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Abgefangener Airbus: "300 Kilo Militärgüter an Bord"

11.10.2012 | 14:30 |   (DiePresse.com)

Die Türkei fing einen syrischen Passagierflieger ab. Assads Truppen haben nach dem "feindlichen Akt" die Freundschaftsbrücke in die Türkei vermint.

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Die Spannungen zwischen der Türkei und Syrien haben sich erneut verstärkt: Ermittler sollen an Bord des am Mittwoch in Ankara zur Landung gezwungenen syrischen Passagierflugzeugs 300 Kilogramm militärische Güter entdeckt haben. Das berichten mehrere türkische Zeitungen am Donnerstag. Adressat der von der Türkei beschlagnahmten Fracht aus Russland war demnach das syrische Verteidigungsministerium, schreibt die Zeitung "Star". Die russische Nachrichtenagentur Interfax will dagegen erfahren haben, dass sich keine Militärgüter an Bord befanden. Auch Syrien bestreitet das vehement.

Das Regime in Damaskus reagierte jedenfalls empört: Es handle sich um einen "feindlichen Akt", erklärte das Außenministerium. Die türkische Führung müsste die Fracht "vollständig und unbeschädigt" zurückgeben. Der syrische Verkehrsminister Mahmud Said warf der Türkei "Luftpiraterie" vor. Damaskus will nun auch auf Stromimporte aus der Türkei verzichten, bisher lag der Anteil bei 20 Prozent.

"Sperrgebiet, betreten verboten"

Wie am frühen Donnerstagabend bekannt wurde, soll nun auch die "Freundschaftsbrücke" zwischen der Türkei und Syrien zu einer tödlichen Falle umgebaut worden sein. Die zehn Meter lange Brücke über den Grenzfluss Asi sei von den regimetreuen syrischen Truppen abgesperrt worden, um die Bewegungsfreiheit der Armee der Rebellen einzuschränken, berichtete am Donnerstag die türkische Agentur Anadolu. Gleichzeitig habe die syrische Armee Sprengsätze unter der Brücke platziert, Stacheldraht gespannt und ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Minen" aufgestellt. Das türkische Militär habe daraufhin die Brücke mit einem Eisentor und einem Schild mit der Aufschrift "Sperrgebiet, Betreten verboten" abgeriegelt.

Der syrische Airbus war am Mittwoch von türkischen Kampfjets zur Landung gezwungen worden und durfte seine Reise nach Damaskus erst in der Nacht fortsetzen. Die beanstandete Fracht wurde von den türkischen Behörden beschlagnahmt.

Diplomatischer Streit

Wie die Zeitung "Hürriyet" schreibt, löste die Untersuchung der Fracht auch einen Streit zwischen türkischen Behördenvertretern und russischen Diplomaten aus. Die russischen Vertreter protestierten demnach gegen die Öffnung von Behältern, die als diplomatisches Gepäck deklariert und versiegelt waren. Die mutmaßlichen militärischen Güter sollen in separaten Paketen innerhalb dieser Behälter gefunden worden sein.

Das Außenministerium in Moskau sei besorgt, dass das Leben der 17 russischen Passagiere an Bord gefährdet worden sein könnte. Präsident Wladimir Putin sagte zudem am Donnerstag eine Reise in die Türkei ab - offiziell wegen anderer Termine. Die Zeitung "Wedomosti" zitierte aber einen Kremlbeamten mit den Worten, Putin wolle sich in dem eskalierenden Konflikt zwischen Damaskus und Ankara nicht auf eine Seite stellen.

Angespannte Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien sind stark angespannt. In den vergangenen Tagen kam es an der türkisch-syrischen Grenze zu Schusswechseln - so auch am Mittwoch, als auf türkischer Seite erneut mehrere Mörsergranaten einschlugen. Der türkische Generalstabschef Necdet Özel drohte Syrien mit härteren Vergeltungsschlägen, falls der Beschuss nicht aufhöre.

Die syrische Führung warf der Türkei vor, sie habe die jüngsten Angriffe an der Grenze selbst inszeniert. Die regierungsnahe syrische Tageszeitung "Al-Watan" schrieb am Mittwoch, Ziel dieser Taktik sei es, die Einrichtung eines "befreiten Gebietes" im Norden der syrischen Provinz Idlib durchzusetzen.

