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Wagenknecht: "Kapitalismus garantiert kein gutes Leben"

21.09.2012 | 18:29 |  von Karl Gaulhofer (berlin) (Die Presse)

Sahra Wagenknecht, die Galionsfigur der deutschen Linkspartei, im Interview über Goethe, Marx, das deutsche Elend und warum Kinder von Reichen nichts erben sollen.

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Die Presse: In Ihrem privaten Arbeitszimmer hängt ein Bild von Goethe. Warum?

Sahra Wagenknecht: Natürlich hängt da auch ein Marx-Bild. Aber Goethe ist für mich ein wichtiger Bezugspunkt. Im zweiten Teil des „Faust“ findet man eine verblüffend weitsichtige Kapitalismuskritik. Faust als Unternehmer schafft zwar Wohlstand, doch das ist gleichzeitig mit Verbrechen verbunden.

 

Würde Goethe heute die „Linke“ wählen?

Vorstellungen, die über den Kapitalismus hinausgehen, haben ihn fasziniert. Man sollte niemanden vereinnahmen, der sich nicht mehr wehren kann. Aber Goethe wäre bestimmt nicht Mitglied der FDP oder CDU – und auch nicht der heutigen SPD.

 

Man hat den Eindruck: Sie verkünden lieber in Talkshows die reine Lehre, als in die Niederungen der Parteipolitik hinabzusteigen.

Ich möchte, dass unsere Vision einer neuen Wirtschaftsordnung die Menschen erreicht. Das gehört für mich mit zur Parteiarbeit. Und ich gebe zu: Ich bin nicht gut im Netzwerken und verbringe nicht viel Zeit damit.

 

Sie schwärmen in Ihrem Buch „Freiheit statt Kapitalismus“ von der Sozialen Marktwirtschaft. Ein Gesinnungswandel?

Anlass des Buches war, dass ich früher oft gehört habe: Ihre Kritik ist ja richtig, aber wollen Sie denn die alte DDR wieder? Nein, die Alternative liegt nicht im real existierenden Sozialismus der Vergangenheit, aber auch nicht im heutigen Kapitalismus. In einem wichtigen Punkt bleibe ich bei Marx: Die Eigentumsfrage ist zentral. Ganz wenige leben heute von der Arbeit der vielen. Und große Vermögen bedeuten große politische Macht. Das möchte ich verändern.

 

Sie singen auch das Lob der Mittelständler. Was würde wohl Marx dazu sagen?

Marx hat immer den kleinen Unternehmer vom Großkapitalisten und Finanzanleger unterschieden.

 

Am Ende heißt es wieder: Enteignung und Kollektivierung. Mit einer Erbschaftssteuer von 100 Prozent nehmen Sie einen der wichtigsten Leistungsanreize für Unternehmertum.

Es geht nur um Erbschaften von über einer Million. Die meisten Leute leisten sehr viel und kommen nie auf solche Vermögen. Wenn ein Unternehmen eine Milliarde wert ist, hat das nicht der Gründer erarbeitet, sondern er gemeinsam mit den Beschäftigten. Sie haben weit mehr Anrecht als die Erben – und der Leistungsanreiz ist auch deutlich höher, wenn sie Eigentümer sein können.

 

Sie zeichnen ein düsteres Bild der sozialen Situation in Deutschland, als Ergebnis einer Verschwörung der Reichen. 30 Prozent seien „zu bitterer Armut verdammt“ und „aus allen sozialen Netzen gefallen“, Infrastruktur und Bildung „verrotten“. Man fragt sich zuweilen: Wovon redet Frau Wagenknecht? Vom London des Oliver Twist?

Schauen Sie sich viele heruntergekommene Wohngebiete im Ruhrgebiet an. Kinder gehen ohne Frühstück in eine Schule, in der der Putz von den Wänden fällt. Armut ist längst wieder erblich geworden.

 

Wenn Sie die Deutschen fragen, würden die meisten wohl lieber heute leben als damals.

