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UNO: Barack Obamas Intermezzo als Weltpräsident

25.09.2012 | 18:18 |  von THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Die mühsame Kleinarbeit im Rahmen der UN-Generalversammlung überließ der US-Präsident seiner Außenministerin Hillary Clinton. Als Herold der Demokratie skizzierte er mit Blick auf den Wahlkampf die großen Linien.

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New york. Hillary Clinton hat in New York Schwerarbeit zu leisten. Weil US-Präsident Barack Obama im Rahmen der UN-Generalversammlung unter Rücksichtnahme auf den Wahlkampf nur das minimale Pflichtprogramm erfüllt hat, entfällt das Gros der Konsultationen mit Staats- und Regierungschefs auf seine Außenministerin. Im Halbstundentakt absolvierte sie Unterredungen mit den Präsidenten Afghanistans, Pakistans, Ägyptens oder Libyens – an sich Chefsache.
Doch der „Chef“ war zumindest bezüglich der wirklichen Brandherde um deutliche Worte bemüht. Den Iran etwa warnte er, im Streit um dessen (mutmaßlich militärisches) Atomprogramm weiter auf Zeit zu spielen. Man wolle zwar eine friedliche Lösung, aber die Zeit dafür sei „nicht unbegrenzt“, sagte Obama vor der Generalversammlung. Einen atomar bewaffneten Iran akzeptiere man nicht, denn dann könne etwa „die Vernichtung Israels drohen“.

„Intoleranz ist inakzeptabel“

Angesichts des Bürgerkriegs in Syrien verlangte er ein hartes Vorgehen gegen die Führung in Damaskus um Präsident Bashar al-Assad. Zugleich verurteilte er die Welle gewaltsamer anti-amerikanischer und antiwestlicher Proteste in Nahost, ausgelöst vor allem durch den Mohammed-Schmähfilm eines in den USA lebenden ägyptischen Kopten. Diese oft gewaltsamen Proteste (unter anderem wurden westliche Botschaften gestürmt) seien Angriffe auf die Ideale der UNO, wonach man Konflikte friedlich lösen müsse. Intoleranz sei inakzeptabel.

Obama verurteilte aber auch das Mohammed-Video und hieß es „Beleidigung nicht nur für Muslime, sondern auch für Amerikaner“. Das rechtfertige aber Gewalt nicht. Er betonte, die US-Regierung habe nichts mit dem Film zu tun. Sie verbiete ihn aber nicht, weil die US-Verfassung Meinungsfreiheit schütze. Amerikaner würden weltweit für dieses Recht kämpfen, damit Menschen ihre Ansichten äußern könnten: „Selbst solche, denen wir nicht zustimmen.“

Unterdessen spielte Hillary Clinton auch bei der „Clinton Global Initiative“, der politischen Parallelveranstaltung ihres Mannes Bill, eine prominente Rolle. Nach Wunsch und Willen vieler Demokraten würden die beiden in viereinhalb Jahren wieder im Weißen Haus sitzen – in umgekehrten Rollen. Im herbstlichen Diplomatenreigen in Manhattan hat sich die Clinton-Konferenz als zweite Bühne neben der UNO etabliert – mit Reden Obamas, Mitt Romneys und der internationalen Premiere des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi am Dienstag. Nur Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi fehlte bei Clintons Who's who der Weltpolitik, obwohl sie vor Ort ist.

Obama wiederum, ebenfalls (zur Überraschung vieler) Friedensnobelpreisträger und bei seinem ersten Auftritt vor der UN-Vollversammlung vor drei Jahren noch akklamiert wie eine Erlöserfigur, befand seine mögliche Wiederwahl in sechs Wochen wichtiger als den Weltfrieden. Selbst als er am Dienstag bei der UN-Debatte den Ton vorgab, diktierte der Wahlkampf in Hintergrund und Subtext die Akzente.

Sein republikanischer Rivale Mitt Romney hatte harsche Kritik an der vermeintlich zaudernden Iran-Politik und generell am Nahostkurs des Präsidenten geübt – und dabei dann doch übers Ziel geschossen.“

Der überschätzte Erlöser

Der mittlerweile deutlich ergraute Obama wiederum hatte allerdings von Anfang seiner Präsidentschaft an die Vermittlung im ewigen Nahostkonflikt zu seiner außenpolitischen Priorität erklärt – und damit Erwartungen in der arabischen Welt geweckt, die er bisher nicht einmal im Entferntesten einlösen hat können.