(APA/Reuters/dpa/AFP)

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318 Kommentare
 
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Gast: Paz
12.10.2012 15:12
0 1

Westen

Der Westen will die herrschende syr. Regierung weiter haben. Er kann zumindest derzeit noch nicht mit NATO-Flugzeugen bombardieren und schickt daher Erdogan als nützlichen Idioten nach vor um den NATO-Fall zu provozieren! Saudiarabien finanziert und liefert der NATO billiges Erdöl, um dem Iran eins Auszuwischen.
Finger weg von der NATO. Ein Militärbündnis das nach dem Wegfall des Warschauer Paktes verzweifelt seine Existenzberechtigung sucht!!

Gast: DrBiersauer
12.10.2012 13:08
1 0

Entlausungspulver, Zahnbürsten und Schuhkreme...

sind auch Militärgüter und sind von den Türken zu beschlagnahmen!

Gast: mir reichts
12.10.2012 09:57
2 0

Die russischen Vertreter protestierten demnach gegen die Öffnung von Behältern, die als diplomatisches Gepäck deklariert und versiegelt waren.

das kann gar nicht sein.

wir wissen doch alle, dass sich sämtliche islamischen länder strikt an die regeln für diplomaten halten.

botschafter und botschaftspersonal sind in botschaften exterritorial, daran hält sich jeder staat, oder nicht?

Gast: Analyzer1
11.10.2012 22:33
5 4

"300 kg Munition"? Wie absurd!

Was für eine absurde Ausrede für die Provokation der Türkei. Erstens sind (angebliche) 300 kg Militärmaterial in einem Krieg geradezu lächerlich (das haben Waffenverrückte in den USA allein zu Hause gehortet), wenn gleichzeitig der Westen tausende Tonnen an schweren Waffen an die sog. Rebellen liefert.

Was die westlichen Medien (auch die "Presse") dezent verschweigen - um den NATO-Partner und EU-Freund nicht zu verprellen? - ist die skandalöse Vorgangsweise der Türken nach der erzwungenen Landung des Zivilflugzeugs. So wollte man die Crew nach übereinstimmenden Aussagen dazu zwingen, ein Dokument zu unterschreiben, dass es sich um ein "Notladung" gehandelt habe und nicht um eine gewaltsam erzwungene Landung durch zwei Militärjets. Was wohl hinter dieser gezielten Provokation steckt?

http://rt.com/news/plane-passenger-reaction-140/

1 2

Re: "300 kg Munition"? Wie absurd!

Ja, das und mit dem Öffnen von Diplomatengepäck sind die Türken wohl nicht einmal mehr satisfaktionsfähig.

Antworten Gast: Nato-Fan
12.10.2012 09:24
3 3

Re: "300 kg Munition"? Wie absurd!

Wer dreihundert Kilogramm Kriegsmaterial in der heutigen Zeit als "geradezu lächerlich" bezeichnet, hat null Ahnung von moderner Kriegsführung und gehört wahrscheinlich einer Generation an, der man vor Jahrzehnten beim Bundesheer erzählt hat, man könne im Kalten Krieg sogar die Russen aufhalten mit Sturmgewehr und M60-Panzern ohne Raketen und offensiver Luftwaffe etc. pp.

2 2

Re: "300 kg Munition"? Wie absurd!

rt.com (Russia Today) ist da aber nicht glaubwürdiger.

Gast: Grauer Wolf
11.10.2012 19:31
5 4

Ich verließ den blutigen Islam

https://www.youtube.com/watch?v=etIjIUnichA

Gast: Er do wa hn
11.10.2012 19:25
10 2

Nahost-Experte Scholl-Latour warnt bei BILD.de:

„Die Türkei spielt ein sehr gefährliches Spiel“

http://www.bild.de/themen/orte/tuerkei/nachrichten-news-fotos-videos-16978392.bild.html

"Die unheilige Allianz"

US-Rael, der Westen und die islamischen Sunniten in einem Boot .... ? Mir wird übel - euch nicht auch werte Zensoristen ????

Antworten Gast: VU2
11.10.2012 19:42
0 2

Re: "Die unheilige Allianz"

Warum denn?

Re: Re: "Die unheilige Allianz"

Weil diese Allianz eben unheilig ist ! Das bedeutet , es ist eine Allianz aus der Hölle

- kapierst du ? Eher nicht, wahrscheinlich

Antworten Antworten Antworten Gast: VU2
12.10.2012 09:35
0 2

Re: Re: Re: "Die unheilige Allianz"

Die Nato hat der Welt Frieden gebracht und den Kalten Krieg verhindert. Ohne Nato würde es wahrscheinlich Österreich auch nicht mehr geben, weil es vom Warschauer Pakt eines Tages verschluckt worden wäre.

