Neues Säbelrasseln aus Nordkorea: Das Regime in Pjöngjang erklärt, es verfüge über Raketen, die die USA erreichen können. Die "strategischen Raketenstreitkräfte" könnten nicht nur US-Truppen in Südkorea, sondern auch in Japan, Guam sowie auf dem US-Festland treffen, heißt es in einer am Dienstag von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des nationalen Verteidigungsausschusses.
Nordkorea reagiert damit auf Pläne Südkoreas und der USA, die Reichweite des südkoreanischen Raketensystems mehr als zu verdoppeln. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert und garantieren einen "Abwehrschirm" im Falle eines atomaren Angriffs. Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953 weiterhin offiziell im Kriegszustand.
Nordkorea hatte im Oktober 2006 und im Mai 2009 Atomwaffentests vorgenommen und im April eine Rakete mit einem Satelliten getestet, die jedoch kurz nach dem Start ins Meer stürzte. Die USA, Japan und Südkorea sahen in dem Satellitenstart den verdeckten Test einer Langstreckenrakete und damit einen Verstoß gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats.
Ban ist "alarmiert"
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich besorgt über die Drohung Nordkoreas geäußert, mit seinen Raketen auch die USA erreichen zu können. Die Aussage der kommunistischen Führung in Pjöngjang sei "alarmierend", sagte Ban am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Er könne aber nicht beurteilen, ob die Angaben Nordkoreas auch wahr seien, sagte der frühere südkoreanische Außenminister.
(APA/AFP)
BilderMord an Soldaten schockiert Großbritannien
Staatsbürgerschaftstest neuKönnten Sie Österreicher werden?
Zitate der Woche''Wie man mit Umfragen manipuliert, weiß ich auch''
X-47BGroßdrohne hebt erstmals von Flugzeugträger ab
''Kim on Tour''Der Diktator als Pappkamerad
