25.05.2013 02:51 Merkliste 0

Schweiz: Parlament lehnt Burka-Verbot ab

28.09.2012 | 13:47 |   (DiePresse.com)

Ein generelles Verhüllungsverbot wurde mit 93 zu 87 Stimmen angelehnt. Die Gründe: Es gebe kaum ganz verhüllte Frauen in der Schweiz, außerdem wäre ein Verbot ein negatives Signal an muslimische Touristen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das Schweizer Parlament hat ein generelles Verhüllungsverbot, etwa für muslimische Frauen oder Demonstranten, abgelehnt, schreib "Kathpress" am Freitag. Nach dem Ständerat hat demnach auch der Nationalrat eine entsprechende Standesinitiative aus dem Kanton Aargau abgewiesen, berichtet die Schweizer katholische Nachrichtenagentur KIPA unter Berufung auf die Agentur sda. Der Entscheid fiel demnach mit 93 zu 87 Stimmen bei drei Enthaltungen knapp aus.

Die Aargauer Standesinitiative wollte schweizweit in der Öffentlichkeit das Tragen von Kleidungsstücken, die das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllen, verbieten. Bea Heim von der staatspolitischen Kommission, wo die Standesinitiative im Voraus beraten wurde, sagte, ein Verbot sei unverhältnismäßig. Es gebe kaum Frauen in der Schweiz, die sich aus religiösen Gründen ganz verhüllten.

Negatives Signal an Touristen

Ein Verbot wäre zudem ein negatives Signal an muslimische Touristen und würde in die Hoheit der Kantone eingreifen, gab die Juristin zu bedenken. Die Vermummungsverbote bei Demonstrationen müssten im Ermessensspielraum der Kantone bleiben, so Heim.

In Europa haben Frankreich und Belgien ein Burka-Verbot erlassen. In den Niederlanden hat sich die Regierung für ein Verbot ausgesprochen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
19 Kommentare

Burka-Verbot

Na, das ist mal wieder ein Thema für die Medienlandschaft. Wie wäre wohl das Echo ausgefallen, hätten sich vier, fünf Abgeordnete anders entschieden?

Vielleicht noch eine (notwendige) Erklärung zum Begriff "Standesinitiative": In der CH können - neben der Regierung und den Abgeordneten beider Kammern - auch Kantone einen Initiativvorschlag einbringen.

Gast: Ottifant10
29.09.2012 08:42
6 0

Damit hat den unterdrückten Frauen nicht geholfen!

Die Gier mancher Menschen hat oberste Priorität!

So langsam lohnt es sich noch nicht einmal , einen Kommentar zu dem Schwachsinn "des Westens" abzugeben ....


In der Schweiz gibt es also "kaum" verhüllte Frauen

aber unter den Touristen müssen die unvorstellbar zahlreich anzutreffen sein.

Re: In der Schweiz gibt es also "kaum" verhüllte Frauen

Sie werden staunen, dem ist allerdings durchaus so. Statistisches Datenmaterial mal ausgenommen, wenn Sie allerdings eine Touristengruppe aus Saudi-Arabien sehen sollten, werden Sie zumeist komplett verhüllte Frauen auffinden. Im schweizerischen Alltagsleben ist dies (noch) äusserst selten der Fall.

MfG

5 1

Mit Kriechen hat man noch immer gewonnen.


5 0

Dafür will die EU die fetten Burger verbieten - ist auch mutig.


Gast: Fast L
28.09.2012 16:25
11 1

Beim Geld hört sich die Heimatliebe auf

Aber immerhin haben sie abgestimmt.

In Wien ist eine starke Zunahme zu beobachten, aber den Sultan störts nicht.

Gast: kuffarengirl
28.09.2012 15:08
11 1

Angenommen es gibt einen Gott,



der auch die Menschen erschaffen hat,
dann hat er sich dabei etwas gedacht nehme ich an.

Er hat Männer mit Haaren erschaffen,
und er hat Frauen mit Haaren erschaffen.

Warum hat er nicht gleich Frauen mit Kopftuch,Burka oder Tschador eschaffen?

Wenn jetzt ein Mann mit Haaren einer Frau mit Haaren befiehlt ihre Haare zu bedecken dann ist dass Diktatur gegenüber der Frau,und gleichzeitig auch Gotteslästerung.

Er wiederspricht seinem Schöpfer,und sagt ihm.

Hallo mein lieber nicht mit mir.

Antworten Gast: kroww
28.09.2012 22:23
0 2

Re: Angenommen es gibt einen Gott,

Gott hat auch den Teufel erschaffen.

Re: Angenommen es gibt einen Gott,

wieso hat er nicht alle gleich groß, gleich stark , gleich schön , gleich unsw. erschaffen??

Antworten Antworten Gast: Bruder Aloisius
28.09.2012 20:14
1 4

Re: Re: Angenommen es gibt einen Gott,

Würden Sie ein Computerspiel entwickeln, wo alle Figuren gleich ausschauen und auf jedem Level die gleiche Stärke und die gleichen Fähigkeiten aufweisen? Wie soll jemand Freude an einem solchen Spiel haben, der außerdem eine Ewigkeit Zeit dafür hat?

Re: Re: Re: Angenommen es gibt einen Gott,

das mein ich, die einen dürfen kopftuch tragen und die anderen nicht.... wo liegt das problem

Antworten Gast: Anmerker
28.09.2012 18:44
1 0

Re: Angenommen es gibt einen Gott,

Er hat allerdings auch nicht gleich Männer mit Lederhosen und Frauen mit Dirndl erschaffen.

Antworten Antworten Gast: Bruder Kain
28.09.2012 19:06
2 0

Re: Re: Angenommen es gibt einen Gott,

und alle ohne Piercings und Tätowierungen, ohne Parteibuch und ohne religiöse oder ideologische Verblendung.

Antworten Antworten Gast: Anmerker
28.09.2012 19:00
1 2

Re: Re: Ergänzung zu meinem eigenen Posting, bevor es noch Missverständnisse gibt:

Ich halte die Burka (und übrigens auch den Gesichtsschleier) durchaus für problematisch, aber das Posting von "kuffarengirl" ist sowas von idiotisch, dass es schon kontraproduktiv ist.

Re: Re: Re: Ergänzung zu meinem eigenen Posting, bevor es noch Missverständnisse gibt:

In diesem Punkt hat sie Recht: Es IST die diktat. Herrschaft des Mannes über die Frau.

Burka Verbot

man sollte allgemeine Gepflogenheiten akzeptieren, auch wenn man normalerweise Burka tragen (muss) ....

Gast: Bruder Kain
28.09.2012 14:19
13 1

na ja, wenn die Schweizer

auf Touristen aus Afghanistan angewiesen sind...