19.06.2013 00:51 Merkliste 0

Montenegro-Wahl: Bündnis um Regierungspartei siegt

15.10.2012 | 06:54 |   (DiePresse.com)

Bei der Parlamentswahl haben sich die regierenden Demokraten wieder die meisten Stimmen gesichert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Chef der regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS), Milo Djukanovic, hat um Mitternacht den Sieg seines Bündnisses "Europäisches Montenegro" bei den vorgezogenen Parlamentswahlen verkündet. Das Wahlbündnis um seine Partei sei mit Gewissheit zur stärksten Kraft mit doppelt so vielen Stimmen wie die zweitplatzierte Demokratische Front geworden, erklärte Djukanovic.

Dies habe die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass "Europäisches Montenegro" schon am Montag beginne, an der Bildung einer neuen Regierung zu arbeiten, welche Montenegro auf dem Weg der euroatlantischen Integration weiterhin erfolgreich führen werde, unterstrich der DPS-Chef.

"Europäisches Montenegro" sei auch das einzige Regierungsbündnis in Europa, welchem es in den Zeiten der Wirtschaftskrise gelungen sei, das Vertrauen der Bürger zu wahren und erneut die Macht zu erobern. Auch sei es dem Bündnis um seine DPS geglückt, die Stimmenzahl seit den letzten Parlamentswahlen im Jahre 2009 von 168.000 auf 180.000 aufzustocken, hielt Djukanovic fest.

Nicht ganz derselben Meinung mit dem DPS-Chef und langjährigen montenegrinischen Premier und Präsidenten ist der Vorsitzende der Demokratischen Front (DF), eines Bündnisses mehrerer Oppositionsparteien. Miodrag Lekic bezeichnete die DF am Sonntagabend als den "großen Wahlsieger". Auch wolle er sich auf Basis der Wahlergebnisse um eine Regierung der "nationalen Einheit" bemühen, sagte Lekic. Die Wahlergebnisse würden den Beginn vom Ende der Herrschaft von DPS und der Sozialdemokratischen Partei (SDP), ihres langjährigen Bündnispartners, bedeuten, so Lekic.

Auch Darko Pejovic, der Leiter der Partei Positives Montenegro, einem Neuling auf der politischen Bühne, ist der Ansicht, dass die Wahlergebnisse in der Tat daraufhin hinweisen, dass sich die DPS und ihre Bündnispartner auf Talfahrt befinden würden. Sie würden nie mehr eine absolute Mehrheit im Parlament haben, glaubt Pejovic.

Laut den ersten inoffiziellen Wahlergebnissen hat sich "Europäisches Montenegro" am Sonntag 39 von 81 Parlamentssitzen gesichert. Die Koalition um die DPS verfügte bisher über 48 Mandate. Die Demokratische Front kam auf 20 Mandate, gefolgt von der Sozialistischen Volkspartei (SNP) mit neun Mandaten. Positives Montenegro liegt bei sieben Parlamentssitzen, die Bosniakische Partei, die bisher am Regierungsbündnis beteiligt war, hat drei Mandate, die Kroatische Bürgerinitiative einen Parlamentssitz. Zwei Sitze fielen den Parteien der albanischen Volksgruppe zu.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Im Fadenkreuz der Terroristen