Ein Berufungsgericht in Moskau hat am Mittwoch die Haftstrafe für eine der drei Frauen der Moskauer Punkband Pussy Riot gekippt und in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Die 30-jährige Jekaterina Samuzewitsch kommt damit frei. Die zwei weiteren verurteilten Aktivistinnen müssen nach ihrer Kritik an Kremlchef Wladimir Putin aber tatsächlich für zwei Jahre ins Straflager.
Ein Gericht hatte die 30-jährige Samuzewitsch, die 22-jährige Nadeschda Tolokonnikowa und die um zwei Jahre ältere Maria Aljochina Mitte August wegen Rowdytums aus religiösem Hass zu je zwei Jahren Straflager verurteilt. Sie hatten in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau ein "Punkgebet" gegen Präsident Putin aufgeführt. Das Urteil hat international für Empörung gesorgt.
Der Grund für die Freilassung von Samuzewitsch ist, dass sie, laut ihrer neuen Anwältin, nicht bei der Anti-Putin-Aktion teilgenommen habe. Samuzewitsch sei bereits wenige Sekunden, nachdem sie die Kirche betreten hatte, festgenommen worden und habe so nicht bei dem "Gebet" mitgemacht.
Festnahmen vor dem Gericht
Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten Anhänger und Gegner der Frauen. Mindestens zwei Menschen wurden festgenommen, hieß es. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.
(APA/dpa)






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