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Tödliche Proteste gegen Mohammed-Film in Pakistan

21.09.2012 | 17:58 |   (DiePresse.com)

In Pakistan brennen Kinos, Demonstranten liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Mindestens 16 Menschen sterben.

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In der islamischen Welt sind wie befürchtet nach den Freitagsgebeten neue gewaltsame Proteste gegen den in den USA produzierten Mohammed-Film aufgebrandet. In Pakistan kam es zu schweren Ausschreitungen. Mindestens 16 Menschen starben. Nach Angaben aus Krankenhäusern wurden außerdem mindestens 200 weitere Menschen verletzt.

Im nordwestpakistanischen Peshawar wurden demnach vier Menschen getötet - drei Demonstranten und der Fahrer eines Privatfernsehsenders. In der südlichen Metropole Karachi gab es neun Tote, darunter einen Polizisten.

--> Protest vor US-Botschaft in Wien geplant

Nach Polizeiangaben beteiligten sich in Karachi mehr als 20.000 Menschen an den Protesten. Die Behörden blockierten die Zufahrtsstraßen zum US-Konsulat in Peshawar sowie zu den Büros westlicher Hilfsorganisationen und anderen potenziell gefährdeten Gebäuden mit Schiffscontainern. Eine aufgebrachte Menge zündete vier Kinos an, wie Augenzeugen berichteten.

Landesweit gingen in Pakistan zehntausende Menschen gegen den Film "Unschuld der Muslime" und die Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" auf die Straßen.

Zusammenstöße auch in Indien

Im indischen Teil Kaschmirs protestierten ebenfalls zahlreiche Menschen gegen die USA. In der Regionalhauptstadt Srinagar kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, wie indische Medien berichteten. Um eine weitere Verbreitung des Mohammed-Schmähfilms zu verhindern, hatte die indische Regierung zuvor bereits Telefon- und Internetverbindungen in Kaschmir einschränken lassen.

In Malaysia protestierten mehrere tausend Menschen friedlich gegen das Video. Regierungschef Najib Razak bezeichnete den Film als "tief verletzend", rief seine Landsleute aber auf, Ruhe zu bewahren und dafür zu sorgen, dass die Proteste nicht in Gewalt ausarten. In Tunesien verbot die Regierung aus Furcht vor gewalttätigen Ausschreitungen alle für Freitag geplanten Demonstrationen und Versammlungen.

In vielen islamischen Ländern rund um den Globus kocht seit mehr als einer Woche die Wut auf den Westen hoch. Neben dem Mohammed-Video sorgten in den vergangenen Tagen auch Karikaturen des Propheten, die das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" in seiner aktuellen Ausgabe publizierte, für Wirbel. Im Iran versuchten hunderte Islamisten am Donnerstag Frankreichs Botschaft zu stürmen. Auch in Afghanistan gingen aufgebrachte Muslime auf die Straße.

Obama schaltet Werbespots in Pakistan

Die US-Regierung versucht unterdessen, die gewaltsamen Proteste in der muslimischen Welt einzudämmen und aufgebrachte Gläubige zu besänftigen. Rund 70.000 Dollar (54.000 Euro) habe das Weiße Haus für Werbeplätze in sieben pakistanischen TV-Sendern ausgegeben, sagte US-Aussenamtssprecherin Victoria Nuland in der Nacht auf Freitag in Washington. Man wolle sich in 30-sekündigen Spots von dem Anti-Islam-Video distanzieren.

In dem Beitrag, der mit Untertiteln in Urdu versehen ist, betont US-Präsident Barack Obama, die Vereinigten Staaten seien ein Land, das seit seiner Gründung alle Glaubensrichtungen akzeptiere. US-Außenministerin Hillary Clinton erklärt darin weiters, dass die Regierung der USA mit dem islamfeindlichen Video "absolut nichts" zu tun habe. "Wir lehnen den Inhalt und die Botschaft absolut ab." Der Spot endet mit dem US-Wappen, um den offiziellen Charakter des Spots zu unterstreichen.

(APA/Reuters/Red.)

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157 Kommentare
 
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Gast: E.T.
23.09.2012 20:42
4 0

Die Islamische Welt geht von der Voraussetzung

aus, dass alle Mohammed als Propheten ansehen und ihn daher absichtlich beleidigen.

Aus irgend einem, für mich unverständlichen Grund, können Muslime nicht verstehen, dass für den Rest der Welt Mohammed nichts als eine historische Figur ist, über die man sagen und denken darf, was immer man will.

Die Muslime gehen wirklich davon aus, alle sind dem Islam verpflichtet und verstehen nicht, warum nicht alle Muslime sind. Da nun aber sehr viele Muslime auch noch Analphabeten sind und daher nur die Kampfreden beim Gebet in der Moschee hören und viele Gebildete sich des Islam bedienen um Ihre Macht auszuweiten, versteht man, wie es in der islamischen Welt zugeht, wo viele keinen Zugang zu unseren Werten finden oder ganz falsch informiert sind.

