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Venezuela: Warum Hugo Chávez triumphierte

08.10.2012 | 18:08 |  Von unserem Korrespondenten ANDREAS FINK (Die Presse)

Präsident Chávez gewann die Wahl in Venezuela mit großem Vorsprung auf seinen jungen Herausforderer Enrique Capriles und darf bis 2019 regieren, um seinen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" zu vertiefen.

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Buenos aires/Caracas. Am Ende war es doch jene „perfekte Schlacht“, die Hugo Chávez im Wahlkampf beschworen hatte. Ein Triumph, deutlich und vor allem friedlich. Als er am späten Sonntagabend in seiner roten Jacke auf den Balkon des Palacio Miraflores trat und mit seinem Bassbariton die Nationalhymne intonierte, stimmte das ebenfalls überwiegend rotgewandete Menschenmeer unter ihm kräftig ein.

„Es lebe Venezuela“, waren seine ersten Worte, „es lebe das Vaterland, es lebe die bolivarische Revolution!“ Dieser gaben die Venezolaner weitere sechs Jahre, bis zum Jänner 2019 wurde Chávez am Sonntag gewählt, das wären seine Amtsjahre 15 bis 20, wenn seine Gesundheit das denn erlaubt. Niemand kann das zusichern. Und trotzdem errang Hugo Chávez fast zehn Prozentpunkte mehr als sein junger Herausforderer Enrique Capriles Radonski, nach der Auszählung von 90 Prozent der Stimmen führte Chávez mit knapp 55 Prozent.

Capriles räumte seine erste Wahlniederlage überhaupt offen ein – kurz nachdem die Chefin des nationalen Wahlrates das vorläufige Ergebnis verkündet hatte. Hugo Chávez dankte seinen Gegnern für deren Fairness und rief ihnen zu: „Ich strecke euch beide Hände aus, damit wir Brüder werden im Staate Bolivars.“

 

Hohe Inflation und einstürzende Brücken

Doch die Regeln für diese Verbrüderung, die stehen in dem 24-seitigen „bolivarisch-sozialistischen Regierungsvorschlag, der millionenfach im Wahlkampf verteilt wurde“. Kein Venezolaner kann behaupten, er habe nicht gewusst, wer Chávez ist und was er vorhat. Er hat auf jeder Veranstaltung, in jeder TV-Ansprache, in jeder Radio-Einschaltung und sogar in vielen Tweets versprochen, den Sozialismus im 21. Jahrhundert zu vertiefen.

Offenbar halten die Venezolaner das für eine gute Idee, trotz all der Übel, die in den 14 Jahren unter Chávez ihr Land heimgesucht haben: die Gewaltkriminalität, die auch selbst am Wahltag mehrere Menschenleben kostete. Die Korruption, die fehlenden Investitionen, die Inflation von 25 Prozent, die Unfähigkeit der Justiz und Verwaltung, Stromausfälle, Brückeneinstürze und explodierende Raffinerien. All das mag dazu geführt haben, dass Chávez' Vorsprung auf seinen Herausforderer nicht mehr 26 Prozent betrug wie bei der letzten Präsidentenwahl 2006. Aber immer noch verfügt der Comandante über eine solide Mehrheit.

 

Deutlich weniger Zustimmung für die Partei

Dafür gibt es zählbare und fühlbare Gründe. Zählbar wären jene Milliarden, die Chávez und sein Energieminister Rafael Ramirez von den Erlösen der staatlichen Erdölgesellschaft PDVSA abzweigten, um Alphabetisierungskampagnen zu finanzieren, Gesundheitsposten in den Armenvierteln, Volkssupermärkte. Zählbar ist die Reduktion der Armut von 49 auf 29 Prozent – nach Angaben der UN-Kommission für Lateinamerika und die Karibik. Ebenso die Reduktion des Wohlstandsgefälles, des sogenannten Gini-Index, auf 0,41 – laut UN der niedrigste des Kontinents. Zählbar ist das Heer der Studenten an den neuen Universitäten. Und zählbar sind die zigtausenden Wohnungen, die dank chinesischer Kredite und chinesischer Bauarbeiter rechtzeitig vor dem Wahltag bezogen wurden.

