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Syrien bietet Türkei Sicherheits-Zusammenarbeit an

13.10.2012 | 17:49 |   (DiePresse.com)

Syrien versucht im zunehmenden Konflikt mit der Türkei zu kalmieren. Ankara warnt: Bei neuen Grenzverletzungen werde man "ohne Zögern" zurückschlagen.

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Nach mehreren Grenz-Vorfällen hat Syrien einen gemeinsamen Sicherheitsausschuss mit der Türkei vorgeschlagen. Dieser solle einen "Mechanismus zur Überwachung der Grenze unter Respektierung der nationalen Souveränität festlegen", erklärte das syrische Außenministerium am Samstag.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu warnte unterdessen, sein Land werde bei weiteren Grenzverletzungen durch Syrien "ohne Zögern" zurückschlagen. Die türkische Armee hatte in den vergangenen Wochen mehrfach auf grenzüberschreitenden Beschuss reagiert.

Davutoglu war zuvor mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle in Istanbul zusammengetroffen. Westerwelle mahnte den Nato-Partner Türkei angesichts der zunehmenden Spannungen mit Syrien zu Zurückhaltung. Er forderte seinen Amtskollegen auf, die bisherige "besonnene Haltung" fortzusetzen. Zugleich sicherte er der Türkei Deutschlands Solidarität zu.

Erdogan fordert Reform des Sicherheitsrates

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wirft den Vereinten Nationen  Handlungsunfähigkeit vor. So wie die UNO vor zwanzig Jahren tatenlos dem Morden auf dem Balkan zugesehen hätte, so sprachlos seien sie angesichts der Syrien-Krise, wetterte Erdogan am Samstag. Wegen der anhaltenden Vetos der beiden ständigen Ratsmitglieder Russland und China gegen alle Syrien-Resolutionen verliere der Weltsicherheitsrat in den Augen aller "Unterdrückter" weltweit seine Legitimität.

Er schlug vor, den UNO-Sicherheitsrat so umzubauen, dass er "gerechter und wirksamer" werde und die Interessen der UNO-Mitglieder besser repräsentiere als bisher. Dabei müsse auch der wachsende Einfluss von Schwellenländern wie der Türkei, Brasilien, Indien oder Indonesien Berücksichtigung finden: "Der " betonte Erdogan.

Zwischen der Türkei und Syrien hat sich der Ton in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei feuert zurück. Die Beziehungen sind zudem belastet, weil die Türkei am Mittwoch ein syrisches Passagierflugzeug auf dem Weg von Moskau nach Damaskus zur Landung in Ankara zwang. An Bord sollen Rüstungsgüter gewesen sein, die angeblich in Russland geladen worden waren.

In Syrien selbst dauerten die Kämpfe weiter an, Aktivisten meldeten Dutzende Tote. Die in London ansässigen syrischen Menschenrechtsbeobachter berichteten von Luftangriffen des Regimes auf die von Rebellen kontrollierten Gebiete in Idlib. In der grenznahen Region war es zuvor zu einer neuen Eskalation gekommen - als die türkische Luftwaffe am Freitag als Reaktion auf Bombardements syrischer Kampfflugzeuge unweit der Grenze Warnmanöver flog.

(APA/dpa/Red.)

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55 Kommentare
 
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Gast: Gesichtschirurg
14.10.2012 09:42
0 1

Eine Schutzzone ist unausweichlich geworden

Der Konflikt wird länger dauern. Damit es nicht wieder zu einem grenzübergreifenden Terror wie im Irak kommt, wird die Türkei die Initiative ergreifen und eine Schutzzone auf syrischem Gebiet errichten. Syrien wird dem wohl zustimmen müssen. Auch die Russen wissen, dass nicht die Türkei sondern die USA der Feind ist, welcher die russische Flotte aus dem Mittelmehr drängen will.

Die anti-türkische Rhetorik im Forum verfehlt diese Fakten völlig.

Gast: Gesichtschirurg
14.10.2012 01:12
0 1

Die UNO ist bisher nur in der Lage gewesen die ...

