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14-jähriges Taliban-Opfer in England eingetroffen

16.10.2012 | 16:25 |   (DiePresse.com)

Malala Yousafzai wurde vor einer Woche in Pakistan aus nächster Nähe angeschossen, weil sie sich für Schulbildung für Mädchen einsetzte.

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Die von Taliban-Kämpfern in Pakistan niedergeschossene 14-jährige Malala Yousafzai ist zur weiteren Behandlung in Großbritannien eingetroffen. Am Montagnachmittag landete ein Flugzeug mit dem Mädchen an Bord auf dem Airport in Birmingham. Ein Rettungswagen brachte Malala ins dortige Queen Elizabeth Hospital, in dem sonst verwundete britische Soldaten behandelt werden.

Sie war vor ihrer Ausreise in pakistanischen Militärkrankenhäusern betreut worden, nachdem ihr am vorigen Dienstag Taliban-Kämpfer im Swat-Tal gezielt in den Kopf geschossen hatten. Der Teenager hatte sich trotz Drohungen der Extremisten seit Jahren um Bildung für Mädchen bemüht und dafür auch den pakistanischen Friedenspreis erhalten.

VIDEO: Taliban-Anschlag: 14-Jährige in England gelandet

Bild: (c) rca

Die von Taliban-Kämpfern in Pakistan niedergeschossene 14-jährige Malala Yousafzai ist zur weiteren Behandlung in Großbritannien eingetroffen.

Pakistan zahlt Reise und Behandlung

"Wir haben der pakistanischen Regierung unsere Hilfe angeboten, für Malala zu sorgen, weil sie besondere Spezialisten-Betreuung benötigt", sagte eine Sprecherin der Downing Street. "Die pakistanische Regierung zahlt alle Kosten für den Transport, die Einreise, die medizinische Versorgung, die Unterbringung und die Verpflegung für Malala und Malalas Begleitung", erklärte sie weiter.

Attentat vor einer Woche
Die 14-jährige Aktivistin Malala Yousufzai hatte sich für Schulbildung für Mädchen in Pakistan eingesetzt. Deshalb hatte ihr ein Angreifer vor einer Woche in Mingora, der größten Stadt des Swat-Tales in Nordwestpakistan, aus nächster Nähe in Kopf und Nacken geschossen, als Malala gerade im Schulbus saß. Mehr ...

Dave Rosser, medizinischer Direktor der Klinik in Birmingham, erklärte, dass einige seiner Kollegen gerade in Pakistan gewesen seien, als Malala niedergeschossen wurde - auch aus diesem Grund beteilige sich das Krankenhaus nun. Er gehe davon aus, dass die junge Frau eher für Monate als für Wochen betreut werden müsse. "Man kann sie vom psychologischen Gesichtspunkt her als Kriegsopfer behandeln."

In der Mitteilung des Militärs hieß es, die Ärzte seien "zufrieden mit ihrem derzeitigem Zustand". Daher hätten die Mediziner geraten, sie nun in eine ausländische Einrichtung zu überweisen, die eine speziellere Behandlung sichern könne. Malala sei mit Zustimmung ihrer Familie von einem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammenden Rettungsflugzeug ausgeflogen worden. Unklar blieb, ob Malala inzwischen das Bewusstsein wiedererlangt hat.

Pakistan setzt Kopfgeld aus

Die pakistanische Regierung hat für die Ergreifung des Sprechers der Taliban, Ehsanullah Ehsan, umgerechnet rund 800.000 Euro Kopfgeld ausgesetzt. Das verkündete Innenminister Rehman Malikam Dienstag bei einem Besuch im Swat-Tal, wo die 14-Jährige angeschossen worden war. Ehsan hatte sich im Namen der pakistanischen Taliban zu der Tat bekannt.

Malik kündigte außerdem an, Malala werde mit der Ehrung "Sitara-i-Shujaat" ausgezeichnet. Diese "Medaille des Mutes" ist gewöhnlich Soldaten und Polizisten vorbehalten, die besondere Tapferkeit bewiesen haben. Die Regierung der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, in der das Swat-Tal liegt, hatte nach dem Anschlag bereits eine Belohnung von umgerechnet 80.000 Euro für die Ergreifung des Attentäters ausgesetzt.