Gast: HML
23.09.2012 19:12
1 0

Mehr Toleranz

Eigentlich solle er für mehr Toleranz unter den Muslimen sein. Seit Langem macht sich die Westliche Welt offensichtlich über das Christentum lustig. Es wäre höchste Zeit für mehr religiöse Toleranz in der muslimischen Welt.

Gast: beschwerer
23.09.2012 18:53
5 0

vernünftiger wär wohl ein weltweites

islamistenverbot

Antworten Gast: E.T.
23.09.2012 20:44
3 1

Re: vernünftiger wär wohl ein weltweites

Es würde schon reichen, würden die Europäer im eigenen Land in Augenhöhe mit den Muslimen stehen und nicht die eigenen Werte verleugnen und vor dem Islam am Boden kriechen.

3 1

Diese Affen werden bald den Bogen überspannt haben.

Dann könnte es richtig rund gehen.
Und dann "hilft" auch kein armseliges Würstchen in der Pressezensur mehr.

Gast: Petra Kaufmann
23.09.2012 17:45
0 0

TRAURIG, PEINLICH UND UNDANKBAR!!!!!!!

Ohoho... wenn ich das richtig beurteile, dann hat die USA einem jungen Künstler aus dem Islam eine Möglichkeit gewährt einen Film in ihrem Land zu produzieren, wenn jetzt also 700 Demonstranten vor der Botschaft stehen und sich beschweren, weil sie eventuell bloss neidisch sind, wird das dann blasphemisch bewertet, nur weil die Menschen erstens undankbar sind, zweitens neidisch und drittens absolut keinen Humor haben können.

Ich habe diesen verheerenden Film zwar nicht gesehen, aber ich möchte den Demonstranten gerne folgendes mitteilen, in einer Gesellschaft in der Menschen Hufeisen auf Tierfüsse schlagen, obwohl der Grundgedanke von Hufeisen meines Erachtens ist, dass man mit Glück um sich schmeißen soll und kann um es dann auf die Wand zu hängen oder zu Silvester zu verschenken bzw dieses einzuschmelzen, dann Nadelbäume als Christbäume verwendet werden sind eh schon alle mit sich selbst genug gestraft da braucht man keine zusätzlichen Unruhen, die eventuell dazu führen, dass keiner mehr keinen unterstützt. Es ist ja so, dass jeder seine Meinung hat und jeder seine eigene Meinung vertreten möchte, dies aber oft mit zu viel Druck nach hinten los geht. Wenn man einfach versuchen würde die Meinung des Anderen zu akzeptieren und einfach eine Andere Meinung hat dann wird nicht so schnell ein Problem entstehen...

3 0

Als nächstes kommt ein weltweites Schweinefleischverbot.


Gast: Pensador
23.09.2012 14:12
27 0

Fragwürdiger Vergleich oder nicht?

Fragwürdig ist der Vergleich mit dem Holocaust tatsächlich, weil es sich dabei um die Gleichstellung eines Massenmordes mit polemischer Blasphemie handelt.
Sieht man es allerdings unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit, dann gibt es sehr wohl Parallelen. Die Strafbarkeit der Leugnung des Holocaust ist, man mag es wenden oder drehen, eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Und eine solche Einschränkung dieses Grundrechtes jedes Rechtsstaates verlangt jetzt der pakistanische Premier auch für
Meinungsäusserungen zum Islam.
Man sieht wohin es führt, wenn man einmal den abstrusen Begriff der "eingeschränkten Meinungsfreiheit" (die es nicht geben kann), wie in Sachen Holocaustleugnung in die Welt gesetzt hat.

Seit wann macht Beten aggressiv?


Es wäre am besten, wenn sich die Dauerbeleidigten

weltweit selbst verbieten würden.

Verlangt er das?

Damit verlangt er aber auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit und ich glaube das die im Westen doch ein Grundrecht ist. Außerdem: definiere Blasphemie....

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Presse-User verlangt Freibier für die Welt!


12 0

Pakistans Premier verlangt weltweites Blasphemieverbot

ich verlange das Weltweit keine Christen
in islamischen Ländern umgebracht werden
wegen ihres Glauben!
aber ich nehme mal an,
da san ma derrisch!!!