Seit Jahren bekommt Chávez selbst in Umfragen 15 bis 20 Prozent mehr Zustimmung als seine sozialistische Partei. Doch diese persönliche Bindung hält nur, solange Chávez hält. Sein wahrer Gesundheitszustand – sorgsam ausgeblendet während des Wahlkampfs – ist das große Fragezeichen dieser dritten Amtsperiode.

Enrique Capriles hat am Wahlabend übrigens Chávez imitiert. Der hatte 1992 vor Kameras das Scheitern seines Putschversuches glattweg eingestanden. Chávez war damals 38 und wusste, dass seine Zeit noch kommen wird. Capriles ist heute zwei Jahre älter als Chávez damals. Und er weiß, dass er es geschafft hat, die zerstrittene Opposition zu einen und 6,3 Millionen Stimmen zu erobern. Im Dezember wählen die Bundesstaaten neue Gouverneure. Dann steht Chávez nicht zur Wahl. Aber seine Politik.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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84 Kommentare

Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?


Ich habe Ihnen sehr wohl bereits die Hauptkritikpunkte an Chavez, die in besagten Berichten zum Ausdruck gebracht werden genannt. Für eine detaillierte Wiedergabe reicht hier der Platz nicht aus und folglich muss ich mich hier mit den Überschriften aus diesen Berichten begnügen.

Aber wenn Ihnen ein ausführlicher Bericht lieber ist dann hier der Link zum Human-Rights-Watch-Bericht vom Juli diesen Jahres:

http://www.hrw.org/sites/default/files/reports/venezuela0712webwcover.pdf

Alleine die Zusammenfassung der ersten Seiten wird Ihnen bereits das ganze Ausmaß der Chavezschen Misere zeigen.

P.S.: Beleidigungen und Polemik werden Ihnen nicht weiterhelfen und aus Chavez keinen aufrechten Demokraten machen. Das ist leider so.

Re: Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?

"Für eine detaillierte Wiedergabe reicht hier der Platz nicht aus"

na das ist aber schade. ich weiß eh, sie könnten stunden drüber reden, aber es fehlt der platz, etc. ich hab zeit - liefern sie mir EINEN hinweis dafür, dass wir es in venezuela mit einer diktatur zu tun haben. EINEN! schaffen sie das? oder müssten sie dann sogar den bericht lesen, von dem sie behaupten, dass er beweist wie sehr chavez die opposition "Unterdrückt"?

übrigens: von einem märchenonkel und antidemokraten, der einen politiker, der sich vier mal und öfter dem demokratischen urteil der wähler unterworfen hat als "autokratisch", "unterdrückend", die menschenrechte einschränkend und diktatorisch diffamiert muss ich mir echt nicht "polemik" vorhalten lassen.

Re: Re: Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?

1. Den Begriff Diktatur haben Sie und nicht ich verwendet. Ich sprach von Venezuelas Weg in eine Autokratie bzw. einer elektoralen Autokratie. Das ist etwas anderes.

2. Ich habe die Berichte sehr wohl gelesen, aber gut vielleicht sprechen Sie kein Englisch und dann übersetze ich Ihnen ein paar Auszüge aus dem Human-Rights-Watch-Bericht.

Seite 1 [...] die Nationalversammlung beschloss Gesetze zur Erweiterung der Regierungsvollmachten, um die Meinungsfreiheit einschränken und Kritiker bestrafen zu können.

Weiters spricht der Bericht in der Zusammenfassung von einer Machtakkumulation in der Exekutive, Erosion von Menschenrechten, etc. wodurch Chavez Kritiker einschüchtern, gerichtlich Verfolgen oder zensieren kann.

Ein konkretes Beispiel (Seite 1 u. 2 des Berichtes): Eine Richterin spricht eine 3 Jahre inhaftierte Chavez-Kritikerin frei bzw. lässt diese frei. Die Folge? Chavez beschimpft diese, ordnet die Verhaftung dieser Richterin an und stellt die Richterin vor einen absolut Chavez-treuen provisorischen Richter. Nach internationaler Kritik wurde die Richterin, die sich nichts zu Schulden kommen ließ, aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt wo sie noch immer ihres Prozesses ausharrt.

