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Steinbrück gegen Kritiker: "Kein Knecht des Kapitals"

06.10.2012 | 11:00 |   (DiePresse.com)

Der SPD-Kanzlerkandidat hat als einfacher Abgeordneter Vorträge für Banken und andere Unternehmen gehalten. Für die meisten kassierte er mehr als 7000 Euro.

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Der designierte deutsche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Vorwürfe einer zu großen Nähe zur Finanzindustrie zurückgewiesen. Auch in seinen Vorträgen bei Firmen, Geldhäusern und Anwaltskanzleien habe er sich für Bankenregulierung und gegen Steuerhinterziehung eingesetzt, sagte Steinbrück am Samstag im Deutschlandfunk. "Ich rede in diesen Sälen nicht anders als ich öffentlich rede."

Seine Zuhörer könnten bestätigen, dass er "alles andere als ein Knecht des Kapitals" gewesen sei. "Wenn ich bei der Deutschen Bank rede und dem Publikum und auch der Deutschen Bank - gelinde gesagt - auch einen einschenke über all das, was verkehrt gelaufen ist, dann wird man mir eine solche Nähe und eine solche Abhängigkeit nicht unterstellen können mit Blick auf das, was ich dort gesagt habe", führte der frühere Finanzminister aus.

Was ist passiert? Seine Gegner glauben beim Merkel-Herausforderer einen wunden Punkt gefunden zu haben. Steinbrück hat als einfacher Abgeordneter seit 2009 rund 100 Vorträge für Banken und andere Unternehmen gehalten. Für die meisten kassierte er mehr als 7000 Euro. Das ist legitim und auf der Webseite des Bundestags einsehbar. Dort müssen Nebeneinkünfte der Abgeordneten aber nur nach Betragsklassen angeführt werden, deren höchste „über 7000 Euro" lautet. Ob Steinbrück also für eine Rede 8000 oder 80.000 Euro kassiert hat, bleibt offen.

"Liebling der Spekulanten"

In der Debatte um Steinbrücks Nebeneinkünfte hatte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt jüngst kritisiert, es könne der Eindruck entstehen, als sei der SPD-Kanzlerkandidat der "Liebling der Spekulanten". Auch Linken-Chefin Katja Kipping ging nun mit Steinbrück hart ins Gericht. Der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe) sagte sie: "Politisch, was die Inhalte angeht, steht zu befürchten, dass der Kandidat die SPD zum Appendix der Lobbyisten macht, von denen er enorme Honorare für Vorträge und Interviews bekommen hat." Steinbrück verdiente mit Vorträgen in den vergangenen drei Jahren mehrere Hunderttausend Euro.

Der Sozialdemokrat bezeichnete die Vorwürfe als "absurd" und "sehr konstruiert". "Es sind offenbar einige sehr nervös darüber geworden, dass ich Kanzlerkandidat der SPD geworden bin", sagte er. Seine Nebeneinkünfte habe er den Regeln des Bundestages entsprechend "lupenrein" ausgewiesen. Bereits am Freitag hatte er nach massivem öffentlichen Druck angekündigt, darüber hinaus detaillierte Informationen zu seinen Honorarvorträgen offenzulegen.

(APA/Reuters)

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21 Kommentare

Egal, egal... kommt Zeit, kommt Rat...

... kommt Tribunal.

'Tschuldigen bitte!

Seit wann darf ein Sozialdemokrat nicht auch geldgierig sein?

kein Knecht des Kapitals,

sondern braver Taschenträger der Bilderberger. Wo ist da der Unterschied?!

Antworten Gast: noch einer
07.10.2012 20:36
0 0

Re: kein Knecht des Kapitals,

Zum Thema Bilderb. ein Beitrag :

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37767/1.html

Gast: karrenschieber
07.10.2012 12:37
0 1

so sind sie halt, die Christlichen,

da frisst sie der Neid.

Gast: Hartz IV
07.10.2012 12:32
0 0

Die Knechte

6,1 Millionen Erwachsene und Kinder in Hartz-IV-Haushalten bekommen im nächsten Jahr mehr staatliche Hilfe. Die Bundesregierung will die monatliche Regelzahlung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende zum Jahresanfang um acht Euro auf 382 Euro anheben. Ein billiger halber Steinbrück-Vortrag finanziert also ein volles Jahr Hartz IV.

Gast: Zyni
07.10.2012 11:03
0 0

Aber NEIN

Depp der Kollektivisten.

Steinbrück ist kein Kanzlerkandidat sondern ein Bankenlobbyist.


Gast: spartacus
06.10.2012 22:24
1 1

Bis auf die LINKEN sind alle Parteien Knechte der Banken und Brüssler Marionetten

somit hat der Bürger wenig Auswahl.

