Die US-Regierung erwägt offenbar eine militärische Intervention im Norden von Mali, um den dortigen Vormarsch der Islamisten zu unterbinden. Der Sondergesandte des US-Präsidenten für Afrika, Johnnie Carson, machte am Mittwoch die Islamisten für den Terror in der Region und die starke Zunahme von Entführungen verantwortlich. Das berichtete die "Washington Post" am Mittwoch.
Laut dem Bericht soll das Weiße Haus einen Drohnenangriffe überlegen. Der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, prüfe demnach gemeinsam mit dem Außenministerium und dem Pentagon die Möglichkeit von Luftangriffen gegen den nordafrikanischen Ableger des Terrornetzes al-Qaida.
Ziel: Die Zerstörung von al-Qaida
Die US-Regierung äußerte sich nur vage zu dem Bericht. "Der Präsident hat sich klar zu seinem Ziel geäußert, al-Qaida zu zerstören, und wir arbeiten an diesem Ziel jeden Tag", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Tommy Vietor.
Nachdem Islamisten Malis Norden unter ihre Kontrolle brachten, hat das Land seine westafrikanischen Nachbarstaaten um einen Militäreinsatz ersucht. In der Vorwoche suchte das Land beim UNO-Sicherheitsrat offiziell um eine Billigung ausländischer Intervention an.
In Mali gehen indes die brutalen Machtdemonstrationen weiter: Am Dienstag soll vor mehr als hundert Menschen ein Mordverdächtiger erschossen worden sein.
(Red.)
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