Das ist dann die "unabhängige" Justiz unter Chavez. Instrumentalisierung zur Verfolgung von Kritikern nennt man das wohl.

Das ist nur ein Bruchteil des über 100 Seiten starken Berichtes, der weitere dieser Grauslichkeiten enthält.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?

Mit Human-Rights-Watch haben Sie es ja besonders gern !
Das was Hugo Chaves durchsetzen will, ist eine Gleichheit in der Medienlandschaft zu erreichen, was auch zwingend erforderlich ist wenn man Veränderung schaffen möchte um ein ausgewogenes Verhältnis an objektiver Berichterstattung zu schaffen!!!
80 % der TV-Anstallten befinden sich im Besitz einiger NEO-Konservativen Familien, die das gnadenlos ausnutzen und jeden Tag eine Lüge oder Verleumdung nach der anderen verbreiten, und seien Sie gewiss, da sind die weniger "Zimperlich" als Hugo Chaves !
Ich kann Ihnen nur empfehlen, solche von Ihnen in Vordergrund gestellten Organisationen zu hinterfragen, es könnte passieren, das ihnen dabei die Kinnlade auf den Tisch fällt!
Uncle Sam beteibt mit grossem Aufwand Destabilisierung in Venezuela, welches auch der Grund für eine Stagnation der Infrastruktur ist !
Die USA müssen nur ihre NGO`S, und ihre Economic-Hitman`s zurück pfeifen und es wird sich in kürzester Zeit sichtbar abzeichnen das alles auf dem richtigen Weg ist !
Viva la Libertad !!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: noesta
09.10.2012 21:41
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?

Si, viva la libertad - que no està en Venezuela.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: jedinajavenezuela
09.10.2012 21:40
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: was konkret schränkt denn die opposition ein? was?

"Gleichheit der Medienlandschaft" - ja, genau.

Chavez schränkt die Medienfreiheit massiv ein und das ist ein Fakt.


Mit Globovision gibt es nur mehr einen landesweiten privaten TV-Sender, dem 6 staatlichen Fernseh- und 3 staatlichen Radiosender gegenüberstehen. Zudem verloren zahllose regierungskritische Radio- und Fernsehsender (alleine 34 Lokale im August 2009) ihre Lizenz und die verbleibenden privaten regierungskritischen Sender werden durch Gesetze an der freien Berichterstattung massiv behindert. Wer kritisch über Chavez berichtet verliert entweder die Lizenz oder bekommt exorbitante Strafen auferlegt und Berichterstatter werden auch schon einmal verhaftet.

P.S.: Ich könnte und habe auch die Berichte anderer Organisationen wie AI oder Reporter ohne Grenzen aufgegriffen, die zum selben Urteil gelangen.

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
08.10.2012 14:37
2 2

Die letzten zwei...

Nachdem Graz nicht mehr aktuell ist, sind Kuba und Venezuela die letzten zwei kommunistischen Staaten. In China ist die Wirtschaft bereits zu offen, da kann man nur noch von Einparteiendiktatur sprechen.

5 1

Die Frage ist welcher Clown wird ihm folgen wenn der stirbt! (Krebs)


Re: Die Frage ist welcher Clown wird ihm folgen wenn der stirbt! (Krebs)

Ich hoff, dass das nicht SIE sind !!!

Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten


Die Bilanz von Chavez:
- anhaltende Inflation von über 25%
- Korruption: an 172. Stelle weltweit laut Transparency International
- 4 von 10 Industriebetrieben schlossen in den letzten 10 Jahren
- über 1 Million Emigranten seit Amtsantritt
- hohe Kriminalität (zB: alleine 150.000 Tote seit Amtsantritt)
- marode Infrastruktur
- Ineffizienz der unter Chavez verstaatlichen Industrie (die Ölraffinerien explodieren ja teilweise schon)
- anfällige, ausschließlich auf Ölexport ausgerichtete Wirtschaft

Amnesty International über Chavez‘ Venezuela:
- staatliche Einschränkung der Meinungsfreiheit
- Repressionen gegen Regierungskritiker
- Bedrohung/Einschüchterung von Menschenrechtlern durch haltlose Anschuldigungen
- Verletzung von Menschenrechten durch die Polizei
- Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz

Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

Sind SIE ein NEO-Konservativer Lohnschreiber ?!!

