Abuja/Apa/Dpa. In einem Studentenwohnheim in Mubi im Nordosten Nigerias richteten Extremisten ein Blutbad an. Mindestens 20 Studenten wurden umgebracht. Ein Dozent der Universität von Mubi sprach sogar von 40 Toten.
Die Behörden verdächtigen die islamistische Sekte „Boko Haram“, hinter dem Anschlag zu stecken. Die Untergrundorganisation terrorisiert den Norden des Vielvölkerstaates Nigeria schon seit Langem mit Gewalttaten. Sie verübt vor allem Angriffe auf die Sicherheitskräfte, auf Christen, aber auch auf Muslime, die den Wahnideen der Rebellengruppe nicht folgen.
„Boko Haram“ heißt übersetzt so viel wie „westliche Bildung ist Sünde“. Die Sekte versucht in ihrem Wirkungsbereich, ihre Vorstellung eines sehr rückwärtsgewandten Islam umzusetzen.
Erst vor wenigen Tagen waren Sicherheitskräfte in Mubi in einer groß angelegten Aktion gegen die Gruppe vorgegangen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2012)
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