...Interessen des industrialisierten Establishments zu vertreten. Es wird Zeit, dass die dynamischen Schwellenländer aufrücken. Da müssen die vergreisten Altkolonialisten hält mal Platz machen.

Gast: Gustav Gunkel
13.10.2012 22:25
1 0

"Wegen der anhaltenden Vetos der beiden ständigen Ratsmitglieder Russland und China gegen alle Syrien-Resolutionen verliere der Weltsicherheitsrat in den Augen aller "Unterdrückter" weltweit seine Legitimität."

Bezüglich "Unterdrückter", da kann er gleich bei den Kurden anfangen und ihnen Unabhängigkeit und einen eigenen Staat zubilligen.

Gast: alles kann sich ändern
13.10.2012 20:39
2 1

Während Holländer zu schauen

Es ist nicht zu spät , die Türkei kann mit Russland , Iran über Syrien eine Lösung finden dann gemeinsam Pkk erledigen , Westerwelle über die Nazis eine Lektion erteilen dann USA mitnehmen , Europa zeigen , aber was ? damit sie nie wieder gegen die Verbrecher schweigen sollen und alle öl und Gas Lieferungen zu stoppen .

Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei feuert zurück

Mir kommen gleich die Tränen. Die tapfere Türkei, die in reiner "Notwehr" auf Syrien schießt.
Die suchen doch nur einen Grund, um ihre Vormachtstellung auszubauen.

Dass unsere Politiker die Türkei in die EU aufnehmen wollen hört sich wie ein schlechter Scherz an.


Re: Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei feuert zurück

na euda ihr mit euern EU -.-
wieso versetzt ihr euch nicht in die Lage von Erdogan und der TR, stellts euch vor TR wär Österreich und aufeinmal schiesst das Nachbarland Granate nach Graz ( auch wenn es nicht absichtlich wäre) trotzdem muss sich Ö. dafür verteidigen oder ? oder wollen die össis nur zuschauen wie 5 zivilistin im Graz gestorben sind :/ ????

Gast: efes pilsen basket
13.10.2012 18:19
3 2

hoppolaa syrien hat in die hose gemacht

auf eigenes volk auf kleine kinder zu schiesen

hier sind sie mann genug

und jetzt machen sie in die hose


alle reden von russland und china

naaa wo sind sie

alle reden von russland und china


Gast: Grauer Wolf
13.10.2012 17:30
10 5

Erdogan soll sein verlogenes Maul halten

Als es gegen Libyen ging hat er gesagt dass er sich nicht am Einsatz gegen ein Islamisches Land beteiligen werde.

Was ist mit Syrien?
In Syrien will er aufeinmal miteingreifen.

Sind ihm dort zu viele Kurden,Alawiten und Christen die seine Islamistenfreunde darin hindern an die Macht zu kommen.


Re: Erdogan soll sein verlogenes Maul halten

naja, in Ägypten und Libyen hat sich der Halbmond fast von selbst auf die Flagge projeziert, das ging in Syrien nicht so leicht, und hat international ziemliches Aufsehen erregt.

Re: Erdogan soll sein verlogenes Maul halten

Christen in Syrien sind gegen Assad !

Gast: helmut44
13.10.2012 17:21
7 2

Dass entscheidende ist gar nicht ob man für oder gegen Assad ist!

Das entscheidende ist wenn Assad gestürzt wird
dass Alawiten und Christen zum Freiwild der Radikalen Islamistischen Kräfte werden.

Dann wird alles noch viel schlimmer und grausamer.

Syrien macht dass was das Land von Anfang an gemacht hat, jedoch wurden nur die ausländischen Terroristen angehört und das gewählte Parlament ignoriert.

... Sie haben von Anfang an angeboten alles ordentlich aufzuklären, nur mit den radikalen systemstürzenden Terroristen die in Zivilkleidung kämpfen und sich hinter Kindern verstecken kann man nicht diskutieren.
Die inszenierte Propaganda der "Oppositionellen" wurde anfänglich nicht mal hinterfragt.

Der Kofi Annan hat seinen Job nicht umsonst geschmissen, jedoch werden solche "Zeichen" nicht gesehen, weil man sie nicht sehen möchte.