Ich glaube, dass viele Rentner eine auskömmliche Rente und viele Leiharbeiter lieber einen ordentlichen Job haben würden. Zuletzt haben die Menschen im Niedriglohnsektor 19 Prozent ihres Einkommens verloren. Das Wachstum ist nur noch den obersten zehn Prozent zugutegekommen.

 

Das stimmt nicht, aber wir werden uns hier über die Zahlen nicht einig werden.

Die Reallöhne in Deutschland sind seit 2000 im Schnitt um fünf Prozent gesunken, die Gewinn- und Vermögenseinkommen um 56 Prozent gestiegen. Viele wünschen sich eine Situation zurück, in der das reguläre Arbeitsverhältnis der Standard ist. Die Hälfte aller neuen Jobs ist befristet, junge Leute haben kaum noch eine Chance, ihr Leben zu planen. Viele Menschen haben keine Zeit mehr für Familie und Freunde, sie müssen nur noch arbeiten. Diese Situation ist unnötig, nur im Interesse derer, die ein Profiteinkommen beziehen.

Sie behaupten: Mit dem Wachstum der Konzerne stirbt der Wettbewerb. Die Erfahrung lehrt: Auch unter großen Unternehmen herrscht scharfe Konkurrenz. Selbst ein globaler Platzhirsch wie Nokia kann rasch in Bedrängnis geraten.

Es gibt einige Märkte, Inseln der Innovation, auf denen noch intensiver Wettbewerb herrscht: Premium-Autos gehören dazu. Aber in vielen Bereichen sind die Reviere abgesteckt. Es wird viel zu viel Geld an die Anleger ausgeschüttet, das für Innovationen fehlt. Extrem bei US-Autokonzernen – die deshalb auch teilweise pleitegegangen sind.

 

... weil die Kunden ihre Produkte nicht mehr gekauft haben. Sie ignorieren die Macht und Freiheit der Konsumenten. Die unterscheiden auch nach moralischen Kriterien, wenn sie etwa von Kinderarbeit oder Massentierhaltung erfahren.

Diese Freiheit muss man sich leisten können! Wer unter 1000 Euro netto verdient, kleidet sich in Läden wie KiK ein, weil er sich eine teure Boutique, die vielleicht in Deutschland nähen lässt, gar nicht leisten kann. Sie gehen nicht zum Biomarkt, weil das für sie viel zu teuer ist.

Sie sagen, die Schulden sind wegen der Bankenrettung gestiegen. Tatsächlich ist (außer in Irland und Spanien) der größte Teil des Schuldenbergs durch immer neue soziale Wohltaten entstanden.

Unsinn. Auch in Deutschland hat sich die Staatsschuld in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. In diesen Jahren wurde der Sozialstaat abgebaut. Es gibt zwei Ursachen: die Bankenrettung und das Steuerdumping.

 

Angenommen, Ihre Analyse stimmt: Warum wählen dann weltweit so wenige radikal links?

Die Frage ist immer: Welche Alternativen haben die Leute? Leider unterscheiden sich die großen Parteien kaum. Immer mehr Menschen gehen nicht mehr zur Wahl, weil sie das Gefühl haben, nichts mehr zu beeinflussen. In einigen Ländern gibt es im Übrigen deutliche Zugewinne für linke Parteien.

 

Warum nicht in Deutschland?

Viele Leute sagen: Die „Linke“ will etwas anderes, das finden wir auch gut, aber sie hat ja keine Mehrheitsbasis. Dass wir die Politik auch aus der Opposition verändern können, müssen wir den Wählern deutlich machen.

