Zwei Piloten eines vor der Küste Syriens abgeschossenen türkischen Militärjets sollen angeblich hingerichtet worden sein. Das behauptete der Nachrichtensender Al-Arabiya am Samstagabend unter Berufung auf geheime Dokumente des Kommandos der syrischen Luftabwehr. Demnach hatten die beiden Piloten den Absturz über dem Mittelmeer überlebt. Sie sollen dann auf Geheiß der russischen Führung von den Syrern getötet worden sein. Der türkische Generalstab hatte nach dem Abschuss der F4-Phantom Ende Juni durch die syrische Luftabwehr erklärt, die Leichen der beiden Männer seien auf dem Meeresgrund gefunden worden.
Beobachter äußerten Zweifel an der Version von Al-Arabiya, weil syrische Oppositionelle die Dokumente übergeben hatten. Außerdem wird der in Dubai beheimatete TV-Sender mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert. Saudi-Arabien gehört neben Katar zu den erbittertsten Gegnern des Regimes von Präsident Bashar al-Assad. Die türkische Regierung sympathisiert zwar mit der syrischen Revolution. An einer Militärintervention im Nachbarland, die von der Türkei aus geführt wird, hat sie jedoch bisher wenig Interesse gezeigt.
(APA/dpa)
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