Auf einen Blick

US-Präsident Barack Obama versuchte vor dem Auftritt von Irans Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad bei der UN-Generalversammlung dem Iran Grenzen aufzuzeigen: „Wir werden tun, was getan werden muss, um den Iran von Atomwaffen abzuhalten.“ Die Zeit für Diplomatie laufe aus. Gegenüber Irans Verbündetem Syrien bekräftigte er: „Das Regime muss ein Ende haben.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)

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22 Kommentare

Ohne Luftüberlegenheit können Atomwaffen nur den eigenen Staat bedrohen, außer ...

jene, die einen so bewaffneten Staat zu überrennen trachten. Dies wäre lediglich eine Verzweiflungstat auf eigenem Boden.

Terror ist in diesem Zusammenhang die Naivität von Leuten, die Selbstmordanschläge nicht vom kollektiven Selbstmord einer ganzen Staatskultur unterscheiden können.

Aber vielleicht ist die iranische Atombombe vielen gerade deshalb so unangenehm, weil das ein Hindernis für die Invasion und dem nachfolgenden "Nation Building" auf iranischem Boden darstellte?

Wenn die "Freunde" Amerikas, wie das viele Kriegsspielzeuge einkaufende Saudi Arabien weniger despotischer wäre als der Iran, dann wäre ein solches Trachten schon ein wenig verständlicher. Aber so ... ?

6 0

obama

huderte millionen dollar hat er von den fuenf groessten amerikanischen banken fuer seinen wahlkampf bekommen! schwer auszurechnen welche interessen er vertritt

"intoleranz ist inakzeptabel" ...

.... der Obama kann sich ein Beispiel an seinen eigenen Worten nehmen.

Gast: werbistdu
25.09.2012 22:25
0 7

Wie soll Obama auch anders

wenn große Mächte, wie China und Russland intime Freundschaften mit Massenmördern und Kriegsverbrecher pflegen, anstatt gemeinsam mit den USA für Gerechtigkeit auf dieser Welt zu sorgen.

Antworten Gast: Dummmma
26.09.2012 16:49
2 0

Re: Wie soll Obama auch anders

Keine Ahnung was in den letzten Jahren so ablief, oder bist du 10 Jahre alt? Wer will für Frieden sorgen? Alle Politiker sind Lügner und das vor allem die in der westlichen Welt. Ein schlauer Mann sagte mal , Glaube nichts bis es offiziell abgestritten wird. Das heißt, die Iraner wollen die Bombe, aber gleichzeitig ist dies auch nicht der Grund wieso die Amis und Israelis den Iran platt machen wollen.

Re: Wie soll Obama auch anders

http://www.youtube.com/watch?v=EB6qSX8rVeY

sie meinen sicher die Gerechtigkeit der Banken und Waffenproduzenten?

Re: Wie soll Obama auch anders

Was meinen Sie mit Gerechtigkeit? Das Zurückversetzen der Rechte von Frauen in finstere Zeiten konfessioneller Borniertheit, wie in Irak und in Libyen? Tausende vertriebene bwz mit Berufsverbot belegte weibliche Ärzte im Irak?
Tausende Bürgerkriegsopfer jedes Jahr im Irak, mehr als Saddam Hussein sich hätte jemals zuschulden kommen lassen können?

http://www.juancole.com/2006/11/233-dead-in-civil-war-carnage-health.html
http://www.asharq-e.com/news.asp?section=2&id=6752
https://kewe.cc/weplanet/news/middle_east/iraq/fallujah_baghdad_devastated_cities.htm

Tausende vertriebene oder freiwillig "gegangen wordende" Serben im Kosovo? Tausende von den eigenen UCK-Landsleuten terrorisierte Kosovo-Albaner?

Tausende zivile Kollateralopfer des libyschen Bombardements und hunderte Gefolterte wegen - angeblich - hundert be- und erschossenen "friedlichen" Demonstranten?

Die Herrschaft von Clans, Zeloten und Sektierern anstelle jener von Autokraten in den Regionen des "Nation Buildings"?

Antworten Gast: Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht!
25.09.2012 23:00
2 1

Re: Wie soll Obama auch anders

Gerechtigkeit ist schlecht für die russische und chinesische Wirtschaft......klingt hart, ist aber so!
be.es: genau so traurig ist die Tatsache, dass sich viele Unternehmen an Kriegen bereichern, während die Politiker die Friedensmaske aufsetzen, obwohl sie dagegen sogar allergisch sind.....aber den Menschen genügt es offensichtlich!

Gast: Mr.
25.09.2012 22:07
4 0

Die UNO-Generalversammlung der wohl "heiligste" Ort

der Diplomatie wird vom US-Amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger zum Aussprechen einer Kriegsdrohung genutzt.