Zur Person Sahra Wagenknecht

Die Tochter einer Deutschen und eines Iraners kam 1969 in Jena zur Welt und wuchs in Ostberlin auf. Sie trat kurz vor dem Mauerfall 1989 der DDR-Einheitspartei SED bei, später war sie bei der Kommunistischen Plattform aktiv, seit 2010 ist sie stellvertretende Chefin der Partei Die Linke. [APN]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.09.2012)

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228 Kommentare
 
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Gast: Nastrowe
27.09.2012 08:52
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Kommunismus führte bisher immer ..

diejenigen die motiviert waren eine Leistung zu erbringen, im Namen des Volkes enteignet wurden bis sie zu jener Gruppe gehörten die sich auf den Staat verlassen und nichts mehr arbeiten wollten.

Letztendlich mündet es im einer flächendenkenden Armut wo nur die Parteibonzen wie die Made im Speck leben.

Damit dann das Volk nicht rebelliert wird es von Geheimpolizei und Militär in Schach gehalten, permanent überwacht damit jedes kleine Aufmucken im Keim erstickt wird.

So war es immer im Kommunismus.

Gast: Markus Trullus
24.09.2012 11:19
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so wie ich die Sach seh

Zentrum der Wirtschaft ist und bleibt der Markt; nur: einen "freien Markt" hatten wir nie. Immer haben Sozialingenieure, politische Ideologien, Kirchen und politische Steuerer dran herumgepfuscht. Und damit kams nie dazu, dass der "freie Markt" wirklich funktionierte und funktioniert. Nebenbei: die "Auswüchse" des heutigen Marktes sind Ergebnisse von Parameterbeeinflussungen... wer Interveniert, zerstört den freien Markt. Wobei ich nicht der "verborgenen Hand" das Wort reden möchte; eine "Bremse" des freien Marktes soll es geben, und die ist historisch auch immer wieder aufgetreten, aber ist heute unmodern: die Tugenden (Ethik) der Teilnehmer und das darauf bauende Vertrauen. Das ist pfutsch!

Gast: Gerhard_1234
24.09.2012 11:01
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Niemand kann das garantieren

Das ist ja geradezu der fatalste Irrtum der idealistischen Linken: Sie glauben tatsächlich, dass es ein System geben könne, das Wohlstand für jedermann, und das auch noch ohne hässliche Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen garantieren könne!

Jeder ist seines Glückes Schmied, wobei in einer Sache gebe ich ihr Recht: Es gibt soziale Ausgangspositionen, wo man schon Bärenkräfte benötigt, um sich aus diesem Schlamm zu ziehen. Nicht zuletzt dank unserer sozialstaatlichen Errungenschaften, die jeden Arbeitenden bis zum erbrechen knechten. Ich möchte noch einmal folgendes in Erinnerung rufen:

Angestellter, Brutto EUR 2.000 pro Monat entspricht reinen Personalkosten beim Dienstgeber von EUR 36.700 p.a. beim Dienstgeber (die der AN selbstverständlich erwirtschaften muss, sonst wir er gekündigt), gibt netto EUR 20.071. Davon rd 15 % USt weg, bleiben rd EUR 17.453, weniger Mineralölsteuer EUR 1.000 bleiben EUR 16.453. Sind 45 % der Kosten des Dienstgebers oder Abgabenquote von 55 %. Wer schafft's so schon nach oben?

Antworten Gast: nestbeschmutzer
24.09.2012 11:22
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Re: Niemand kann das garantieren

Ganz lieben Dank für ihren Umverteilungs- Beitrag zur Schaffung sozialistischer Gerechtigkeit! Werd sie für einen Orden vorschlagen, OK?

Gast: sdafsdfsdf
24.09.2012 06:26
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Ein Drittel auszupressen um die restlichen faulen zwei Drittel durchzufüttern garantiert ein gutes Leben?


Antworten Gast: Standard & Poor’s
24.09.2012 10:34
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Re: Ein Drittel auszupressen um die restlichen faulen zwei Drittel durchzufüttern garantiert ein gutes Leben?

Nur zwei Drittel auszupressen um einem dominanten Drittel sein luxuriöses Leben zu garantieren, ist wirtschaftlich einfach nicht mehr machbar.