Antworten Antworten Gast: dasnervt
09.10.2012 21:42
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Re: Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

Immer die gleiche Leier...

Re: Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

Sorry, das sind einfach Fakten, die eigentlich nicht einmal die blindesten Chavez-Verehrer anzweifeln. Das ist die simple Realität.

Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

schon wieder ein wählerirrtum! die mehrheit wählt ihn einfach, obwohl das land laut auskunft der presse vor die hunde geht und die menschen alle verhungern! hiiilfe, wie kann es nur sein, dass das volk ihn immer noch mehrheitlich unterstützt? was ist das für eine welt, in der ein wolfgang schüssel wahlen verliert und chavez gewinnt, das ist doch ungerecht!

Antworten Antworten Gast: traurig
09.10.2012 21:45
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Re: Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

Es sollte "...in dem WS GEWINNT und HC GEWINNT..." heißen. Das ist traurig. Die ÖVP, hier in Österreich, ist zwar nimmer so richtig an der Macht, aber sie nutzt ihre Blockiermacht, wo sie kann. Also, so gesehen, bleibt, bis heute, Schüssel der Gewinner. Das ist auch traurig.

Re: Re: Venezuela wird kaum 6 weitere Jahre Chavez aushalten

Wer spricht von Wählerirrtum? Die Wahlzettel wurden schon richtig ausgezählt.

Nur am wirtschaftlichen Desaster und der Entwicklung Venezuelas hin zu einem autoritären Regime ändert das nichts. Solche Entwicklungen können schließlich auch von der Bevölkerung mitgetragen werden. Das bestreitet wirklich niemand.

was ist autoritär an einem regime, dass sich regelmäßig dem volk in freien wahlen stellen muß?

was ist autoritär an einer regierung die abgewählt werden kann, was ist autoritär an einem präsidenten, der sich zum vierten mal innert 14 jahren den wählerInnen gestellt hat?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: zuwelchempreis
09.10.2012 21:46
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Re: was ist autoritär an einem regime, dass sich regelmäßig dem volk in freien wahlen stellen muß?

Auch die 'Jedinaja Rossija' kann abgewählt werden - aber zu welchem Preis?

Freie und faire Wahlen beginnen eben schon vor dem Wahltag und enden nicht mit der richtigen Auszählung der Stimmzettel.


Ich habe Ihnen jetzt schon unzählige Stellen genannt (AI, Human Rights Watch, Reporter ohne Grenzen Transparency International) bei denen Sie sich informieren können, weshalb Venezuela autoritäre Züge trägt. Die Verfasser des Human-Rights-Watch-Berichtes wurden nach Veröffentlichung des Berichtes übrigens in Venezuela umgehend verhaftet und des Landes verwiesen. Noch Fragen?

Falls Ihnen das missfällt, dann wenden Sie sich an diese Stellen, die bestimmt nicht unter dem Verdacht stehen kapitalistische Imperialisten zu sein, wie Sie das zu nennen pflegen.

Re: Freie und faire Wahlen beginnen eben schon vor dem Wahltag und enden nicht mit der richtigen Auszählung der Stimmzettel.

ich will von ihnen jetzt endlich eine konkrete aussage wodurch chavez die opposition "unterdrückt". wenn sie alle diese berichte gelesen haben wo das angeblich drinnen steht könnten sie doch ein paar ganz konkrete beispiele für die "unterdrückung" nennen, denen sich das arme venezuelanische volk, das zu 54% chavez gewählt hat, ausgesetzt sieht. also bitte, legen sie los!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ssdlm
09.10.2012 21:47
0 0

Re: Re: Freie und faire Wahlen beginnen eben schon vor dem Wahltag und enden nicht mit der richtigen Auszählung der Stimmzettel.

"Ich will von Ihnen..." SIND SIE DES LESENS MÄCHTIG?

Re: Re: Freie und faire Wahlen beginnen eben schon vor dem Wahltag und enden nicht mit der richtigen Auszählung der Stimmzettel.

