22.05.2013 03:11 Merkliste 0

Somalia: Al-Shabaab verliert letzte große Bastion

28.09.2012 | 15:29 |   (DiePresse.com)

Truppen der Afrikanischen Friedenstruppe rückten in Kismayo ein und konnten drei Viertel der Stadt erobern. Die kenianische Luftwaffe beteiligt sich an der Offensive.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Streitkräfte Kenias haben die Offensive gegen die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz fortgesetzt: Mit der Hafenstadt Kismayo verloren die Islamisten die Kontrolle über ihre letzte große Bastion im Süden Somalias. Am Freitag hatte das kenianische Militär nach eigenen Angaben etwa drei Viertel der Stadt erobert. In einigen Bezirken wurde aber noch gekämpft. Auch der lokale Radiosender befand sich am Freitag noch in der Hand von Al-Shabaab. Über Opfer und Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

Somalische Einheiten und Truppen der Afrikanischen Friedenstruppe (Amisom) rückten am Freitag nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) in die Stadt ein, um die Kontrolle zu übernehmen. "Dies ist ein großer Sieg", sagte der Sprecher der kenianischen Streitkräfte, Major Emmanuel Chirchir, der Nachrichtenagentur dpa. Die islamistischen Milizionäre zögen sich oft ohne Gegenwehr zurück.

Etwa 1400 Somalier sind nach Angaben des Sprechers des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Andreas Needham, allein am Donnerstag aus Kismayo geflohen. Insgesamt hätten 13.000 Menschen die umkämpfte Stadt im September verlassen.

Die jüngsten Kämpfe um die Hafenstadt etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu hatten am Donnerstag begonnen. Die kenianische Luftwaffe und Kriegsschiffe vor der Küste beteiligten sich an der Offensive. "Amisom will die Menschen in Kismayo befreien, damit sie in Frieden, Stabilität und Sicherheit leben können", betonte Amisom-Kommandeur Andrew Gutti laut einer Mitteilung der Friedenstruppe. Er forderte die noch verbliebenen Milizionäre in der Stadt auf, die Waffen niederzulegen.

Mit dem Tod des Journalisten Ahmed Abdulahi Fanah (32) stieg die Zahl der bei Kämpfen getöteten Reporter nach Angaben des somalischen Journalistenverbands Nusoj auf 15 Tote. Fanah, der für die Nachrichtenagentur Jemens arbeitete, wurde am Freitagmorgen an einem Posten von regierungstreuen Milizionären in Mogadischu erschossen. Über die Hintergründe wurde zunächst nichts bekannt. Am Donnerstag war in Mogadischu die enthauptete Leiche des Journalisten Abdirahman Mohamed Ali gefunden worden. Er war zuvor von Unbekannten entführt worden.

Seit 2007 dominieren die Al-Shabab-Milizen große Teile Somalias. Die Islamisten kooperieren mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida. Sie wollen in Somalia einen islamischen Gottesstaat verwirklichen. Nach mehreren Entführungen und Terroranschlägen im Norden Kenias waren 2011 kenianische Truppen in den Süden Somalias einmarschiert.

(APA/dpa )

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

3 Kommentare

und jetzt christianisiert diese terroristen!!

nur in einem christlichen somalia kann langfristig frieden herrschen, solanger der islam und seine fehlgeleitete lehre, die einen brutalen kriegstreiber als propheten verehrt, kann in somalia kein frieden einkehren!

kenia hat jetzt als vorwiegend christliches land die einmalige chance, somalia mittels missionierung auf vorderman zu bringe, und aus diesem islamischen terroristenland ein friedlicheres, chrsitliches land zu machen!

Gast: Linguistik
28.09.2012 21:39
0 0

Truppen der Afrikanischen Friedenstruppe rückten in Kismayo ein und konnten drei Viertel der Stadt erobern.

Friedenstruppen erobern? Ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst?

Gast: einBeobachter
28.09.2012 16:13
0 0

Wenn man bedenkt ...

... daß hinter solchen Milizen vielleicht zwei, drei Leute stehen, die das Sagen haben und der Rest sind Mitläufer, die schnell ausgemustert werden von der Bevölkerung, sobald die "Köpfe" fehlen.
Da werden Leute von Geheimdiensten entführt, ermordet etc. Bei solchen blutrüstigen Vollidioten schafft man es nicht ? Was spricht dagegen ?
Alles Gute, gute Somalis !