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Karibikstaat lockt Investoren mit Reisepässen

25.09.2012 | 08:58 |   (DiePresse.com)

"Staatsbürgerschaft durch Investition": Wer 400.000 Dollar für mindestens fünf Jahre in ein Hotel in St. Kitts und Nevis investiert, erhält einen Pass.

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Der Karibikstaat St. Kitts und Nevis stellt ausländischen Investoren Reisepässe mit visafreier Einreise in 139 Länder in Aussicht. Eine Projektentwicklungsfirma namens Range Developments aus Dubai wirbt dafür unter anderem in Pakistan, wo zahlreiche militante Extremisten sitzen. Grundlage für einen Antrag auf Staatsangehörigkeit ist die Bereitschaft, 400.000 US-Dollar (309.693 Euro) für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ein Hotel in St. Kitts und Nevis zu investieren. Das soll nach seiner Fertigstellung von der Luxuskette Park Hyatt betrieben werden.

In der Verordnung zum Programm "Staatsbürgerschaft durch Investition" der Regierung heißt es, der Hintergrund jedes Antragstellers werde geprüft. Gegebenenfalls werde dafür ein Gremium eingesetzt, das den Antragsteller persönlich vorladen könne. Dieser müsse ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. An dem Programm könne nicht teilnehmen, wer eine kriminelle Vergangenheit habe oder "ein potenzielles nationales Sicherheitsrisiko für St. Kitts & Nevis oder für ein anderes Land" darstelle.

Ältestes Programm dieser Art weltweit

Range Developments wirbt auf der eigenen Homepage bei Investoren damit, dass kein Interview mit der Regierung notwendig sei. Weiter heißt es: "Die Regierung von St. Kitts und Nevis erlaubt die doppelte Staatsbürgerschaft und wird weder Informationen über Personen veröffentlichen, die die Staatsbürgerschaft erlangen, noch das Land Ihrer derzeitigen Staatsbürgerschaft informieren." Pässe könnten für den Investor und den Ehepartner sowie für Kinder bis zum Alter von 25 Jahren und für über 65 Jahre alte Eltern ausgestellt werden.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa teilte der Marketing-Direktor von Range Developments, Vipin Sharma, per E-Mail mit, das "Staatsbürgerschaft durch Investition"-Programm von St. Kitts und Nevis sei bereits 1984 ins Leben gerufen worden. Es sei "das älteste und meist respektierte" Programm dieser Art weltweit. Wer die Bedingungen erfülle, werde "sicherlich" die Staatsbürgerschaft angeboten bekommen. Auf die Frage, ob das Programm nicht Kriminelle oder Terroristen anziehen könne, antwortete Sharma, die Regierung prüfe "sehr streng", bevor sie Anträge auf Staatsbürgerschaft bewillige.

"Visafreie Reisen in 139 Länder"

In einer in der pakistanischen Zeitung "Dawn" im September landesweit veröffentlichten Anzeige von Range Developments stand: "Erlangen Sie volle Staatsbürgerschaft für sich und Ihre Angehörigen von St. Kitts und Nevis innerhalb von 120 Tagen". Das ermögliche "visafreie Reisen in 139 Länder, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Kanada und die Schweiz". In einer Beispielrechnung auf der Homepage der Firma werden die Gesamtkosten für eine vierköpfige Familie inklusive der Investition und aller Gebühren auf 564.500 US-Dollar (rund 430.000 Euro) beziffert.

Sharma teilte mit, Range Developments habe außer in Pakistan auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien für das Projekt geworben. Künftig solle es weltweit angeboten werden.

(APA/dpa)

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18 Kommentare
Gast: Be-obachter
26.09.2012 20:35
0 0

Und -

was mach ich dann mit so einer Bananenstaatsbürgerschaft?

Mir eigentlich wurscht, ob ich für eine Reise ein Visa brauch oder nicht - will mich ja eh nirgendwo anders einnisten...

Das ist ja dasselbe wie der Grundstücksverkauf auf dem Mond.

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Uwe,

solcher man das richtig!

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
25.09.2012 16:53
0 0

Na, dann mal los!

Da lass ich doch glatt mal 400000 Dollar rüberwachsen...
Schade, meine Bank borgt mir nicht so viel...

Investieren

in eine Luxuskette
aha
toll

Gast: Frog
25.09.2012 15:54
1 0

Staatsbürgerschaft gegen Investition

Möglicherweise hilft es der Diskussion, wenn die Teilnehmer wissen, dass es ein ähnliches "Programm" auch in Österreich gibt. Man sehe § 10 Abs. 6 des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes.

