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Bosnien-Herzegowina: Minen noch immer große Bedrohung

24.09.2012 | 12:01 |   (DiePresse.com)

Seit 1996 sind in Bosnien durch Minen fast 600 Menschen ums Leben gekommen.

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Bosnien-Herzegowina ist 17 Jahre nach dem Kriegsende nach Angaben des staatlichen Minensäuberungszentrums weiterhin der weltweit am meisten mit Minen verseuchte Staat. Vermint sind 1313 Quadratkilometer. Seit 1996 sind in Bosnien durch verbliebene Minen fast 600 Menschen ums Leben gekommen, darunter 46 Personen, die mit der Minensäuberung beschäftigt waren . Mehr als tausend Personen erlitten schwere Verletzungen.

Entsprechend einer staatliche Strategie zur Minensäuberung soll diese bis 2019 abgeschlossen werden. Laut Svjetlana Luledzija, der Sprecherin des Minensäuberungszentrums, wird dies aus Geldknappheit mit Gewissheit nicht der Fall sein. Jährlich müssten für die Minensäuberung 40 Mio. Euro ausgegeben werden. Den Behörden gelingt es derzeit aber nur die Hälfte der notwendigen Summe parat zu stellen.

Derzeit werden Gebermittel für etwa 4000 bereits vorbereitete Säuberungsprojekte gesammelt. Nur etwa ein Drittel der Kapazitäten zur Minensäuberung ist derezit abgedeckt. Etliche von rund 2.000 heimischen Minensäuberungsexperten sehen sich unterdessen gezwungen, eine Job im Ausland, unter anderem im Nachbarland Kroatien oder in Afghanistan, zu finden, berichteten bosnische Medien am heutigen Montag.

 

(APA)

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