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Syrische Rebellen: Regime hat Kontrolle verloren

23.09.2012 | 11:25 |   (DiePresse.com)

Die Aufständischen würden mittlerweile die meisten Regionen des Landes kontrollieren, sagt ein Rebellenführer. Nur die Überlegenheit in der Luft halte das Regime noch an der Macht.

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Die syrische Armee hat nach Angaben eines Kommandanten der Rebellen mittlerweile die Kontrolle über den Großteil des Staatsgebiets verloren. Einzig die Überlegenheit des Militärs in der Luft halte die Führung noch an der Macht, sagte der Rebellenoberst Ahmed Abdel Wahab am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in der Ortschaft Atma nahe der türkischen Grenze. Er ist nach eigenen Angaben Kommandant einer Brigade von rund 850 Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA). "Ob mit oder ohne ausländische Hilfe - der Fall des Regimes ist eine Frage von Monaten, nicht von Jahren", sagte er.

Würden die Rebellen über effiziente Panzerabwehr- und Flugabwehrgeschütze verfügen, würden sie "sehr schnell überlegen sein", sagte Wahab. Doch auch, wenn das Ausland die Aufständischen nicht mit solchen Waffen unterstütze, würden sie letztlich siegen: "Dann dauert es nur länger, das ist alles." Den Angaben des Kommandanten zufolge kontrollieren die Aufständischen mittlerweile die meisten Regionen des Landes, wo die Soldaten nur noch "Gefangene in ihren Kasernen" seien und diese nur selten verließen. Zudem könnten sich die Aufständischen außer im Großraum Damaskus "frei bewegen".

Wahab desertierte nach eigenen Angaben vor neun Monaten, blieb aber in Kontakt mit Offizieren, die noch immer bei der regulären Armee dienen. Die Moral bei den syrischen Streitkräften sei "sehr schlecht", sagte Wahab. Viele sunnitische Militärs trauten sich aus Angst um ihre Familien nicht, zu den Aufständischen überzulaufen. Die Angaben sind wegen der Einschränkungen für Reporter in Syrien nur schwer zu überprüfen.

210 Tote an einem Tag

 

Am Samstag sollen in Syrien mindestens 210 Menschen getötet worden sein, darunter 145 Zivilisten. Die meisten Toten gab es Menschenrechtsbeobachtern zufolge im Großraum Damaskus und in der nordsyrischen Millionenmetropole Aleppo. Auch am Sonntag wurden wieder Gefechte gemeldet. Nach Angaben von Aktivisten brachen erneut Kämpfe in Aleppo sowie in der Provinz Daraa aus.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana verkündete die Freilassung von 121 Regimekritikern aus Aleppo, die "keinen Mord begangen" hätten. Auch in den Protesthochburgen Homs und Hama seien in den vergangenen Tagen Dutzende Gefangene auf freien Fuß gesetzt worden. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

 

 

(APA/dpa)

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12 Kommentare
Gast: Hannes Kannes
26.09.2012 13:35
1 1

"Die syrische Armee hat nach Angaben eines Kommandanten der Rebellen mittlerweile die Kontrolle über den Großteil des Staatsgebiets verloren"

"sagte der Rebellenoberst Ahmed Abdel Wahab am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in der Ortschaft Atma nahe der türkischen Grenze"

Daß die "Rebellen" nur in der Nähe der Grenze agieren, zeigt, daß sie vom Ausland beherbergt werden und sich nach einer Attacke wieder ins nahegelegene Ausland zurückziehen, aber es deutet weniger darauf hin, daß sie "weite Teile des Landes kontrollieren".

Die Realität ist, daß die Rebellen seit Wochen aufgerieben werden und die syrische Armee bald nicht mehr nur fast das gesamte Staatsgebiet (wie derzeit), sondern das gesamte Staatsgebiet wieder kontrollieren werden.

Anscheinend geht den "Rebellen" der Nachschub an islamistischen Kämpfern aus und der soll durch solche "Der-Sieg-ist-nahe"-Phantastereien wieder angekurbelt werden.

Re: "Die syrische Armee hat nach Angaben eines Kommandanten der Rebellen mittlerweile die Kontrolle über den Großteil des Staatsgebiets verloren"

.... berichtet Hannes Kannes live vom Ort des Geschehens.

Gast: alah
24.09.2012 22:30
1 4

stopp assad

now its time for the secret service to make a quick end of assad bevore thearabic world will burn for a long time.

inschalah

Gast: Ein Ätzer
23.09.2012 17:25
10 0

Nur eine Frage der Zeit

Wenn die Aufständischen über kurz oder lang ohnehin siegen, brauchen wir uns ja nicht einzumischen, oder?

Und ein Sieg aus eigener Kraft ist doch ein doppelter Sieg, oder?

Na, eben!

Antworten Gast: Nachfrager
23.09.2012 18:13
9 2

Braucht Israel nicht

die über syrisches Territorium gehende Einflugschneise in den Iran, um dort etwas zu bombardieren?

Gast: Frontschwein (pic)
23.09.2012 15:16
11 1

würden sie "sehr schnell überlegen sein"

Der "Oberst" erklärt von der türkischen Grenze aus die Lage im ganzen Land.
Gerade so, als ob ein waldviertler Landwirt über den Wildschaden in ganz Österreich spricht. Es mache sich jedeR seinen Reim darauf.

Antworten Gast: Hans Gans
26.09.2012 13:41
0 0

Re: würden sie "sehr schnell überlegen sein"

Die Rebellen haben kürzlich angegeben, "weite Gebiete in Grenznähe" zu kontrollieren - ob auf syrischer, oder türkischer Seite (wo sie beherbergt werden) - das haben sie aber nicht angegeben.

wer's glaubt

wohl eher umgedreht, den Berufsterorristen (sogenannte Rebellen) geht die Puste aus

GUT SO

18 1

In Syrien wird die nächste Scha*iadiktatur entstehen und

der Westen grinst unterwürfigst dazu.

(John Swinton, 1829-1901, Chefredakteur der "New York Times", im Jahre 1880 bei seiner Verabschiedung)

"Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Beschäftigung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr täglich Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Fäden, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

Re: (John Swinton, 1829-1901, Chefredakteur der "New York Times", im Jahre 1880 bei seiner Verabschiedung)

Leider hat sich daran bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, internationale Nachrichtenagenturen werden - wie nie zuvor in der Geschichte des Medienzeitalters - von wenigen Mächtigen dirigiert.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die gesamte Geschichte des vorigen Jahrhunderts bereits maßgeblich von denselben Schalthebeln gesteuert und manipuliert wurde.
Die Herrschaft über Medien und Finanzen ermöglicht eine vollkommene Steuerung der Gesellschaften. Die Gewährung sogenannter "Demokratien" kommt in diesem Zusammenspiel der Kräfte einer leicht zu bietenden Kür gleich, die die Massen beruhigt. Mehr nicht.

Re: Re: (John Swinton, 1829-1901, Chefredakteur der "New York Times", im Jahre 1880 bei seiner Verabschiedung)

Unsere sogenannten unabhängigen Medien verdienen diese Bezeichnung nicht, die Redaktionen sind voll mit Speichelleckern, Saboteuren und gekauften Lügnern!

Eine Schande für diesen Berufsstand aber auch eine Katastrophe für Millionen von Menschen!