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Türkei verlegt weitere Truppen an syrische Grenze

09.10.2012 | 11:21 |   (DiePresse.com)

25 zusätzliche Kampfjets sollen auf einer Basis in Südostanatolien gelandet sein. Angeblich erwägt Ankara auch den Einsatz von Bodentruppen.

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Die Türkei verlegt weitere Militäreinheiten an die Grenze zu Syrien. So seien 25 zusätzliche Kampfflugzeuge auf einer Luftwaffenbasis im südostanatolischen Diyarbakir angekommen, berichteten mehrere Zeitungen am Dienstag unter Berufung auf Militärkreise. In den Grenzprovinzen Hatay und Sanliurfa wurden zudem Panzerverbände näher an die syrische Grenze gebracht. Auch in der Nähe der Grenzstadt Akcakale, wo vergangene Woche fünf Zivilisten beim Beschuss durch eine syrische Granate getötet worden waren, wurden die türkischen Grenztruppen demnach weiter verstärkt.

Das türkische Parlament hatte vergangene Woche ein Mandat für eine mögliche Militärintervention in Syrien beschlossen. Seitdem erhalten die Armee-Einheiten in Grenznähe fortlaufend Verstärkung. Generalstabschef Necdet Özel und hohe Generäle trafen am Montag zu einer Truppeninspektion an der Grenze ein.

Einsatz von Bodentruppen

Die Oppositionszeitung "Cumhuriyet" berichtete unterdessen, Regierung und Militärs in Ankara hätten einen Fünf-Punkte-Plan ausgearbeitet, um für alle Eventualitäten im Zusammenhang mit der Syrien-Krise gerüstet zu sein. Im Falle eines verstärkten Beschusses des türkischen Territoriums von Syrien aus sollen demnach zunächst Luftangriffe auf Ziele in Syrien geflogen werden. Als letzte Möglichkeit behalte sich Ankara auch die Entsendung von Bodentruppen ins Nachbarland vor. Von Regierungsseite lag zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht vor.

Doppelanschlag auf "Hochburg der Tyrannei"

Bei einem Doppelanschlag auf den Provinzsitz des Geheimdienstes der Luftwaffe haben Islamisten am Dienstag nach Angaben der Opposition Dutzende Menschen getötet. Wie die im Exil ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mitteilte, trafen am Montagabend zwei schwere Explosionen im Abstand von rund 20 Minuten das Gebäude in Harasta, rund zehn Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Unklar sei das Schicksal "hunderter Gefangener" vor Ort.

Die islamistische Gruppierung Al-Nusra-Front bekannte sich auf ihrer Facebook-Seite zu den Selbstmordanschlägen. Sie bezeichnete den Sitz des Luftwaffengeheimdienstes als "Hochburg der Tyrannei".

(APA/AFP)

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7 Kommentare
Gast: Johan Meltini
11.10.2012 08:18
0 0

Reaktion auf Verhandlungen

sonderbar, diese Eskalation der letzten Tage ist wohl als Reaktion auf die Verhandlungen oder Annäherung an Verhandlungen der 14 vorherigen Tage zu betrachten. Regierung und Teile der Rebellen und jeweils lokale Vertreter schienen mancherorts auf einen Weg der ansatzweisen Zusammenarbeit gekommen zu sein. Es war ohnehin sonderbar, dass hierzu im Westen praktisch gar nichts geschrieben wurde. Nun scheint mit Öl nach zu gießen, damit es nicht allzu ruhig wird.

Gast: kais
10.10.2012 16:05
0 1

Türkei hat immer schuld!

Das ist die überlegung,Türkei wird wird mit Granaten beschossen wo 3Kinder umgebracht werden,aber Türkei hat immer schuld.
Ausserdem kam die Granate von der Syrischen Armee "RADAR"...
Wenn die Türkei mit reingezogen wird seit ihr genau so dabei. 3 WÉlTKRIEG steht dann vor der haustüre.

Re: Türkei hat immer schuld!

ja,ja....Amerika uns israel nie schuld???

Gast: wieni2010
09.10.2012 15:39
0 0

BREAKING News ...

... Free Syrian Army have now taken full control of the Maarat Al Namaan area of Idlib ?

Gast: Hamdudeldei
09.10.2012 15:16
5 0

"Im Falle eines verstärkten Beschusses des türkischen Territoriums von Syrien"

Sind Sie alle irre in der Redaktion? Da flog gerade eine Granate in die Tuerkei, wer die abgefeuert hat, ist auch unklar, und der einzige, der nachweislich systematisch irgendwas beschossen hat, sind bisher die Tuerken.

Gast: Ohnmachtistmist
09.10.2012 12:32
1 0

Der Wähler als Zuschauer ....

.. des bunten Treibens der Politiker....
Wann wird der Zuschauer endlich aktiv ?????

Türkisches Interventions-Regie-Buch

Der besagte "Fünf-Punkte-Plan" der türkische (Re)Aktionen im Falle weiterer Territorialverletzungen beschreibt, ist ein vortreffliches Regiebuch.
Die "Ereignisse" folgen den Vorkehrungen.