3 0

Salman Rushdie, die zweite

Ein Minister in Pakistan hat gerade eben zum Mord an dem Filmemacher aufgerufen:

http://tribune.com.pk/story/440855/federal-minister-announces-100000-bounty-on-anti-islam-filmmakers-head/

Gast: Der Buchhändler
22.09.2012 16:59
1 0

hat nur die überschrift gelesen

und lacht sich zu tode

“Gesetze zu erlassen, die Beleidigungen des Propheten unter Strafe stellen”

In vorliegendem Fall handelt es sich wahrscheinlich um ein indirektes Zitat des Herrn Ashraf, aber es erstaunt mich doch, mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Medien durchgehend vom “Propheten Mohammed” sprechen. Mohammed ist aus christlicher Sicht natürlich kein Prophet. Warum unsere Journalisten sich wohl die muslimische Redeweise anzueignen für passend halten? Vorauseilender politisch korrekter Gehorsam, möchte ich sagen. Ich finde, wir sollten es unterlassen. (Und ware dann die “Entführung aus dem Serail” von Herrn Ashrafs Gesetzesvorschlag auch betroffen? “Drum beim Barte des Propheten, ich studiere Tag und Nacht…!”)

0 1

Re: “Gesetze zu erlassen, die Beleidigungen des Propheten unter Strafe stellen”

Tut mir ja leid, aber Mohammed ist aus JEGLICHER Weltsicht und unabhängig von der Religion ein Prophet.
Sage ich als Mitglied der katholischen Kirche.

Für das Prophetentum ist es nämlich vollkommen ausreichend, dass man die Botschaften einer Religion verbreitet (trifft im Falle Mohammed zu) und sich SELBST durch Gott dazu berufen fühlt (trifft für Mohammed auch zu).

Ob man diese Botschaften dann auch für sich bzw. seine Religion gültig erachtet ist dabei vollkommen nebensächlich.


Antworten Antworten Gast: Pensador
23.09.2012 14:24
1 0

Re: Re: “Gesetze zu erlassen, die Beleidigungen des Propheten unter Strafe stellen”

"Aus jeglicher Weltsicht" ist Mohammed sicher kein "Prophet", z. B. aus christlicher nicht. Denn das Neue Testament berichtet, dass Jesus warnte: "hütet euch vor den falschen Propheten". Also kennt das Christentum auch falsche Propheten. Und die unterscheiden sich aus dieser Sicht doch von den "Propheten", oder? Und ob das Judentum Mohammed als richtigen oder falschen Propheten einstuft , weiss ich nicht. Dass das Judentum den Begrifft kennt, ist wohl klar, schon im alten Testament kommen Propheten häufig vor. Zweifellos ist der Islam in dieser Hinsicht tolerant. Denn er anerkennt Jesus als Propheten, allerdings im Rang hinter Mohammed stehend.

Gast: biersauer
22.09.2012 15:51
5 0

Sie wünschen sich den Mätyrertod!

Denn sie glauben an das Paradies, was bisher noch von niemandem gesehen war.
S>>o halten sie ihre Übervölkerung in Grenzen.

Gast: Herrlasseshirnregnen
22.09.2012 15:35
15 1

Na da war die Zensur wieder fleissig!

Die hälfte aller Kommentare sind über nacht verschwunden...

Meinungsfreiheit ade, linker Meinungsterror ole!

Antworten Gast: ido
22.09.2012 17:24
0 9

Re: Na da war die Zensur wieder fleissig!

Meinungsfreiheit gilt hier im Presseforum nur, solange man sich an (allereinfachste) Vorschriften zum Miteinander hält. Das jeder 2. Poster das nicht checkt/schafft, ist nicht neu. Dafür möchte ich den admins hier keinen Vorwurf machen...

Antworten Antworten Gast: KHuber
22.09.2012 18:24
7 0

Re: Re: Na da war die Zensur wieder fleissig!

Es bleibt jedoch der Verdacht, dass der "Verstoß" gegen Vorschriften nicht immer der Grund für die Löschung ist.

Wenn nur ein einziger Post, aus Angst vor wem auch immer gelöscht wird ist das schon zu viel!

Antworten Antworten Antworten Gast: Herrlasseshirnregnen
22.09.2012 18:45
10 1

Re: Re: Re: Na da war die Zensur wieder fleissig!

Danke, so ist es!

@ ido
Meine und viele andere Posts die sehr wohl den "Vorschriften" entsprachen, sind einfach gelöscht worden.

Es kotzt mich mittlerweile dermaßen an das jedesmal wenn es um den I3lam geht, ich mir vorschreiben lassen muß was Ich sagen darf und was nicht, ja wo leben wir den?!

Re: Na da war die Zensur wieder fleissig!

Keine Angst!

Spätestens wenn die Leute ihre Meinung auf der Straße und am Feld äussern, werden die Zensoren auch zur Besinnung kommen.

Kopf in den Sand hat schon vor 70 Jahren nicht funktioniert.

Wie wäre es mit einem

Religionsverbot.
Dann gäbe es auch keine Blasphemie mehr.

Antworten Gast: MIR
23.09.2012 15:38
15 2

Religionsverbot

Sie könnten damit gleich im winzig kleinen "Heiligen Land" anfangen, um herauszufinden, ob sich ein solches Verbot politisch durchsetzen läßt.

 
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