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Iran schlittert rasant in die Hyperinflation

04.10.2012 | 18:37 |   (Die Presse)

Ölboykott schickt Währung auf Talfahrt. Teherans Basar bleibt aus Sorge vor Unruhen geschlossen.

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Teheran/Ag./La. Die Tränengasschwaden mögen sich zwar verflüchtigt haben, doch von der Normalität ist man in der iranischen Hauptstadt nach wie vor weit entfernt. Nach den stundenlangen Straßenschlachten am Mittwoch blieb der zentrale Markt von Teheran auch am gestrigen Donnerstag weitgehend geschlossen. Die meisten Geschäftsleute hätten ihre Läden aus Sorge vor neuen Zusammenstößen nicht geöffnet, sagten mehrere Händler der Nachrichtenagentur Reuters.

Für Irans Regierung gleicht dieser Zustand einem Eingeständnis ihres Unvermögens – die Machthaber der Islamischen Republik hatten nämlich am Mittwoch angekündigt, der Markt werde seinen Betrieb am Donnerstag wieder aufnehmen. Nach einem Bericht der halb amtlichen Nachrichtenagentur Mehr sollen sich Handelsverbände und Behörden nun darauf geeinigt haben, die Geschäfte am Samstag zu öffnen.

Auslöser der heftigsten Krawalle in Teheran seit zwei Jahren (bei denen es, anders als zunächst berichtet, offenbar doch keine Todesopfer gegeben hat) war der Wertverlust der iranischen Landeswährung. Durch internationale Sanktionen infolge des Atomstreits hatte der Rial allein vergangene Woche rund ein Drittel zum US-Dollar nachgegeben. Der Iran braucht Devisen, um seine Importe finanzieren zu können. Doch diese sind Mangelware, seit die EU und Japan kein iranisches Erdöl mehr kaufen. Die Folge: Die Inflation galoppiert den iranischen Währungshütern davon. Nach offiziellen Angaben liegt die Teuerungsrate zwar bei 25 Prozent, dieser Wert gilt aber als geschönt. Eine realistischere Inflationsrate, die US-Ökonom Steve Hanker vom Cato Institute errechnet hat, beträgt 69,6 Prozent – und zwar pro Monat.

 

Europäisches Gas-Embargo

Die ohnehin fragile Lage dürfte sich noch weiter verschlechtern, denn in der EU, die seit dem Sommer Öl aus dem Iran boykottiert, wird derzeit auch über einen Importstopp für iranisches Erdgas beraten. Beim Treffen der EU-Außenminister am 15.Oktober steht ein neues Sanktionspaket zur Diskussion, hieß es aus Verhandlungskreisen. Großbritannien, Deutschland und Frankreich hätten bereits einem Gas-Embargo zugestimmt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2012)

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13 Kommentare
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was heißt

"stupid,it's the economy"auf persisch?
alles auf einem buch aufzubauen,das vor 1400 Jahren geschrieben wurde,geht irgendwann einmal schief.ich bin auch dafür,daß man schriften wie den koran oder die bibel achtet,aber nur als eine grundlage sieht auf der auch etwas neues,dem alten widersprechendes aufbauen kann.die evolution bleibt nicht stehen,man wird ihr mit ein paar regeln nicht herr.
es muß eine historische sichtweise auf den koran erlaubt sein.

Gast: Paz
05.10.2012 17:01
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Persien

Eine ursprünglich antike Kultur, die bedauerlicher Weise nunmehr von einigen islamischen Geistlichen regiert wird, die als eine Oberschicht der "hohen Priester" sich auf Kosten der Bevölkerung auf unverschämte Art und Weise bereichert.
Ein ganzes Land, welches durch diese Oberschicht und ihrer Helfershelfer, zum Pfand genommen wird.
Eine angebliche islamische Revolution mit der in Wirklichkeit ein Ausbeutersystem etabliert worden ist. Die permanenten Grund- und Menschenrechtsverletzungen werden mit dem eigenständigen Weg der islamischen Revolution gerechtfertigt!
Wie lange sieht die Völkergemeinschaft dem Treiben dieses Politsystems noch zu!?

Re: Persien

Nicht mehr lange. Ich bin mir sicher, dass die 4 Flugzeugträger, die sich bereits im Persischen Golf befinden nicht nur zum Fischen runtergeschickt wurden. ;-)

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Keine Angst

die Hyperinflation kommt bei uns auch noch, und zwar sehr bald nachdem die ESM Mittel ebenfalls aufgebraucht sind, also wenn Spanien unter den Schutzschirm schlupft.

Dann sind die nationalen Budgets aller anderen auf Griechenland Level und es hilft nur mehr Geld drucken und die darauffolgende Inflation in Kauf zu nehmen. Mit Kostensenkungen (sprich sparen) kann man solche Schuldenberge nämlich gar nicht mehr abtragen.

Das iranische Regime zerstört kulturelle, humanistische

und eben auch finanzielle Werte. Der Erdölreichtum wird dem Volk entzogen und verprasst für: Nuklerawaffen, 2. klassige Militärtechnik, Unterstützung der Terrororganisationen Hitzbollah und Hamas, Militärunterstützung von Syrien, Aufbau von Terrorcamps in Südamerika und ein brutales Unterdrückungssystem im Iran.

Ist es deshalb ein Wunder, dass der Iran finanziell am Ende ist? Angeblich, haben die Sanktionen dem Iran nicht geschadet, meint Dr. Ahmadinejad.

Antworten Gast: Loyds
05.10.2012 19:30
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Re: Das iranische Regime zerstört kulturelle, humanistische

Erstens heißt es Nuklearwaffen und nicht Nuklerawaffen und zweitens...

Beweisen Sie bitte, dass der Iran Nuklearwaffen hat.

Da bin ich jetzt mal sehr gespannt, wie Ihre Beweise dafür aussehen..

Zufälle gibt es ....

... die Türken marschieren gleich mal in Syrien ein ... der Iran hat mal kurz Währungschaos ...

Tja, ein Schelm wer ... eh schon wissen!

Gast: Be-obachter
04.10.2012 19:09
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Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.


Antworten Gast: SinusP
05.10.2012 11:29
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Re: Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.

Wieso Ziegenbärte?

Re: Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.

Ich bin zwar kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber werden die Perser nicht mit der Erfindung/Einführung der geprägten Münzen und damit einem wesentlichen Element der modernen Wirtschaft in Verbindung gebracht?

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Re: Re: Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.

1. Das ist 1000e Jahre her
2. Damals gabs noch keinen Islam

Re: Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.

ernstgemeintes posting??

Re: Die Ziegenbärte können halt nur beten und verstehen nichts von Wirtschaft.

was hat die Situation mit Verständnis für Wirtschaft zu tun?