Gast: schüler
23.09.2012 21:51
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ich halt von politik nichts

ich sage, man braucht gar keine politiker mehr in österreich. 90% der jugendlichen und erwachsenen wissen sowieso was ihnen abgeht und was sie vom leben wollen.
und um dieses für uns umzusetzen, brauchen wir in jedem bundesland nur ein anwaltsbüro, welches unsere interessen verantwortlich wahrt.

Gast: Dr. Eisendraht
23.09.2012 16:54
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optical illusion?

Ich stutzte, als ich das Bild sah. Ist das im Hintergrund nach Farben und Formen vielleicht ein auseinandergenommenes und dann falsch zusammengesetztes H...+?

Antworten Gast: Der Tagesspruch
23.09.2012 22:55
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Re: optical illusion?

"Sobald wir anerkennen würden, in welchem Ausmaß unsere Realitätsvorstellungen Produkt eines künstlich erschaffenen Symbolsystems sind, so wäre es, als würden wir über den Rand der Dinge in einen unendlichen Abgrund blicken."
Panagiotis Papadimitropoulos

Gast: toll_haus
23.09.2012 13:47
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macht korrumpiert - totale macht

korrumpiert total!

hier ein artikel, der die wichtigsten lügen entlarvend offenlegt - sahra, hat recht - in allen belangen werden ihre ansichten durch die tatsachen überholt !
http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/4871-macht-korrumpiert-totale-macht-korrumpiert-total.html

Gast: il toscano
23.09.2012 13:01
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Kapitalismus

Wusste gar nicht,dass S.Wagenknecht weniger vermögenden Kreisen angehört !
Wasser predigen und selber Wein trinken ?
Poveretta !

Gast: Imperialist
23.09.2012 10:13
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stimmt

"Wagenknecht: "Kapitalismus garantiert kein gutes Leben"

Stimmt. Dafür garantiert der (Inter)nationalsozialistmus zwar fehlendes "Wohlstand, doch das ist gleichzeitig mit Verbrechen verbunden."

nie wieder Kommunismus!

Millionen ermordete mahnen!

Gast: goetheviertelkenner
23.09.2012 02:23
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Steht da denn nicht an sehr prominenter Stelle...

Im Anfang war das Wort? Das ist doch wohl mehr Hegel als Marx...

Gast: NWM
22.09.2012 23:50
4 0

Dann soll mir doch die indoktrinierte Altkommunistine mal erklären, welches System besser wäre ...

... und wenn sie mir dann mit einem Wischiwaschiangebot kommt, das einen "kaptalistischen" Kommunismus enthält, nehme ich sie für genaus nicht voll, wie wenn sie mir mit dem altkkommunistischen G'lumpert daherkommt. Und was will sie denn sonst anbieten, die Dame, ohne sich selbst zu verraten und bloßzustellen?
Ich kann das Gewäsch dieser Leute nicht mehr hören! Lieber Gott verschone mich!

Gast: Kapitalismus ist super, das wird schon wieder, alles bestens
22.09.2012 22:23
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von den "Optimisten",

die bis zuletzt alle Probleme schönreden und nichts verändern wollen ("Das Boot ist ja nur halb voll" - bei einem lecken Boot), kann man sich nicht wirklich konstruktive Hilfestellungen für ein gerechteres und funktionierendes Wirtschaftssystem erwarten. Wir müssen offenbar warten, bis das Boot gesunken ist. Dann dürfen wir erst mit dem Nachdenken beginnen...

Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

Der Kommunismus dafür für alle Elend.

Antworten Gast: Hannelore Busch
22.09.2012 18:50
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Re: Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

Die Logik sollte einem, der sich "Logiker" nennt, sagen, dass es außer Kapitalismus und Kommunismus auch noch weitere Möglichkeiten gibt.

Ist das so schwer zu begreifen??

Antworten Antworten Gast: Apfel100
23.09.2012 04:01
0 0

Ja der dritte Weg

den Tito inYugoslawien erfolgreich beschritten hat:))

die da wären ????

?