Gast: 45452
13.10.2012 16:02
4 0

The Free Syrian Army has now shattered itself

It looks like the Free Syrian Army, so-called, is facing defeat and this is why Erdogan is so hysterical, that he’s got to do something before this dissolves completely on the ground.

This is playing into the erratic instability of Erdogan.

http://www.presstv.ir/detail/2012/10/13/266411/erdogan-nervous-on-syria-rebel-defeats/

Gast: Linker Pirat
13.10.2012 15:51
4 8

Komisch, ...

...erst türkische Flieger abschießen und dann Zusammenarbeit mit der Türkei fordern.

9 4

Re: Komisch, ...

Der Flieger war im Syrischen Luftraum. Das ist wohl längst geklärt.

Assad scheint der bessere Stratege zu sein. Er zwingt die Türken dazu, ihr falsches Spiel zu beenden oder eben offen einen Angriffskrieg zu führen. Und dann kommen die Russen. Erdogan wird das nicht überreißen und ins offene Messer laufen.

Gast: Kommentar senden
13.10.2012 15:18
10 0

Nehmen wir uns eine Minute Zeit

und gedenken wir dem letzten Deppen der die Russen zu lange geärgert hat. Auch er ärgerte die Russen, was diese lange ignorierten. Auch er hatte den Rückhalt der Nato, auch er wurde von den Amerikanern durch offenen Beistand, Waffen, Geld und Spezialisten unterstützt (Zitat eines russischen Offiziers: Das war wie Weihnachten und Ostern zusammen [Gemeint war die erbeutete Amitechnik]) . Und plötzlich hat der Bär seine Tatze gehoben und die Nervensäge so schnell plattgemacht, das die Weltöffentlichkeit kaum mitgekommen ist. Und da konnten sich die Amis dann auch nur mehr auf Diplomatie beschränken. Auch nachdem Russland eigentlich gegen den Waffenstillstand verstoßen hat (Besetzung verschiedener Städte, wie zb Gori). Erinnern wir uns an Georgien und Micheil Saakaschwili, den treudoofen Natofreund.

Re: Nehmen wir uns eine Minute Zeit

ahh mensch, wie kannst nur die Tr damit vergleichen -.-

So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

Vor 15 Jahren wurde Serbien bombardiert - dann mit EU Krediten wiederaufgebaut.
Dann passierte das mit Lybien und jetzt mit Syrien.
Trotzdem sind 25 % der Griechen arbeitslos.

Antworten Gast: Gast2323
13.10.2012 16:11
2 3

Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

die kreditmenge muss in unserem geldpyramidenspiel immer mehr wachsen, sonst gibt es den systemcrash.

im prinzip ist es ja verlockend für banksterskartell:

finanziere mit selbstgeschöpften krediten irgendwelche "freiheitsbewegungen" und bombardiere dann die sich wehrende legitimierte regierung des betreffenden staats in die steinzeit zurück und baue wieder mit aus der luft geschöpften krediten den staat wieder auf, der nunmehr dank meiner luftkredite unter meiner kontrolle steht...

Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

richtig - das ehem. Yugoslawien hat sich hartnäckig geweigert mit dem Rothschild Bankensystem oder dem IWF ins Bett zu gehen...

Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

was fuer ein Schwachsinn

Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

Die EU hat sich selbst eigentlich geschadet mit den Konflikten die in letzter Zeit entstanden sind, deswegen ist es notwendig den Profiteur der Sache ausfindig zu machen ... Der Hauptprofiteur liegt meiner Meinung nach am anderen Ende des großen Gewässers ... er war auch immer der erste, der jeweils nach Krieg geschrien hat.

Antworten Gast: lambdaphage
13.10.2012 14:56
1 0

Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

Was hat die EU mit der Türkei zu tun?

Antworten Antworten Gast: Hamdudeldei
13.10.2012 17:49
2 1

Re: Re: So verschaffen sich Friedensnobelpreisträger ihr Wirtschaftswachstum!

Die großteilige Mitgliedschaft im gleichen Kriegstreiberverein.

 
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