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Macher des Mohammed-Films bleibt in Haft

11.10.2012 | 08:36 |   (DiePresse.com)

Mark Basseley Youssef soll gegen Bewährungsvorlagen verstoßen haben. Vor einem kalifornischen Gericht stritt er das ab.

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Der mutmaßliche Drahtzieher hinter dem islamfeindlichen Mohammed-Video hat vor einem kalifornischen Gericht abgestritten, gegen seine Bewährungsvorlagen verstoßen zu haben. Mark Basseley Youssef - auch bekannt als Nakoula Basseley Nakoula - habe am Mittwoch in Los Angeles alle acht gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen, berichtete der US-Sender CNN.

Der 55-Jährige war Ende September verhaftet worden. Ihm werden Verstöße gegen seine Bewährungsauflagen aus einer Verurteilung wegen Bankbetrugs im Jahr 2010 vorgeworfen. Das Gericht setzte eine weitere Anhörung für den 9. November an. Der Mann muss bis zur Beweiserhebung in Haft bleiben.

Der Amateur-Film "Unschuld der Muslime", der den Propheten Mohammed als Frauenheld, Homosexuellen und Päderasten verunglimpft, wurde im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht. Im Internet platzierte Ausschnitte des Films lösten massive Proteste in der islamischen Welt aus. Dabei gab es mehr als 50 Tote.

Nach den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft hat Youssef gegen mehrere Bewährungsauflagen verstoßen. So habe er als Geschäftsmann verschiedene Namen benutzt und sich Online betätigt, obwohl er nur mit ausdrücklicher Zustimmung seines Bewährungshelfers einen Computer und das Internet hätte benutzen dürfen.

Nakoula Basseley Nakoula hatte 2002 seine Namen legal in Mark Basseley Youssef geändert, die Behörden während des Betrugsverfahrens aber nicht darüber informiert. Für Betrugsdelikte mit Schecks soll er nach Behördenangaben über ein Dutzend Alias-Namen, 60 verschiedene Konten und über 600 Kreditkarten genutzt haben.

Der Staatsanwalt warf ihm jetzt vor, die Bewährungshelfer über seinen richtigen Namen belogen und trotz Verbots Alias-Namen verwendet zu haben. Unter dem Namen Sam Bacile hatte der koptische Christ den Mohammed-Film produziert.

Youssef sitzt seit dem 28. September in Haft, eine Freilassung auf Kaution wurde wegen Fluchtgefahr abgelehnt. Als die gewaltsamen Proteste begannen, war er aus seinem Haus in einem Vorort von Los Angeles verschwunden und untergetaucht.

(APA/dpa/sda)

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