Antworten Antworten Antworten Gast: Ex-DDRler
22.09.2012 23:51
1 0

Re: die da wären ????

Da werden Sie von der Buschen keine plausible Antwort mehr bekommen (können). Das sind lauter realitästfremde Phantasten. Schon immer gewesen.

Antworten Antworten Antworten Gast: entwickeln?
22.09.2012 21:19
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Re: die da wären ????

die könnte man Entwickeln

der Kapitalismus ist ja auch kein ewig existierendes Naturgesetz sonder ist irgendwann entwickelt worden und es sind auch Unterkonzepte des Kapitalismus entstanden zB der Neoliberalismus

Also wieso sollte es nicht möglich sein, eine evtl stabilere Wirtschaftsform zu entwickeln
Wo evtl nicht einzelne so mächtig werden können (das sie soviel Geld besitzen) um einzelne Staaten oder ganze WÄhrungsgruppierungen in gefahr zu bringen


Antworten Gast: Sie haben Recht
22.09.2012 18:46
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Re: Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

Sie haben vollkommen Recht, deshalb sollten wir uns auch daran machen ein neues System zu Entwickeln
Wann wenn nicht jetzt?
Der Kapitalismus hat bewiesen, dass er nicht ewig funktionieren kann, es kann einfach kein ewiges Wachstum geben, auf einem Planeten der begrenzt ist

Allerdings haben wir ja auch schon gesehen, dass der Kommunismus auch nicht funktioniert (auch wenns ja eher ein "staatskapitalismus" als ein Kommunismus war, würd aber trotzdem denk ich nicht funktionieren)

Bleibt nur mehr die Möglichkeit, sich hinzusetzen und daran zu arbeiten ein neues System zu erarbeiten, anstatt Bankenrettungspakete zu schnürren die im Endeffekt eh wirkungslos verpuffen


Antworten Antworten Gast: Apfel10
23.09.2012 04:03
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Re: Re: Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

bist Du das Yogi Bär von ATTAC? Sie hörten eine Werbedurchsage des weltberühmten Ökonomen Felber!

Antworten Antworten Antworten Gast: Sie haben Recht
23.09.2012 16:39
0 0

Re: Re: Re: Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

Nein, obwohls der Felber zumindest versucht, auch wenn ich mit seinen Vorschlägen nicht grad einverstanden bin (zumindest meistens nicht)

Ich hab leider weder den bekannten Namen noch die finanziellen Mitteln einen Vorschlag an die Öffentlichkeit zu tragen, geschweige den das ein Vorschlag ausgereift genug wäre um pupliziert werden zu können

Allerdings denke ich, wenn die machthabenden Eliten und klugen Ökonomen und Denker unserer Zeit sich daran machen würden ein neues System zu entwickeln, wär das so negativ für Sie?

Im mom sind zumindest die machthabenden Eliten nur damit beschäftigt die FI zu beruhigen und Banken zu retten, anstatt zu überlegen, was alles Falsch gelaufen ist und wie man grundlegende Probleme lösen könnte

Symptombekämpfung statt Krankheitsbehandlung

Antworten Antworten Gast: Unverstanden
22.09.2012 21:27
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Re: Re: Kapitalismus garantiert kein gutes Leben

Das mit dem ewigen Wachstum ist nur ein politisch-dogmatisches Mißverständis, keine marktwirtschaftliche Notwendigkeit.

Das Mißverständnis kommt dem der Ostdeutschen sehr nahe mit Kohls blühenden Landschaften, die das als ein Versprechen verstanden haben statt als eine Gelegenheit, in die Hände zu spucken.

Die Marktwirtschaft (und der Handel mit Unternehmen und Unternehmensteilen, genannt Kapitalismus) entwickelt sich ständig weiter und hinterläßt die Verlierer, ähnlich wie die Evolution. Die Evolution ist auch nicht auf ständiges Gewichts- oder Volumenswachstum angewiesen.


 
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Im Fadenkreuz der Terroristen