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Syrien verbietet Türkei Flüge über Staatsgebiet

14.10.2012 | 14:57 |   (DiePresse.com)

Das Flugverbot ist offenbar ein Akt der Vergeltung. In Syrien hielten die Kämpfe indes am Wochenende unvermindert an.

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Mit der Sperrung des syrischen Luftraums für türkische Flugzeuge hat sich der Konflikt zwischen Damaskus und Ankara weiter verschärft. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf eine gleichartige Entscheidung der Türkei, teilte das syrische Außenministerium am Samstagabend laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA mit. Die syrische Armee startete am Sonntag eine Offensive im Norden des Landes, um Positionen von den Rebellen zurückzuerobern.

Das Überflugverbot für türkische Airlines trat in der Nacht zum Sonntag in Kraft. Ankara hat bisher offiziell kein Überflugverbot für syrische Flugzeuge verhängt. Am vergangenen Mittwoch hatten aber türkische Kampfflieger ein syrisches Passagierflugzeug von Moskau nach Damaskus abgefangen und zur Landung in Ankara gezwungen. Nach türkischen Angaben enthielt die beschlagnahmte Fracht Munition und militärische Ausrüstung. Dies wurde von Russland und Syrien dementiert.

Syrien schlägt Sicherheitsausschuss vor

Nach mehreren Zwischenfällen im Grenzgebiet hatte Syrien am Samstag einen Sicherheitsausschuss mit der Türkei vorgeschlagen. Laut syrischem Außenministerium wurde dies mit dem Verbündeten Russland abgesprochen. Die Türkei ging bisher nicht auf den Vorschlag ein.

Der internationale Syrien-Gesandte Lakhdar Brahimi setzte seine Vermittlungsbemühungen am Samstag in Istanbul fort. Er sprach mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül und später mit Davutoglu. Der Algerier, der seit dem 1. September im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga eine Lösung in dem Konflikt sucht, tritt für einen politischen Weg ein und lehnt einen Militäreinsatz ab. Am Sonntag wurde Brahimi laut iranischem Staatsfernsehen in Teheran erwartet, am Montag wollte er weiter nach Bagdad reisen.

"Deutschland hätte ähnlich gehandelt"

Hinter die Türkei stellte sich am Samstag der deutsche Außenminister Guido Westerwelle bei einem Besuch in Istanbul. Deutschland hätte im Streit um die abgefangene Passagiermaschine wohl ähnlich gehandelt. Davutoglu warnte Syrien vor weiteren Grenzverletzungen.

Wegen der Blockadehaltung Chinas und Russlands forderte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eine Reform des UN-Sicherheitsrats. So wie die UN vor zwanzig Jahren tatenlos dem Morden auf dem Balkan zugesehen hätten, so sprachlos seien sie angesichts der Syrien-Krise, wetterte der Regierungschef laut türkischer Nachrichtenagentur Anadolu bei einer Konferenz. Der Rat müsse "gerechter und wirksamer" werden und die Interessen der UN-Mitglieder besser repräsentieren als bisher.

Gegenoffensive der syrischen Armee

In Syrien hielten die Kämpfe am Wochenende unvermindert an. Nachdem die Rebellen zuletzt Erfolge im Norden des Landes erzielten und ihre Angriffe auf Militärbasen konzentrierten, startete die Armee am Sonntag eine Gegenoffensive, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss versuchten die Streitkräfte, verlorene Positionen zurückzugewinnen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf der Armee erneut den Einsatz international geächteter Streubomben vor. Die Luftwaffe werfe Streubomben inzwischen auch über Wohngebieten ab, erklärte HRW-Rüstungsexperte Steve Goose am Sonntag. Syrien müsse den Einsatz derartiger Waffen umgehend einstellen.

Die Rebellen blockierten indes weiter große Teile der Zufahrtstraße nach Aleppo, um den Regierungstruppen den Nachschub zu erschweren. In der Provinz Aleppo schossen sie der Stelle zufolge ein Flugzeug der Armee ab.