Auch ist nicht bekannt, dass Österreich anderen Staaten von der Verleihung der eigenen Staatsbürgerschaft Mitteilung machen würde.

Gast: exotenland
25.09.2012 12:18
6 0

die ganze Welt tickt anders, als die Exoten im Euroland

Alle Länder auf der Welt wollen Kapital und Investitionen anziehen, nur in Euroland will man unbedingt Kapital (pfui, kack) vertreiben, trockenlegen und ausräuchern.

Re: die ganze Welt tickt anders, als die Exoten im Euroland

Ein Hotelprojekt also.
Hmm, gut wir haben in Österreich noch nicht viele Hotels, weshalb die vielen Arbeitslosen in der Branche erklärbar wären.
Nebenbei: Kapital ist in Europa mehr als genug vorhanden, nur a.) in zuwenigen und oft falschen Händen, b.) wird es in keinster Weise für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen eingesetzt, weil c.) (großes) Geld mit größerer Rendite "arbeitet" als reale Arbeit jemals abwerfen könnte. Und das bei im Vergleich halben Steuern.

Re: die ganze Welt tickt anders, als die Exoten im Euroland

Investoren die Jobs schaffen - sowas brauchen wir doch nicht. Wir haben die EZB, die das Geld einfach druckt. So einfach geht Wirtschaft! Brauchst Du Geld, dann druck es einfach. Warum sind wir da nicht schon früher drauf gekommen...

0 0

Und wir hatten schon Djibuti beantragt! Damn!


Gast: Mitmacher
25.09.2012 10:03
0 1

Wäre für manche "gute Sache"

Das wäre doch der ideale "Zufluchtsort " für Karl-Heinz Grasser - damit er endlich vor Gerichten und Medien seine Ruhe hat??????
Zahlt er mir die mehr als 300.000.- euro für den Pass fahre ich gerne mit ihm denn St.Kitts hat mir einst bestens gefallen!!!

Wie schaut's steuerrechtlich dort aus?


Nur neugierige Frage. Wer hat schon so viel Geld freihändig zu vergeben?

Visafreiheit aufheben! 100 Hotels?

Daß das Programm von St. Kitts und Nevis mit Reisefreiheit und Visafreiheit für den größten Teil der Welt samt Informationsabschottung über die Neubürger politische Extremisten und sonstige Großkriminelle geradezu anlocken SOLL, liegt auf der Hand! Die EU sollte sich endlich einmal einheitliche Außenpolitik machen und für die Bürger von St. Kitts und Nevis eine strengen Visapflicht einführe. Personen, die nicht seit einer Generation Bürger dieses Inselstaates sind, sollten überhaupt keine Einreisegenehmigung bekommen!

Übrigens: Wenn 100 Personen die Staatsbürerschaft bekommen, werden die Inseln dann mit hundert Hotels zugepflastert sein?

Antworten Gast: 5742
25.09.2012 15:24
1 0

Re: Visafreiheit aufheben! 100 Hotels?

Ja genau, weil man ja mit rund 40 Millionen 100 ordentliche Hotels bauen kann.

Gast: smilefile
25.09.2012 09:33
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Freier Personenverkehr,...

Wir hätten uns die ganze Europa Unionsgeschichte ersparen können,....

ab einer Investition um 450.000,- freier Personenverkehr in allen EU-Ländern,...

so einfach geht's,....

Bloss was machen wir dann mit "Brüssel",..??

Re: Freier Personenverkehr,...

Bloss was machen wir dann mit "Brüssel",..??

Oh, da sind der Phantasie keine Grenzen gsetzt...
Z.B. eine Megageisterbahn...

Stellen Sie sich Lady Ashton, Hermann van Rumpoy, Barroso als Kinderschreck durch Gebäuderuinen geisternd vor....

Man wird doch noch träumen dürfen......

Antworten Gast: flywithasmile
25.09.2012 12:22
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ist der personenverkehr an eine investitionssumme gebunden, so

ist es dann kein freier personenverkehr

Re: ist der personenverkehr an eine investitionssumme gebunden, so

Nennen sie es einfach "erhöhte Gebühren", sonst dürfte ein österreichischer Pass ja auch nichts kosten!

Wobei, mit etwas Glück fällt beim Investment in der Karibik auch noch ein satter, minderbesteuerter Gewinn an, vielleicht sollte man nachfragen ob diese Chance auch beim Passamt in Österreich besteht...

Antworten Antworten Gast: smilefile
25.09.2012 13:42
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Re: ist der personenverkehr an eine investitionssumme gebunden, so



...Hm...es steht Jeden frei,- für eine geringfügige Summe von € XY,...eine Staatsbürgerschaft zu beantragen,...!!!