Das libysche Parlament hat die vom designierten Ministerpräsidenten Mustafa Abu Shagur vorgeschlagene neue Regierungsmannschaft abgelehnt und den Regierungschef abgesetzt. 125 der 200 Abgeordneten in der Nationalversammlung verweigerten Shagurs Vorschlag am Sonntagabend die Zustimmung.
Zuvor hatte der Ministerpräsident dem Parlament ein sogenanntes Krisenkabinett aus zehn Ministern vorgeschlagen. In den kommenden drei oder vier Wochen muss nun ein neuer Regierungschef gewählt werden.
Demonstranten stürmten Parlament
Die libysche Nationalversammlung hatte Abu Shagurs ersten Kabinettsvorschlag am Donnerstag abgelehnt und ihm drei Tage Zeit gegeben, eine neue Kabinettsliste vorzulegen. Die Abgeordneten kritisierten, sein erster Vorschlag mit 27 Namen habe nicht alle Regionen und Sektoren der libyschen Gesellschaft repräsentiert. Aus diesem Grund stürmten am Donnerstag auch wütende Demonstranten das Parlament.
Daraufhin hatte Abu Shagur am Sonntag "angesichts der Gefahren, denen sich das Land ausgesetzt sieht", und "ohne Rücksicht auf regionale Interessen" eine Regierung aus zehn Ministern vorgeschlagen.
(APA/AFP)
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