Angesichts zahlreicher Überläufer und Zermürbung nach 19 Monaten Revolte sehen Beobachter die syrische Armee nicht mehr als bestimmend in dem Konflikt an. Laut Beobachtungsstelle war die Zahl getöteter Soldaten und Rebellen zuletzt erstmals höher als die Zahl getöteter Zivilisten. Seit März 2011 wurden der Stelle zufolge insgesamt 33.000 Menschen getötet.

 

Türkei vs. Syrien: Zwei Armeen im Vergleich

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(APA/AFP/dpa)

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38 Kommentare
 
12
Gast: Gut informiert
14.10.2012 16:59
3 2

Reform des sicherheitsrates

dringend, damit die USA alles alleine entscheiden können. Sie bestimmen ja immer, wer die Bösen sind

1 10

naa wo sind die russen und chinesen

wenn es ernst wird

machen sie eine PISSEE

ohhhh machen die villeicht schießübung ohhhh


Antworten Gast: Eyjafjallajoekul
14.10.2012 15:52
5 2

Re: naa wo sind die russen und chinesen

wie alt sind sie denn?

Antworten Antworten Gast: jupiiix.
14.10.2012 18:58
0 3

Re: Re: naa wo sind die russen und chinesen

Ich bin 6 jarh alt gehr in Vorshulle und lern gerate lesen und schreib

Re: Re: naa wo sind die russen und chinesen

ohhhh wie alt bin ich

fragt der Island-Fan ----Eyjafjallajoekul

wie alt sollte ich sein

ich bin sprachlos

Antworten Antworten Antworten Gast: Eyjafjallajoekul
14.10.2012 20:46
3 0

Re: Re: Re: naa wo sind die russen und chinesen

na, so wie sie hier posten (nur vom verhalten und inhalt her, die rechtschreibung und die zu 100% fehlenden satzzeichen werten wir mal zu ihren gunsten gar nicht), würd ich schätzen, sie sind ein kind des neuen jahrtausends und/oder einfach ein troll.

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jupiiix
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Es dürfte sich aber um einen gleicheren Benutzer (ähnl. Aaron F.) handeln, da seine letzten Kommentare nicht angezeigt werden.

1 13

hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

wauuu türken haben jetzt angst bekommen
jesus jesus was machen wir jetzt

owehh
owehhh

Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

lerne lieber deutsch

0 11

Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

ich spreche drei sprachen

deutsch--türkisch--englisch

was passt ihnen nicht

Re: Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

Und warum haben Sie nie gelernt, Deutsch auch zu schreiben?

2 8

Re: Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

"Kopftuch anziehen" ist falsch.
Dorian Grey spricht wahrscheinlich nur Deutsch und ist deswegen eifersuechtig und erbost ueber Andersdenkende und vor allem Ihr ueber Ihr Sprachalent. Ist halt Stammtischdenken.

6 1

Re: Re: Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

So nicht türkisch wird Dorian Grey nicht können wie der nicht Deutsch kann.

Re: Re: Re: Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

Sie haben "Tante Jolesch" offensichtlich auch gelesen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Eyjafjallajoekul
14.10.2012 15:57
2 3

Re: Re: Re: hat der assad kopftuch angezogen oder was wo ist er

Ich spreche 9 fliessend und 8 davon habe ich sogar selbst erfunden! hier eine kostprobe:

"ajidghasdf, adauzsd auksd asdnasdnasd, sjjsjjsj 1234!"

Wenn Sie das sinnerfassend lesen können, dann melden Sie sich wieder.

Da sich die Länder in der Nähe des Kriegszustandes befinden ist die Reaktion verständlich, könnte durchaus sein dass die Türken zivile Maschinen als Kriegsdrohnen verwenden ..

... Ganz normale Reaktion.

Was bitte ist eine Kriegsdrohne?

Ich vermute hier versucht wieder ein Unwissender mit martialisch klingenden Begriffen "cool" zu klingen!

