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Video: Assange fordert "nette Taten" von Obama

27.09.2012 | 10:10 |   (DiePresse.com)

Der WikiLeaks-Gründer fordert den US-Präsidenten auf, die "Verfolgung unserer Leute zu beenden". Er sitzt seit 100 Tagen in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Ein Ministertreffen soll eine Lösung bringen.

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Der WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange meldete sich in einer Videobotschaft zu Wort. Am Rande der UNO-Vollversammlung hatte Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño am Mittwochabend kurzfristig eine Diplomatensitzung zu der Causa organisiert, bei der Assange live zugeschaltet wurde. Eine Viertelstunde lang las er eine Erklärung vor, in der er US-Präsident Barack Obama zum Handeln aufforderte. Das berichtete "Spiegel Online" am Donnerstag.

"Es ist Zeit, dass die USA ihre Verfolgung von WikiLeaks beendet, ihre Verfolgung unserer Leute beendet und ihre Verfolgung unserer Quellen beendet", sagte Assange. "Es ist Zeit für Obama, das Richtige zu tun und sich den Kräften des Wandels anzuschließen, nicht nur in netten Worten, sondern auch in netten Taten." Weder Schweden noch Großbritannien hätten "irgendwelche Garantien" gegeben, um seine Auslieferung an die USA zu verhindern.

Ministertreffen soll Lösung bringen

Am heutigen Donnerstag will sich Patiño mit seinem britischen Amtskollegen William Hague treffen, um eine Lösung der Krise zu finden. "Je länger dies dauert, desto mehr verschlechtert sich Assanges Leben ungerechtfertigt, verschlechtert sich sein Gesundheitszustand ungerechtfertigt", sagte er vorab. Es ist Assanges hundertster Tag in der ecuadorianischen Botschaft in London. Dorthin hat sich der Australier geflüchtet. In seiner einstigen Wahlheimat Schweden wird er wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung gesucht.

Assange vermutet die USA als Drahtzieher hinter den Vergewaltigungsvorwürfen. US-Politiker haben gefordert, ihn als Landesverräter anzuklagen, weil WikiLeaks zehntausende US-Geheimdepeschen veröffentlicht hatte. Die australische Zeitung "Sydney Morning Herald" meldete am Mittwoch sogar, das Weiße Haus habe Assange offiziell zum "Staatsfeind" erklärt - "dieselbe juristische Kategorie" wie al-Qaida.

"Haft unter Guantanamo-Bedingungen"

"In den USA ist er der öffentliche Feind Nummer eins", betonte auch Baher Azmy, juristischer Direktor der New Yorker Menschenrechtsgruppe Center for Constitutional Rights, in dem Bericht von "Spiegel Online". Bei einer Auslieferung "ist es unwahrscheinlich, dass er einen fairen Prozess bekommt." Vielmehr drohe Assange eine lebenslange Haftstrafe- unter "Guantanamo-mäßigen" Bedingungen, so Azmy.

(Red.)

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9 Kommentare

dann eben 2ter Versuch

wenn unsere Staatsdiener mit Anstand ihr Amt ausueben wuerden und die Medien Amtsmissbrauch genauer recherchieren wuerden, dann gaebe es auch den Fall Assange nicht.

Re: dann eben 2ter Versuch

Dem kann man nur zustimmen.

Nur würde ich sagen, wenn unsere Medien ihre Pflicht mit Anstand ausüben würden...

Die Politiker sind doch nur Spielbälle der Medien.

Re: Re: dann eben 2ter Versuch

Genau, wie die armen Korrupten - egal ob aus Ära Schüssel oder jetzt der Faymann - das ist wohl kaum die Schuld der Medien.

warum wurde mein kommentar

geloescht?

1 3

Zu Verrätern ist niemand nett.

Und das nicht ohne Grund.

öffentliche Feind Nummer 1

Bitte, Bitte gescheit übersetzen. Das heißt Staatsfeind.

Gast: Wasserlaeufer
27.09.2012 12:27
3 1

Von zwei schwed/amerik Super-Emanzen-Agenten

kalt gestellt. (gute Arbeit)

Hoffentlich haben sie viel Freude an ihren
30 Silberlingen.

Tja, "Schau dir deine "Freundin gut an"!

Re: Von zwei schwed/amerik Super-Emanzen-Agenten

zuerst informieren, dann posten. Die Damen wollten Ihn nicht anzeigen.

Gast: ABCLehrer
27.09.2012 11:01
1 2

Der

Selbstverliebte