast: geoopster Heike
20.09.2012 21:45
2 1

Nun also auch die Titanic als BEIWAGERL

von Bettina Wulff ... :-)
Auch nicht besser als die vielen abgehalfterten Prominenten, die sich nur noch über billige Bettina Wullf-Kritik profilieren können. Jedes unbedeutende Wichtelmännchen und –frauchen schneidet sich eine Scheibe Bettina Wulff ab, um seine eigene Bedeutung zu erhöhen.

"BILD am Sonntag" wird ordentlich meckern, dass die Titanic-Macher denen ihre omnipräsente Bettina Wulff und die grindige BILD-Meinungsführerschaft wegnehmen und uns daran erinnern, dass ihr Mann in Wirklichkeit nur seinem Islam-Sager zum Opfer gefallen ist.
:-)

Gast: Meinungsfreiheit100
20.09.2012 19:03
29 1

Die Darstellung Mohammeds soll verboten sein!

Dass mag für die Muslime gelten aber nicht für uns.

Wir sagen und zeichnen was wir wollen.

Wir diktieren auch der Islamischen Welt nicht was sie zeichnen dürfen und was nicht.


Re: Die Darstellung Mohammeds soll verboten sein!

Habe noch nie Jesus gemalt, wozu dann Mohamed malen ? Aber wenn es Ihnen gut tut, dann malen sie ihn doch in ein paar Posen. Vielleicht hilft's ;-)))

Gast: Beim Bart des Proleten
20.09.2012 18:55
15 0

Muslime fordern Respekt gegenüber ihrem Propheten Mohammed.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie diesen auch anderen Religionen erweisen.

http://www.welt.de/politik/ausland/article109337821/Selbstbild-als-ewiges-Opfer-des-respektlosen-Westens.html

das deutsche magazin

richtig, das deutsche, in deutschland herrscht meinungsfreiheit, in der krone werden sonntags alle möglichen leute auf der letzten seite durch den kakao gezogen, anschläge deshalb: null

Gast: Blankensteiner Husar
20.09.2012 18:43
0 6

Das ist doch das Schmierenblattl, dass vor dem Papst gekuscht hat, oder?

Klar, die machen sowas!
Die trauen sich sicher!

Gast: ZARA
20.09.2012 18:03
1 28

Und wenn auch noch so laut geschrien wird: der Film war als brutale Provokation gedacht. Und er war als massive Beleidigung gedacht.

Und wer bekanntlich Wind säät........
Jedenfalls wird bekanntermaßen der Brandstifter verurteilt und nicht das brennende Heu!

Antworten Gast: glaub_nix
21.09.2012 08:21
3 0

Re: Und wenn auch noch so laut geschrien wird: der Film war als brutale Provokation gedacht. Und er war als massive Beleidigung gedacht.

Religion ist Nonsens und über solch Nonsens Kabarett zu machen ist des Kabarettisten sein Beruf.

Antworten Gast: phj
20.09.2012 19:47
14 0

Re: Und wenn auch noch so laut geschrien wird: der Film war als brutale Provokation gedacht. Und er war als massive Beleidigung gedacht.

Aus "Die Welt"

Ohrenbetäubende Stille

Die "Washington Post" aber unternahm in einem Leitartikel ein interessantes Gedankenexperiment: "Wenn der Papst zur Zerstörung aller Moscheen in Europa aufrufen würde, wäre der Aufruhr katastrophal. Fachleute würden die Kirche angreifen, das Weiße Haus würde sich beeilen, eine Erklärung größter Beunruhigung herauszugeben und Randalierer im Nahen Osten würden einander in ihrem Ärger töten." Wenn aber einer der einflussreichsten muslimischen Gelehrten zur Zerstörung von Kirchen aufrufe, sei die Stille ohrenbetäubend.

Gast: Singsang R
20.09.2012 17:52
8 0

Weiter so!

Kompliment an den Chefredakteur!

Das Titelblatt soll die Gattin von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Bettina, in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und Schwert zeigen. Die dazugehörige Schlagzeile: "Der Westen in Aufruhr - Bettina Wulff dreht Mohammed-Film!"

Super cool!

Da wird Bett ina noch berühmter als Mohammed!

Gast: Humerus
20.09.2012 17:16
1 7

warum Mohammed?

Zeil von Satire und ggf auch Spott sollten doch die lebenden, derzeit handelnden und zum Haß aufrufenden Personen sein: Persiche "Religionswächter", "Haßperdiger" in Pakistan, oder, oder , oder.

Abgesehen davon ist Titanic immer auf Provokation aus, aber leider selten witzig.


22 0

Also wirklich!

Wenn ich denke, was für ausufernde und gewalttätige Proteste vergleichsweise Manfred Deix ausgelöst hat, gehört das wirklich untersagt!
Man stelle sich vor, man reist in ein Land am Persischen Golf und führt so ein Deix Buch als Urlaubslektüre mit. Ich glaube das Rückflugticket wird man dann nicht mehr brauchen!
Diese Schwachmaten sind einfach nur noch lächerlich wehleidig. Irgendwie erinnern mich diese Randalierer auch frapant an Fußballhooligans. Man geht ins Stadion, interessiert sich nur nebenbei fürs Spiel und wartet nur auf einen minimalen Anlaß um ungehemmt randalieren zu können!

Das Heft...

...ist schon gekauft.

Und an alle "Islam-Versteher" - selbst eure angebliche Toleranz wird von den Islamisten als Schwäche des "Westens" und Bestätigung für ihr Überlegenheitsgefühl betrachtet. Diese Leute haben kein Interesse an "Dialog".


Antworten Gast: Dialuegner
20.09.2012 17:29
3 0

Re: Das Heft...

Interessiert sind die nur am Dialueg, die Taqqia!

Gast: Auf jetzt. Widerstand!
20.09.2012 16:19
24 0

Na endlich.

Na endlich. Ich wollte schon mein Titanic-Abo kuendigen. Der Islam ist eine Steilvorlage fuer jeden Karikaturisten.

 
12 3 4