Siehe oben den Link zum Human-Rights-Watch-Bericht oder alternativ mein oben stehendes Posting mit Auszügen aus dem letzten AI-Bericht. Einfach lesen, dann müssen Sie hier auch nichts einfordern, das ich schon geliefert habe.

Gast: KHuber
08.10.2012 13:15
4 1

Solang das Land noch nicht

völlig ruiniert ist, wird der weitermachen (1 Liter Sprit kostet weniger als ein Liter Wasser!)!

Das Gejammer folgt erst wenn das Land völlig am Boden liegt.

Gast: meiner
08.10.2012 13:14
3 3

typisch presse

frei seit 19feuerzeug - einfach lachhaft .

bahrain bezahlt ccn und cnn die presse oder wie ....was für ein bericht , ursi stentzel in der minizip hatte mehr drauf als ihr .
wenigstens einer der sich traut die verfehlte US Imperialismus Politik anzuprangern - gell spindi ?

Eine Kombination aus freier Marktwirtschaft und Sozialpolitik - das Modell das weltweit soo gut funktioniert ?


Gast: Locca
08.10.2012 11:59
6 8

dank dem klugen volk von venezuela!

Viva Cháves und Päsdidente Gesundheit!


chavez zum vierten mal vom volk gewählt!



1998
2000
2006
2012

vier mal gewonnen, im gegensatz zu george w. bush immer mit einer mehrheit der stimmen.

gar nicht schlecht für einen angeblichen "autokraten", "diktator", "antidemokraten", oder?

lässt die bürgerlich-liberal-ach-so-demokratische presse zu dass man diese fakten hier wiedergibt? natürlich, schließlich seid ihr ja prima-demokraten im gegensatz zu dem bösen, bösen chavez, der es schon wieder gewagt hat eine wahl zu gewinnen!


Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Dass er für diese Wahlerfolge allerdings oppositionelle Medien schließen lässt, die öffentlichen Sender mit seiner Propaganda überzieht und die Opposition dort fast ausblendet oder das Konsulat in Miami schließt, um der großen Chavez-kritischen Exilgemeinde das Wählen möglichst schwer zu machen ist da natürlich irrelevant.

Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

"großen Chavez-kritischen Exilgemeinde"??? 20.000 exil-venezuelaner gibts in miami, und die konnten in new oeleans wählen und haben das auch zu tausenden getan. wieso leute, die im ausland leben überhaupt an einer wahl teilnehmen sollen, weiß ich eh nicht. aber der böse, böse chavez hat sie mitnichten daran gehindert, sie konnten wählen. so what?

siehe: http://www.miamiherald.com/2012/10/07/3038758/thousands-of-local-venezuelans.html

Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Sehr geehrter charles james fox,

bei Gast123 ist "Hopfen und Malz" verloren, er kann und will auch gar nicht anders, denn er ist ein Lohnschreiber, das müsste Ihnen doch mittlerweile auch auffallen, oder nicht ?!!

Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Sehr geehrter Guanche,

offenbar leiden Sie unter paranoiden Wahnvorstellungen. Sämtliche meiner Behauptungen unterlege ich mit Berichten unabhängiger Stellen und nur für Sie sind diese Informationsquellen nicht seriös. Alle Zeitungen lügen, AI, Human Rights Watch, Reporter ohne Grenzen sind von Geheimdiensten unterwandert und ich bin ein Lohnschreiber. Sie zeigen wirklich ein klassisches Krankheitsbild auf.

Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

"Nur" 20.000 Wähler... zynischer geht es wohl kaum. Ganz zufällig ist Miami die Anti-Chavez-Hochburg in Amerika. Die 1.400 Meilen Anreise, weil keine Briefwahl möglich ist hat natürlich auch keinen Einfluss auf die Wahlbeteiligung. Woher denn...

Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

briefwahl ist einladung zur wahlfälschung und das ende der geheimen wahl. das wollen sie? .wahrscheinlich nur ums ich dann erst recht über den bösen chavez zu mokieren, der briefwahlstimmen gefälscht hat, gell? alles, nur nicht demokratische wahlen anerkennen, die ewigen verlierer könnens einfach nicht lassen. SIE UND IHERSGLEICHEN HABEN EIN PROBLEM MIT DER DEMOKRATIE, nicht der chavez!

Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Es geht hier nicht um die Briefwahl ... ein ziemlich banales Ablenkungsmanöver.

Was ist undemokratischer? Briefwahl oder das Konsulat vor Ort schließen, damit 20.000 Kritiker 1.400 Meilen zum nächsten Wahllokal fahren müssen?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

die konnten wählen und haben es auch getan? was wollen sie? wollen sie behaupten chavez hätte die wahl verloren, wenn das konsulat in miami noch in funktion gewesen wäre? wer in venezuela wählen will, soll gefälligst dort hinziehen, basta.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!


Ob diese 23.000 Stimmen wahlentscheidend sein werden, konnte Chavez zum Zeitpunkt der Schließung des Konsulats in Miami noch gar nicht wissen. Alles was er zu diesem Zeitpunkt wissen konnte war, dass er die Stimmenabgabe für eine Chavez-kritischen Wählergruppe möglichst schwierig macht.

Ach, jetzt entscheiden Sie welcher Bürger wahlberechtigt ist? Neidisch auf Ihren Commandante in Venezuela?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

laut miami herald sind 20.000 wahlberechtigte auslandsvenezuelaner in miami, nicht 23. 000. von denen haben sich 7000 auch nach new orleans bequemt, wo die wählen konnten. ihre behauptung, dass chavez es irgendwem verunmöglicht wählen zu gehen ist daher an den haaren herbeigezogen und schlichtweg falsch. wer wählen wollte, konnte es auch. das sind die fakten.

ich persönlich finde allerdings tatsächlich, dass leute die im ausland leben, nicht im inland mitbestimmen sollen. das venezuelanische wahlrecht hat das anders vorgesehen und räumt auslandsvenz. das wahlrecht ein, so sei es halt und so wurde es auch vollzogen. alles bestens und im einklang mit dem gesetz. kapiert? keine fälschung, keine behinderung, keine der üblichen ausreden für euch antidemokraten & putschisten!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Sie verdrehen einem immer die Worte... Ich habe niemals gesagt, dass Chavez die Wahl für diesen Personenkreis unmöglich gemacht hat, sondern erheblich erschwert. Das ist ein Unterschied und zwar ein wesentlicher.

Wenn Sie damit kein Problem ist das nun einmal so, allerdings spricht das auch recht demaskierend. Grundsätzlich sollte jedem Staatsbürger die Stimmenabgabe nicht unnötig erschwert werden. Das ist mein Standpunkt.

Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

leute die im ausland leben konnten bei uns bis vor ein paar jahren auch nicht wählen, höchstens per wahlkarte. warum sollten menschen, die nicht im betreffenden land ihren lebensmitttelpunkt haben auch die regierung oder das parlament bestimmen können? das venezuelanische wahlrecht gibt ihnen, fälschlicherweise, wie ich finde, trotzdem die möglichkeit an einem konsulat ihre stimme abzugeben, also keine rede davon, dass die gehindert wurden. und mehr als 7000 haben das auch gemacht, also was soll das gerede, chavez hätte die am wählen gehindert! nichts davon ist wahr!

Re: Re: Re: Re: Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Was heißt hier höchstens? Auslandsösterreicher konnten immer schon in den jeweiligen Vertretungen wie einer Botschaft oder Konsulat wählen.

Außerdem geht es hier ja um diese offensichtliche Benachteiligung von Kritikern Chavez'. Zufälligerweise wird das Konsulat im Wahljahr geschlossen, sodass diese Kritiker - immerhin über 20.000 Stimmen - 1.400 Meilen bis zum nächsten Wahllokal fahren müssen. Das ist der Kern der Sache.

Zudem hat er mit den Chavez-Stimmen aus dem Ausland sicher kein Problem, sondern eher damit, dass er diese an einer Hand abzählen kann.

5 6

Re: chavez zum vierten mal vom volk gewählt!

Hat sich sicher was von Putin abgeschaut....

Gast: sesselkleber
08.10.2012 10:34
6 4

ärgerlich, sehr ärgerlich,

dass jetzt weiter die anderen und nicht wir fett am
Erdöl verdienen. Die Antidemokratie ist ja schon festgestellt, aber sicher gibt es doch versteckte Massenvernichtungsmittel...........

Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

der chavez ist ja so ein fieser autokrat...jetzt ist er schon wieder gewählt worden...sicher gefälscht, und überhaupt: wirds nicht wieder zeit über die schließung des "letzten unabhängigen fernsehsenders in venezuela" zu berichten?

Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,


Sie können sich auch einfach nur die Berichte von Amnesty International über Chavez' Venezuela durchlesen, um etwas darüber zu erfahren wie demokratisch ihr Commandante ist und wie er mit Regierungskritikern umgeht.

Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

ui jegerl, was passiert denn mit den armen kritikern? sie treten (im gegensatz zu den USA, wo man auch mit einer minderheit an stimmen gewinnen und präsident werden kann) zu demokratischen, fairen und freien wahlen an und haben die möglichkeit den bösen chavez an der wahlurne abzulösen. das nenne ich unterdrückung, das nenne ich einschränkung der meinungsfreiheit!

werden sie etwa gefoltert wie das die usa so betreiben? nein, sie können sich frei betätigen. ihr problem ist halt, dass sie auf demokratischen weg chavez nicht beikommen, daher müssen sie ihm vorwerfen "diktatorisch" zu sein...wenn sie nicht selber gerade putschen, wie 2002.

Re: Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

Im Ernst lesen Sie sich einmal die Berichte von AI, Human Rights Watch oder Reporter ohne Grenzen durch. Das was Sie hier betreiben ist eine glatte Verharmlosung und Ihre Vergleiche mit den USA oder Schüssel sind ja wirklich nur mehr lächerlich.

Re: Re: Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

konkretisieren sie ihre vorwürfe! wie unterdrückt der böse chavez die arme opposition? wie? etwa indem er demokratische wahlen gewinnt? fühlen sie sich davon schon unterdrückt? dann hörens auf zeitung zu lesen, wenn sie mehrheitsentscheidungen nicht akzeptieren können, das gehört nämlich auch zur demokratie.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

Wie mehrmals schon gesagt: Ich habe Ihnen die Vorwürfe hier in Stichwörtern bereits geliefert und Links zu den Berichten der betreffenden und anerkannten Organisationen bereits geliefert. Lesen müssen Sie schon selbst wenn Ihnen meine Stichworte hier nicht genügen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

also konkret können sie KEINEN EINZIGEN HINWEIS auf die von ihnen behauptete "unterdrückung" der opposition liefern? weil sie keine ahnung haben wovon sie reden? weil sie die berichte nicht gelesen haben? oder weil sie mit der wahrheit ebenso wie mit der demokratie auf kriegsfuß stehen?

schwach von ihnen, schwach und unglaubwürdig...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ärgerlich, sehr ärgerlich,

Meine Empfehlung an Sie: Einfach lesen. Sowohl meine Postings, die Vorwürfe aus den Berichten aufgreifen, als auch die Berichte deren Link ich Ihnen zur Verfügung gestellt habe.

Ganz oben habe ich Ihnen jetzt auch aus dem Human-Rights-Watch-Bericht ein paar Beispiele übersetzt sowie den Link zum vollständigen Bericht zur Verfügung gestellt.

Weiters enthielt mein erstes Posting, die Kritik aus dem AI-Bericht an Chavez' Venezuela. Sie müssen einfach nur lesen.

Jetzt hören Sie endlich mit diesen peinlichen Lügen auf ich hätte die Berichte nicht gelesen. Wollen Sie jetzt hier ein wissenschaftliches Traktat? Selbst den beschränktesten Geist leuchtet ein, dass man hier nur Schlagworte aus Berichten, die sich jeweils über 100 Seiten erstrecken, anführen kann.

die opposition, "gestützt auf einige umfragen"...

...und zeitungen wie diese hier, die sich jeglichem versuch eine objektive berichterstattung zu bieten enthalten haben und das alte spiel der dämonisierung von chavez fortgesetzt haben. eine wirkliche bürgerliche qualitätszeitung hätte zwar klar gemacht, dass sie von chavez' programm nichts hält, aber hätte sich bemüht den lesern ein objektives bild der lage zu vermitteln, ohne die üblichen phrasen von wegen "autokrat", "antidemokrat", etc, etc. aber die presse ist eben keine qualitätszeitung...