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Weißrussland: Europas letzter Diktator lässt wählen

23.09.2012 | 09:15 |   (DiePresse.com)

Sieben Millionen Weißrussen sind heute aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die Wahl wird begleitet von Fälschungsvorwürfen und Boykottaufrufen.

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In der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Weißrussland hat am Sonntag die Parlamentswahl begonnen. Etwa sieben Millionen Menschen sind aufgerufen, die 110 Mandate im Abgeordnetenhaus in Minsk neu zu vergeben. Ein Teil der zerstrittenen Opposition hat zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Sie klagt über Einschüchterungen und Repressionen. Gegner des weitgehend isolierten Staatschefs Alexander Lukaschenko fürchten zudem Fälschungen wie bei vorangegangenen Wahlen unter dem seit 18 Jahren mit harter Hand regierenden Präsidenten. Lukaschenko, der international als Europas letzter Diktator gilt, weist die Vorwürfe zurück.

Lukaschenko hatte zuletzt zahlreichen westlichen Wahlbeobachtern und Journalisten die Einreise verweigert. Politische Kommentatoren erwarten, dass wie bei den umstrittenen Wahlen 2004 und 2008 auch diesmal alle 110 Sitze im Parlament in Minsk regimetreuen Kandidaten zugesprochen werden. Seit 1994 führt Präsident Lukaschenko das verarmte Land, das als letzter Staat in Europa die Todesstrafe vollstreckt, mit harter Hand.

Während seiner Amtszeit wurde keine Abstimmung von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als frei und fair anerkannt. Auch diesmal beklagen Regierungskritiker Manipulationen.

So seien bekannte Lukaschenko-Gegner wie Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch nicht als Kandidaten zugelassen worden, zudem seien bei vorgezogenen Stimmabgaben massive Fälschungen möglich. Ein Teil der zersplitterten Opposition ruft die Bevölkerung zum Boykott der Abstimmung auf.

Anders als nach der Präsidentenwahl 2010 seien an diesem Sonntag aber keine Straßenproteste geplant, hieß es. Damals war eine Kundgebung in Minsk brutal niedergeschlagen worden. Die OSZE will sich am Montag auf einer Pressekonferenz in Misnk zum Wahlausgang äußern.

 

(APA/dpa)

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14 Kommentare
Gast: Bärenfalle...
24.09.2012 06:45
1 0

Dauereregierter, demokratischer Mahnzeigefinger.

Also bei "Wahl ohne Wahl" und "Marionettenparlament" denke ich persönlich jetzt nicht automatisch an Weißrussland.

Gast: Schleichende Islamisierung
24.09.2012 01:41
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Diktatoren sind nicht meine Freunde,

aber wenn die Europäische Politikerbagage so weitermacht und uns weiterhin der Islamischen Welt zum Fraß vorwirft,wird mir bald ein Diktator Lukaschenko um ein vielfaches lieber sein!

Hätte nie gedacht dass ich jemals auf die Idee käme solche Zeilen zu posten.


Gast: Galizienbeobachter
24.09.2012 01:09
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Lieber Lukaschenko als EU

Freier als in EUropa lebt man in Weissrussland allemal. 12% Einkommenssteuer fuer alle ist ja nicht schlecht! Das gefaellt den Austro-Versklavern und EU-Kerkermeistern natuerlich nicht! Lieber EX-Sovietrepublik als Neo-Sovietrepublik!!

Re: Lieber Lukaschenko als EU

Ist dir ein "Diktator" ernsthaft lieber als die demokratische EU? Da fehlen mir die Worte....
Und, mal aus der Hüfte geschossen: 12% Steuer muss nicht heißen, das es dort automatisch besser ist...

Gast: Anonomym
23.09.2012 20:27
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???

Was hat der ESM mit Weißrussland zu tun?
Sie erinnern mich an Strache, der erzählt einem auf von ESM wenn man ihn über Kärnten befragt.

Die "Wahl" zwischen Alexander und Lukaschenko!

...der Irre mit der gespaltenen Persönlichkeit.

Antworten Gast: brillenauge
23.09.2012 22:23
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Re: Die "Wahl" zwischen Alexander und Lukaschenko!

..im ösiland heissen diese gespaltenen strache scheuchs graf dörfler.. und die sie wählen irren irr

Re: Re: Die "Wahl" zwischen Alexander und Lukaschenko!

sie können doch froh sein, hier zu leben, in Weißrussland würden sie für diese Zeilen im Bau verschwinden!

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Der ESM-Wahnsinn soll vervierfacht werden.........


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Warum Europas letzter Diktator - die EU wird mehr und mehr

zu einer Diktatur über die Köpfe der Menschen hinweg.

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Re: Warum Europas letzter Diktator - die EU wird mehr und mehr

http://einschlechtertag.wordpress.com/

Gast: Demokierkratie
23.09.2012 10:49
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Schon in der Überschrift steckt übelste Propaganda drin!

Letzter Diktator von Europa? Ich werde nicht müde zu betonen, dass Russland zu Europa gehört. Oder ist etwa das EU-Europa gemeint? Divide et impera, wie immer!

Gast: ökono-mist
23.09.2012 10:41
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Bereits gespeichert - und dann verschwunden


Wohin sollte man denn Leserbriefe in diesem Fall schicken? Direkt nach Minsk? Sind hier Hacker unterwegs, denen das bißchen Demokratie in Österreich schon bedrohlich erscheint?

Vielleicht könnte man ja für die Löschung von Leserbriefen ein Vieraugenprinzip einführen, damit nichts unter den Tisch fallen kann - und Lukaschenko in Österreich keine Chance bekommt.


Antworten Gast: securi
23.09.2012 22:15
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Re: Bereits gespeichert - und dann verschwunden

logisch sind Hacker aktiv wo null einsicht herrscht. BZÖ FPÖ verfahren dito