Gast: UKW
06.10.2012 20:34
3 2

"Kein Knecht des Kapitals"

Sorry dann sind Sie unwählbar.

Antworten Gast: Ausbleibende Strukturreform
07.10.2012 09:13
0 0

Re: "Kein Knecht des Kapitals"

Wir müssen endlich global denken...
Deshalb finde ich, er hat Recht: Kreisleiter des Kapitals sind hierarchisch wirklich nicht das, was man landläufig als "Knecht" versteht. Ich möchte behaupten, dazu fehlt es einfach an "Bürgernähe".

Die Wahl ist ja nicht nur im Grunde eine Farce, denn die Art und Qualität der Selektion die vorher stattfindet, ist entscheidend. Nur Kapital jeder Form ist das einzige verbliebene, nicht verbotene und wirksame Mittel die Selektion zu steuern.


Gast: Novaris
06.10.2012 16:16
8 0

Opposition zum "System" durch Steinbrück ??

Die Gebrüder Rothschild, London, sagten am 28.Juni 1863 zu ihren US-Geschäftspartnern :
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist."
Frage : Ist Steinbrück ein Profiteur des Systems ? Er sagt : "Bin kein Knecht des Kapitals"
Dazu sagt das Volk :"An ihren Taten können wir sie erkennen und nicht an ihren Worten !!"
Feinde des Kapitals werden sicherlich nicht von selbigem zu honorarpflichtingen Reden eingeladen, um sich Kapitalismuskritik und Ideen zu seiner Reglementierung oder möglicherweise gar Abschaffung anzuhören.
Die große Masse der Leute wird jedenfalls geistig immer fähiger, das System zu begreifen und wird seine Last mit Sicherheit nicht ohne Murren tragen wollen.

Antworten Gast: Mirsitz
06.10.2012 21:37
0 0

Re: Opposition zum "System" durch Steinbrück ??

Bevor die Mehrheit der Menschen dieses erkennen und bekämpfen kann wird es durch weltweite apokalyptische Zustände in Vergessenheit geraten und alles wird von vorne beginnen.

Gast: turbomelkkühearbeitnehmer
06.10.2012 15:56
6 0

die bankerfreundesozialisten von androsch, vranitzky, gusenbauer, faymann bis zu schröder oder SPD Kandidat steinbrück-sind nur mehr banken- und finanzkonzernegesteuert- diese paddeigenossen sehen im arbeitende volk und den älteren menschen nur mehr "turbomelkkühe" für die reichen geldeliten u spekulanten;


Gast: glatt gelogen
06.10.2012 15:52
0 0

einer der letzten sozialbanker?

aber wo?

die generierten sich immer "von" selbst.

oh wunder!

Gast: Korruptologe
06.10.2012 15:06
3 0

Wie bei uns

Sozialdemokraten und Konservative vertreiben mehr oder weniger den gleichen (EU-)Mist, ihre Werbestrategien sind unterschiedlich. Ernste Differenzen gibt es nur beim Teilen der Beute.

Gast: Merekelig
06.10.2012 13:18
0 0

"Kein Knecht des Kapitals"

Aber der Wegweiser des Kapitals !


Antworten Gast: Gast99
06.10.2012 15:37
3 0

Re: "Kein Knecht des Kapitals"

Der Kanzlerkandidat Steinbrück 2012/13 ist gewissermaßen die Rückabwicklung des Finanzministers Steinbrück 2005. Gewiss: Irren ist menschlich. Aber wenn der Paulus so tut, als sei er immer Paulus und nie Saulus gewesen, ist er nicht ehrlich. Verantwortung verlangt ehrliche Antwort. Wäre die Antwort ehrlich, müsste die SPD bekennen, dass ihr Ex-Vorsitzender Oskar Lafontaine als Finanzminister recht hatte, wenn er seinerzeit forderte, den Geschäftsbanken den Eigenhandel zu verbieten. Das Bankenpapier Steinbrücks ist deshalb de facto eine Rehabilitierung des immer noch verketzerten Lafontaine. Eigentlich müssen alle, die sich damals über den angeblich "gefährlichsten Mann Europas" das Maul zerrissen haben, heute Abbitte leisten. (Quelle Süddeutsche.de)

Gast: Halbwissen
06.10.2012 13:04
2 0

Wäre ja auch nicht fair wenn Steinbrück den Banken hunderte Milliarden zuschanzt

und er nichts davon abbekommt !

Was er bei den Vorträgen redet ist dabei völlig egal.

Gast: kalauer
06.10.2012 12:23
0 1

ach, wieder diese rechtsrechten Neidhammel.


Herr Steinbrück wird

uns als ausgewiesener Bilderberger in die neue Banken-Weltordnung führen!

Im Fadenkreuz der Terroristen