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Assange: Ecuador startet neue Vermittlungsversuche

22.09.2012 | 09:25 |   (DiePresse.com)

Außenminister Patino will seinen britischen Amtskollegen Hague treffen. Eine Befragung Assanges in der Stockholmer Botschaft Ecuadors wäre denkbar.

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Die Regierung Ecuadors sucht nach Lösungsmöglichkeiten für den diplomatischen Streit mit Großbritannien über den Umgang mit Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange. Außenminister Ricardo Patino kündigte am Freitag an, er werde in dieser Sache am kommenden Donnerstag mit seinem britischen Kollegen William Hague zusammenkommen. Assange hält sich seit dem 19. Juni in der ecuadorianischen Botschaft in London auf und genießt seit dem 24. August Asyl.

Patino kündigte an, Assange könne unter ecuadorianischem Schutz nach Stockholm reisen, um sich dort den Befragungen zu angeblichen Sexualdelikten zu stellen. Möglicherweise könnten die Nachstellungen der schwedischen Justiz auch bei einem Treffen in der ecuadorianischen Botschaft in Stockholm erfolgen, sagte der ecuadorianische Außenminister.

Keine Reaktion aus London

Von den britischen Behörden lag zunächst keine Reaktion auf die Gedankenspiele in der ecuadorianischen Hauptstadt vor. Assange hält sich seit dem 19. Juni in der Botschaft Quitos in London auf. Die britische Regierung hat erklärt, Assange werde verhaftet, sobald er seinen Fuß vor die ecuadorianische Botschaft setzt.

Der Gründer der Enthüllungsplattform befürchtet, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Dort würde ihm wegen der Veröffentlichung Tausender geheimer Dokumente eine Anklage wegen Geheimnisverrats drohen.

Ecuador gewährte dem Australier Asyl, er kann aber die britische Hauptstadt bisher nicht verlassen. Die britischen Behörden wollen Assange an Schweden ausliefern. Assange fürchtet aber im Endeffekt eine weitere Auslieferung an die USA, wo er wegen Spionage und Geheimnisverrats wegen der Arbeit der Enthüllungsplattform Wikileaks angeklagt werden könnte.

(APA/AFP/sda)

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3 Kommentare
Gast: zeugenbefragungInDerBotschaft
22.09.2012 10:37
0 0

Das ist eine gute und faire Idee

die Zeugenbefragung in der Botschaft zu machen.

politische Gegner werden auch in Demokratien noch ausgeschalten. Die Enthüllungen von Wikileaks zeigten, dass Wahrheit gut tut, für den Kampf um eine korruptionsfreie und reine Demokratie, die auch vom Volk ausgeht.

Gast: companero austriaco
22.09.2012 09:47
0 0

Empfindet jemand Sympathie fuer diesen Herrn Assange?

Ich nicht. Ob er ausgeliefert wird oder nicht, ist mir eher wurscht. Er hat jedenfalls der westlichen Welt geschadet, und zwar nicht wenig. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was der Westen (oder die USA) macht, aber, right or wrong - meine Welt! Die Terroristen aller Art sind auch nicht zimperlich, also was solls. Ob Ecuador sich diesen Eiertanz lang wird leisten können, möchte ich bezweifeln. Sollen die USA ihn haben!

Antworten Gast: comp ausri
22.09.2012 10:31
0 0

Re: Empfindet jemand Sympathie fuer diesen Herrn Assange?

du bist ganz schön durch Politiker brainwashed

Im Fadenkreuz der Terroristen