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Pussy Riot: Gericht vertagt Berufungsprozess

01.10.2012 | 11:05 |   (DiePresse.com)

Das Moskauer Stadtgericht wird heute doch nicht über die Berufung der drei Künstlerinnen entscheiden. Grund seien Unklarheiten um den Rechtsbeistand einer der Frauen.

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Vor der Berufungsverhandlung gegen drei Mitglieder der russischen Polit-Punkband Pussy Riot hat die Moskauer Polizei am Montag rund um das Gericht ein Großaufgebot zusammengezogen. Selbst im Gerichtssaal patrouillierten bewaffnete Soldaten. Das Aufgebot stellte sich dann doch als überzogen heraus. Wie der "Spiegel" in seinem Liveticker vermeldete, wurde der Prozess nach rund einer Stunde auf 10. Oktober vertagt. Grund seien Unklarheiten um den Rechtsbeistand einer der Frauen, hieß es.

Die Richterin gab einem Antrag einer der inhaftierten Künstlerinnen statt, ihren Anwalt auszutauschen. Ihre Position stimme nicht mit der ihrer Verteidiger überein, sagte Jekaterina Samuzewitsch (30) am Montag im Gerichtssaal.

VIDEO: Pussy Riot: Berufungsverfahren vertagt

Das Berufungsverfahren der russischen Punk-Band ist auf den 10. Oktober vertagt worden. Der Grund: eine der Sängerinnen will einen neuen Anwalt.

Die Frauen waren nach einem Punkgebet gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Der Richterspruch wegen Rowdytums aus religiösem Hass hatte weltweit für Empörung gesorgt. Die Anwälte kritisieren das Urteil als politisch motiviert.

Kirche fordert Buße

Vor der Verhandlung hatte die russisch-orthodoxe Kirche die drei inhaftierten Kritikerinnen von Kremlchef Wladimir Putin zur Buße aufgefordert. Die Einsicht der Pussy-Riot-Aktivistinnen werde dann hoffentlich auch das Urteil des Gerichts beeinflussen, teilte Wladimir Legoida vom Moskauer Patriarchat am Sonntag mit.

Die Reaktion des Anwalts der Musikerinnen ließ nicht lange auf sich warten: "Falls mit Buße ein Schuldeingeständnis gemeint ist, so ist das sehr unwahrscheinlich", sagte Verteidiger Mark Fejgin am Montag. Die jungen Frauen hätten stets klar gemacht, dass sie ihr umstrittenes Punkgebet gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche als politische Performance sehen. Bei Gläubigen, die sich durch die Aktion beleidigt fühlten, hätten sich die Künstlerinnen bereits entschuldigt.

Pussy Riot: Die Chronlogie der Ereignisse

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(Ag./Red.)

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14 Kommentare
Gast: Kognitivist
02.10.2012 12:33
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Googelt

http://de.wikipedia.org/wiki/Riot_Grrrl

Pikante Details stechen da heraus, ACHTEN sie besonders in der wiki-Quelle, den Satz, wo das Wort "FEMINISTISCHE" subkulturelle Bewegung vorkommt.

Und jetzt fragen wir sich mal: Wer ist die mächtigste Frau in der US Politik und WER wird von solch einer feministischen Bewegung unterstützt, wenn es um Präsidentschaftswahlen in den USA geht ?

Raten sie Mal ?


Gast: Kognitivist
02.10.2012 12:14
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Warum setzt sich Deutschland für die Pussy Riots so solidarisch ein ?

Schon mal was von der Riot-Grrrl-Bewegung, in Deutschland gehört ?

Mit welchen Taktiken bedienen sich solche Bewegungen?
Hierzu Kommunikationsguerilla googeln.

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Hauptsache

die Pussies waren wieder einmal in den Schlagzeilen. Fast hätte man sie verdientermaßen vergessen.

"Künstlerinnen"

Gehts noch?

Gast: Eyjaffjallaljoekull
01.10.2012 20:33
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selbst schuld

wer sich in einem autokratischen staat gegen das regime wendet, muss damit rechnen aus der öffentlichkeit entferntzu werden. die ganze sache hier ist zwar weder schön, noch heisse ich das gut oder halte es für gerecht, aber abzusehen war dieses ergebnis (die 3 hinter gittern) alle mal.

Antworten Gast: Gut informiert
01.10.2012 23:38
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Machen Sie so etwas in einer Synagoge!

Wir werden sehen, ob dann die ganze Welt solchen vermeintlichen Kuenstlerinnen Recht geben wird. Die Pussies sind keine Musikerinnen, sondern Provokateure, die vom Geheimdienst der USA und Georges SOROS bezahlt werden, um in Russland Unruhe zu stiften. Unsere Medien sind verlogen, weil sie immer das Gegenteil behaupten, von einem Schauprozess reden, der keiner ist!

