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Pakistan: Attentat auf 14-Jährige

10.10.2012 | 17:48 |   (Die Presse)

Taliban schießen junger Menschenrechtlerin in den Kopf, weil sie Islamisten kritisiert hat. Das Mädchen befand sich in einem Bus auf dem Weg zur Schule als ein Mann drei Kugeln abfeuerte.

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Islamabad/Ag. Erst 14 Jahre alt ist das jüngste Opfer der Taliban in Pakistan: Die radikal-islamischen Terroristen schossen am Mittwochvormittag im Swat-Tal auf die junge Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai. Das Mädchen befand sich in einem Bus auf dem Weg zur Schule, als ein Mann den Bus stoppte: Er feuerte drei Kugeln ab, eine davon traf Malala in den Kopf. Auch zwei ihrer Schulfreundinnen wurden verletzt.

Yousafzai war bekannt geworden, als sie vor drei Jahren auf einer Internetseite des britischen Fernsehsenders BBC in einem Blog über Gewalttaten der Taliban im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans berichtete. Sie setzte sich besonders dafür ein, dass auch Mädchen in die Schule gehen dürfen. Die radikalen Islamisten haben sich zur Tat bereits mit folgenden Worten bekannt: „Sie ist ein westlich gesinntes Mädchen. Sie kritisiert uns immer. Wir werden jeden angreifen, der die Taliban kritisiert. Wir haben sie gewarnt“, sagte ein Sprecher.

 

Zustand des Mädchens ernst

Der Zustand des Mädchens sei ernst, teilten die Ärzte im Militärkrankenhaus von Peshawar mit. Ein zusätzliches Ärzteteam sei auf dem Weg ins Krankenhaus, um festzustellen, ob die Kinderrechtsaktivistin eine Behandlung im Ausland benötige. Die staatliche Fluglinie Pakistan International Airlines stellte nach eigenen Angaben eine Maschine auf dem Flughafen von Peshawar bereit. Möglicherweise soll Yousafzai in einer Klinik in Dubai behandelt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.10.2012)

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3 Kommentare
Gast: Uncle Sams Neffe
11.10.2012 10:45
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Wo bleibt Ashton (EU-Außenbeauftrate) in dieser Sache?

Wir haben genug Spitzenkliniken hier in Europa.

Ich erwarte mir dass wir uns solidarisch Verhalten und die Kosten übernehmen. Das wäre auch eine Botschaft an die Verbrecher!

Wir sollten ihr Asyl gewähren. Ihre Ausbildungskosten übernehmen und sie wo es geht als Aktivisten unterstützen.

Und das ist mein voller Ernst!

Gerade am heutigen UNO-Welt-Mädchentag wäre so etwas eine klare Botschaft.
Die Verbrecher sollten wenn auch nur symbolisch vor einem Strafgericht verurteilt werden.

Terroranschläge zu verüben ist eine Sache.
Ich glaube aber kaum dass dieses Mädchen in irgend einer weiße mit CIA, Pentagon, Kirche oder Israel zu tun hat.

Einfach Ekelhaft!

Gast: Austrianer
11.10.2012 07:25
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Wo bleibt der internationale Aufschrei????


Antworten Gast: WFP
11.10.2012 12:23
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Re: Wo bleibt der internationale Aufschrei????

Es wird ja nicht einmal mein Posting veröffentlicht, in dem ich diese 'Menschen' mit anderen Worten als 'einfach' bezeichne!
Wie können Sie da eine Internationale Stellungnahme verlangen, wo doch schon alle eingeschüchtert sind?