"Man wolle zwar eine friedliche Lösung, aber die Zeit dafür sei „nicht unbegrenzt“, sagte Obama vor der Generalversammlung."

Wenn er einfach sagen würde wann die Marshflugkörper starten werden (vielleicht am 7. November) dann wäre es zumindest für CNN-Reporter etwas sicherer in Teheran.

PS: Der Iran darf selbstverständlich an der Atomtechnologie ebenfalls forschen wie alle anderen Länder (etwa die USA) auch und wenn nicht dann sollte dies keinem Land der Welt erlaubt sein.

Gast: Obama = ein Lieblingskind des Zufalls!
25.09.2012 21:57
2 0

ich kann mir nicht helfen....

...ABER ich mag ihn nicht, mit ist er zu ICHWEISSNICHTWIEICHDASSAGENSOLL......und den Menschen, denn die Bevölkerung in ihm sieht, dass ist er auch nicht.....SIE SEHEN NÄMLICH EINEN ZAUBERER!
be.es: mal ehrlich, WELCHE Wahlversprechen hat er seit seiner Wahl umgesetzt(z.B. wollte er Guantanamo SOFORT schliessen usw...)
IST ER DER MENSCH DENN SIE SICH VORGESTELLT HABEN, ODER SPINNEN SICH DIE MENSCHEN IHREN WUNDERWUZZI IN IHREN "VERZWEIFLUNGEN" ZUSAMMEN!

Sehr amüsant,wenn es nicht so traurig wäre

finde ich ja die Tatsache, dass die USA sich das Recht herausnimmt, zu bestimmen wer denn nun Atomwaffen haben darf und wer nicht.
Ähm,hab ich was falsch verstanden oder welches Land hat bisher als einziges überhaupt so ein Ding geschmissen??

Gast: noch einer
25.09.2012 21:09
2 0

NWO

Die NWO Marionette
funktioniert ,
zum Glück für die Menschheit ,
nicht so wie geplant .

Aufgegeben habe die NWO Leute nicht -
sie versuchen bei jeder Gelegenheit
uns den "Weltpräsidenten" unterzujubeln

Ob diese Praktikantin von damals .....

... wie war noch mal ihr Name - Lutschinski oder so ähnlich - auch an dem Festessen bei den Clintons teilnehmen wird ...???? Na ja , wir werden es nie erfahren ... das bleibt geheim !!!

7 1

Der Friedensnobelpreisträger

sucht noch immer nach einem Kriegsgrund damit er den Iran in die Finger kriegt.

Antworten Gast: Hans Gans
25.09.2012 22:41
4 0

Re: Der Friedensnobelpreisträger

Naja, wenn man genau ist, muß man hinzufügen: Er ist nur ein Schauspieler, der Text von einem Teleprompter abliest und dabei den "großen friedensbringenden und sozial gerechten Visionär" MIMT.

Zu entscheiden hat die Marionette Obama nicht viel.

8 2

Unser neuer Messias. Einer der gleichzeitig Frieden predigt und mit Gewalt droht.

Kein Staat destabilisiert den Nahen Osten derart wie Israel
und denen hat man schließlich auch Atomwaffen zukommen lassen,
obwohl sie ständig Nachbarstaaten mit Krieg drohen.


"Zukunft darf nicht Diktator gehören"

Genau ! Nieder mit dem Erdogan !!!!!

da schau her...

der Drohnenbomber spricht...

Gast: puppii
25.09.2012 18:28
4 2

obama ist ein moslem

und Apple-Chef Steve Jobs ist ein türke ein alte OSMANE aus syrien der nach usa ausgewandart ist
thank you obama thank you Steve Jobs

Gast: noch einer
25.09.2012 18:27
10 1

Gleiches Recht für alle

Als die chinesische Botschaft in Belgrad
den USA nicht passte ,
hat die USA die chinesische Botschaft bombardiert .

Gast: hmmm
25.09.2012 18:00
6 1

äh

"eine Attacke auf die Ideale der Vereinten Nationen gewesen, wonach Menschen ihre Differenzen friedfertig lösen können, sagte Obama"

Und das von dem Präsidenten der USA (deren aggressive Außenpolitik jedem bekannt sein sollten), der selbst US-legalisierte Attentate auf verdächtige Personen (keine Vorladung, keine Anklage, keine Beweise) in allerlei Länder und teilweise sogar mit Amerikanischer Nationalität in Auftrag gegeben hat...

Heuchelratte Obama