0 1

Re: Re: Re: Re: "Die unheilige Allianz"

Es gab an sich einen Staatsvertrag. Wenn der Warschauer Pakt Österreich angegriffen hätte, dann hätten USA, England und Frankreich das abwehren müssen. Dazu wäre keine Nato nötig gewesen.

Die Nato war das Gegenstück zum Warschauer Pakt und insofern wichtig für den Weltfrieden.

Aber die Position von Österreich war ja gesichert.

Re: Re: Re: Re: "Die unheilige Allianz"

naja, die nato ist us geführt!

1 0

Re: Re: Re: "Die unheilige Allianz"

die Frage war wahrscheinlich "Warum wird ihnen da übel?"

Aber wie könnte man die USA, GBR und andere Westmächte, auch Israel, daran hindern, an Diktatoren im Nahen Osten zu liefern?

Die USA lieferten unter dem republikanischen Präsidenten Reagan mit Hilfe Israels Raketen und andere Rüstungsgüter an den Steinzeit-Ajatollah Khomeini! Obwohl das in beiden Ländern strengstens verboten war. Siehe Iran-Contra-Affäre. Kann man in jedem Lexikon nachschlagen.

Auch der Diktator Saddam Hussein wurde unter Reagan von der Liste der Schurkenstaaten gestrichen und von den USA und anderen Westmächten mit Rüstungsgütern bis zum Abwinken beliefert. Aber nur, weil er so ein guter Mensch war. Saddam Hussein wurde sogar beim Giftgaseinsatz von US-Aufklärung und US-Militärberatern unterstützt. Nicht von den Russen oder Chinesen.

Die Russen haben auch Waffen geliefert. Allerdings nur zweite Wahl. Denn mit den modernsten russischen Waffen wären die US-Panzer wie Erdnüsse geknackt worden. Und die russischen Raketen hätte man auch nicht abfangen können.

Antworten Gast: mir reichts
12.10.2012 10:02
1 1

Re: Aber wie könnte man die USA, GBR und andere Westmächte, auch Israel, daran hindern, an Diktatoren im Nahen Osten zu liefern?

was muss ich da lesen?

giftgas?

wo man uns doch tagaus, tagein erklärt hat, hussein habe kein giftgas.

desinformatio?

Antworten Gast: Gustav Charly Delta
11.10.2012 19:45
1 1

Re: Aber wie könnte man die USA, GBR und andere Westmächte, auch Israel, daran hindern, an Diktatoren im Nahen Osten zu liefern?

Wow! Waren die "modernsten russischen Waffen" etwa Erdnussknackerzangen? Die haben sie dann aber auch sicherlich aus dem Erdnussknackerland USA bezogen. Sachen gibts, dass ich das noch mal erleben darf. Toll!

das

ist die lunte für den 3.weltkrieg und für die amis die beste möglichkeit ihre alten waffen zu verwerten.

1 2

Re: das

Ja, leider sieht es so aus. Hoffentlich nicht.

haben die russen angst von türken ????


das muss aber ein mächtiges land sein diese türkei

Antworten Gast: noch einer
12.10.2012 00:47
4 0

Re: haben die russen angst von türken ????

Die NATO wartet auf die Ausrufung des Beistandspaktes ....

So wie nach 9.11 ,
als NATO Länder (auch Österreich als assoziiertes Mitglied))
Afghanistan angreifen mußte ....

Antworten Antworten Gast: Drohne
12.10.2012 15:15
0 1

Re: Re: haben die russen angst von türken ????

und Sie glauben wirklich, die NATO zieht für die Türkei in einen Krieg mit Rußland - vielleicht noch atomar?!?!? Wachen Sie auf!

Antworten Antworten Gast: DrBiersauer
12.10.2012 13:06
0 0

Re: Re: haben die russen angst von türken ????

Könnten gleich die ganze Grenze zur Türkei verminen.

Antworten Antworten Gast: PQR
12.10.2012 09:28
2 1

Re: Re: haben die russen angst von türken ????

Das Bundesheer hat Afghanistan angegriffen? War wohl eine Geheimaktion und dann haben sie sich irgendwo im Gebirge velaufen und wurden nie mehr gefunden. Hat nämlich bis jetzt kein Mensch was davon gehört. Waren Sie leicht dabei? Oder sind Sie Insider, der an solch hochbrisante Informationen gekommen ist? Schnell beim Profil melden, für sowas bezahlen die ein Vermögen, wenn die das exklusiv bringen dürfen.

 
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