P.S. Als Drohne werden im normalen deutschen Sprachgebrauch unbemannte Luftfahrzeuge bezeichnet, die militärischen Bezeichnungen sind z.B.
UAV (unmanned aerial vehicle), UAS (unmanned aerial system) oder RPV (remotely piloted vehicle).

Auf jeden Fall UNBEMANNT, hat also NICHTS mit ziviler Luftfahrt zu tun!!

2 0

Re: Was bitte ist eine Kriegsdrohne?

Ich denke, es waren Drohnen gemeint, die wie Zivilflugzeuge ausschauen. Man kann auch eine Verkehrsmaschine unbemannt fernsteuern.

Antworten Antworten Gast: Noch klügerer Klugsch...reiber
14.10.2012 14:17
2 1

Re: Was bitte ist eine Kriegsdrohne?

Auch männliche Bienen werden im normalen deutschen Sprachgebrauch als "Drohnen" bezeichnet!

Re: Was bitte ist eine Kriegsdrohne?

Sorry, für die Ausdrucksweise --> ich meinte natürlich: "Spionageflugzeug"

Gast: Adal
14.10.2012 12:53
8 1

Welche Rolle will Erdogan spielen?

Der Verdacht einer bewussten Ausweitung der türkisch-militärischen Interessen durch Ausnutzen der Kriegssituation ist das Ziel des Grosskalifen Erdogan.

Sollte er es gar fertigbringen, einen Flächenbrand auszulösen, etwa den Westen über die NATO auf militärischen Konfrontationskurs mit Assad-Unterstüztern wie Iran, Russland und ev. auch China zu bringen?

Tatsache ist, durch den Krieg wird Syrien zerstört, beide Seiten liefern Waffen. Nach einer (wahrscheinlichen) Niederlage wird Syrien dank bevorstehender ethnischer Konflikte und den eingewanderten Islamisten auch einen "arabischen Frühling" erleben.


5 1

Re: Welche Rolle will Erdogan spielen?

Ich denke, Syrien wird nicht zerstört, da die Russen eingreifen werden. Die Türkei könnte an Russland fallen. Die Nato wird gegen Russland nicht aktiv werden. Ein Krieg gegen Russland bedeutet, dass auch Bomben auf die USA fliegen könnten. Das wollen die nicht so gern.

Die Nato kann sich leicht heraushalten, weil die Türken keinen ernsthaften Kriegsgrund gegen Syrien bekommen werden. Da sie sich selbst von ihren Rebellen aus Syrien beschießen lassen wird ihnen niemand helfen wollen. Das ist zu riskant.

Re: Welche Rolle will Erdogan spielen?

Man nehme das Google Maps zur Hand, und schreibt sich die Konflikte auf die es in der Region gibt, Plus der Tatsache dass in Jordanien amerikanische Truppen stationiert sind, dann kann man unter Umständen erkennen dass man dort genau 1 "Steinwurf" vom 3WK entfernt ist.

Gast: Adal
14.10.2012 12:52
2 1

Welche Rolle will Erdogan spielen?

Der Verdacht einer bewussten Ausweitung der türkisch-militärischen Interessen durch Ausnutzen der Kriegssituation ist das Ziel des Grosskalifen Erdogan.

Sollte er es gar fertigbringen, einen Flächenbrand auszulösen, etwa den Westen über die NATO auf militärischen Konfrontationskurs mit Assad-Unterstüztern wie Iran, Russland und ev. auch China zu bringen?

Tatsache ist, durch den Krieg wird Syrien zerstört, beide Seiten liefern Waffen. Nach einer (wahrscheinlichen) Niederlage wird Syrien dank bevorstehender ethnischer Konflikte und den eingewanderten Islamisten auch einen "arabischen Frühling" erleben.


Das ist auch ein Ding!

Gestern bietet Syrien der Türkei die Zusammenarbeit an und heute verbietet das Überfliegen von Syrien!
Manche Österreicher freuen sich darauf!

1 0

Re: Das ist auch ein Ding!

immer wieder lustig was du hört postest!

 
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