Gast: Phallusverlängerung
01.10.2012 20:05
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Vielleicht hüpft ja eine "fröhlicher Mensch"

den Damen zur Hilfe.

Soll ja genügend "fröhliche" Unterstützer geben die gerne ihren Mann stehen. Ja sogar einer sein dürfen.

Der Zweck heiligt die Mittel.

Ausbaden werden es die Damen dann nicht.

Und nebenbei wird ein Fröhlicher noch fröhlicher.

Putin hat eigentlich ein Jahrhundertereignis geschafft. Siehe WTO-Betritt.
Aber stelle sich mal jemand vor, was passieren würde, wenn man feststellt, dass Eiserne Vorhänge gehegt und gepflegt werden, wie im Mittelmeer.
Dann is nix mehr mit Opfer. Das geht gar nicht.

Gast: vogei
01.10.2012 17:45
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dumme tussis

Der kloheinzi kann ja rüffeln und furzen!

Gast: vogei
01.10.2012 17:44
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dumme tussis

Passt schon so!

Auch andere sollten "bereuen"!

Und damit meine ich die russisch-orthodoxe Kirche ganz allgemein und Partriarch Kyrill von Moskau explizit! Dieser hatte ja besonders heftig auf eine möglichst harte Bestrafung der Pussy Riot-Damen gedrängt, welche ich übrigens NICHT als "Mädchen" bezeichnen möchte! Keineswegs die "blasphemische"Komponente im vorgetragenen Putin-kritischen Gesangstext hat den Kirchenfürsten am meisten weh getan; es waren die darin enthaltene Thematik des allzu engen Schulterschlusses zwischen "Thron" und "Altar"! In dieser Hinsicht hat die russische Kirche sehr viel an spirituellem Gewicht verloren. Die Aufgabe von Reliigon sollte nämlich eine auf ethisch-moralischen Vorgaben basierende kritische Distanz zur jeweiligen Staatspolitik sein. Eine allzu enge Interessensverbindung zwischen geistlicher und weltlicher Macht hat im historischen Konnex den Menschen des betreffenden Landes noch selten Vorteile gebracht, sondern in bestimmten Fällen sogar sehr geschadet!

Nach dem Zusammenbruch der von marxistischer Ideologie geprägten Sowjetunioin setzen sowohl Putin wie auch Partriarch Kyrill voll auf die nationalistische Karte. Letzterer offenbar primär aus Dankbarkeit, daß die Kirche ihren Untergrundstatus während der kommunistischen Herrschaft nach lähmenden 70 Jahren endlich beenden konnte. Und eben diese Dankbarkeit führt heute dazu, daß auch die alarmierende Einschränkung der persönlichen Freiheit der Bürger kein Kirchenthema ist! Umso peinlicher war also der Hinweis darauf durch Pussy Riot...

Arme Hascherln

Vielleicht begreifen sie in reiferen Jahren, dass sie missbraucht worden sind.

Falsche Berichterstattung

Einiges sollte hier klargestellt werden: Fälschlicherweise werden diese Damen immer als Musikerinnen bzw. als Künstlerinnen dargestellt, was sie aber nicht sind. In Wirklichkeit sind sie anarchistische Randalierer und Krawallmacher, die in ungebührlicher Weise einen sakralen Raum missbraucht und entweiht haben, indem sie in unerlaubter Weise den Altarraum nicht nur betreten haben, sondern sich dort auch noch wie Geistesgestörte aufgeführt haben, wie Videos im Internet zweifelsfrei belegen. Keine Strafe dafür zu kriegen wäre ein Skandal.

Re: Falsche Berichterstattung

Auch ich war zunächst von der Örtlichkeit dieses wüsten Auftrittes schon einigermaßen schockiert. Doch anderseits wurde im Text auf die allzu enge Verbundenheit von Kreml und russisch-orthodoxer Kirche Bezug genommen; was nun wirklich beklagenswert ist. Und wie mit LEGALEN krtischen Meinungen zu den politischen Zuständen im Lande umgegangen wird, das zeigen doch auf äußerst dramatische Weise die Morde an Journalisten, die halt ein paar zu "lästige" Fragen zu aktuellen Themen stellten. Die Bewegungsfreiheit für kritsche Meinungen wird sukzessive immer weniger. Nur noch tollkühne "Wahnsinnige" wagen es heute noch, gegenstimmig "wider den Stachel zu löken". Auch diese Sachverhalte sollte man berücksichtigen, ehe man sich mit Schaum vorm Mund auf das Damen-Trio stürzt!

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Re: Re: Falsche Berichterstattung

Und was sagen sie zu dem?
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/pussy-riot-lady-suppenhuhn-11867761.html