(APA/dpa)

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42 Kommentare
 
1 2

holt die Frauen raus

holt alle Frauen aus Pakistan raus und lasst diese blöden Steinzeitmänner alleine, dann sterben sie einfach aus, ohne dass man sich die Finger schmutzig machen muss.

Antworten Gast: ssensel
16.10.2012 09:20
1 13

Re: holt die Frauen raus

und wo sollen sie hin? nach österreich? wo sie von allen angefeindet werden?

sieben grüne Stricherl für ein kommentar, wos darum geht, jemanden was schlechtes zu tun (den "steinzeitmännern") und wie ware zu behandeln (die frauen, was für ein zufall).

ich hab könig salomon anders in erinnerung...

Gast: mir reichts
16.10.2012 06:33
16 1

dem opfer

hätte man den friedensnobelpreis geben können, nicht der unwürdigen eu.

2 3

Re: dem opfer

Der Friedensnobelpreis geht aber an Kriegstreiber. Das ist eher eine Warnung: Der schießt als nächstes, aufpassen.

Gast: noch einer
15.10.2012 22:45
3 25

Wen interessierts ?

Was ist mit den hunderten Opfern der Drohnenangriffe der USA
oder den Opfern der Bombenangriffe der Isis ?

Antworten Gast: mir reichts
16.10.2012 06:34
10 0

Re: Wen interessierts ?

was kann die altägyptische göttin isis daführ?

23 1

Armes, tapferes Mädchen

Abartig ist das, auf ein demonstrierendes Kind zu schießen. Hoffentlich kommt sie durch.

Das ruft halt auch ins Bewusstsein, dass es nicht so selbstverständlich ist, dass jeder eine Schule besuchen kann. Und welche Verhöhnung dieser Chance es eigentlich ist, wenn Kinder dann zu faul sind, innerhalb acht Jahren nicht einmal anständig lesen zu lernen. Und diesen Eltern das offenbar auch gleichgültig ist.

opportunist!

sie hetzen seit jahren gegen "ausländer" und "den islam".

sie wären der erste gewesen, der das mädchen aus österreich abgeschoben hätte.

jetzt heucheln sie mitgefühl? ich spucke auf ihre einstellung.

3 0

Re: opportunist!

Wer sind Sie, dass sie glauben, andere Poster beleidigen und diffamieren zu können?

Die islamische Sittenpolizei oder was??

Wieso gehen beleidigende Lügenkommentare von Pöbelmoslems durch, während knallharte Fakten über den Islam zensuriert werden?

12 2

Re: opportunist!

Dont drink an post.

Antworten Antworten Gast: mir reichts
16.10.2012 06:36
7 3

Re: opportunist!

hast einen tunnelblick?

wo steht irgendwas von ausländern oder islam im kommentar?

Antworten Antworten Gast: Zenzine
16.10.2012 06:35
10 1

Re: opportunist!

Gegen diesen radikalen Islam, der für den Mordversuch an diesem Mädchen verantwortlich ist, hetzt er auch zurecht.

Antworten Gast: wiedereingast
15.10.2012 22:47
2 12

Re: Armes, tapferes Mädchen

Heuchelei

Antworten Antworten Gast: Zenzine
16.10.2012 06:38
16 1

Re: Re: Armes, tapferes Mädchen

Wieso ist es Heuchelei, wenn jemand ein Opfer radikaler religiöser Extremisten bedauert?

fefe mag den Islam nicht, das liest man immer wieder aus seinen Postings heraus. Er mag ihn nicht, weil er ihn für gefährlich hält, weil er die Menschen verblendet (wie übrigens jede Religion das könnte, wenn deren religiöse Führer die Menschen genügend manipulieren).

Wenn ich mir jetzt anschaue, was mit dem Mädchen passiert ist, hat fefe doch recht damit, den Islam nicht zu mögen.

10 0

Re: Re: Re: Armes, tapferes Mädchen

So stimmt das nicht ganz. Mir ist der Islam egal, Religion ist Privatsache. Ich bin auch gegen die pauschale Verfolgung von Muslimen, weil das eigentlich nicht viel anders ist als seinerzeit gegen die Juden in der Anfangszeit.

Mir ist es auch völlig egal ob jemand mit einem Kopftuch herumrennt oder was immer er anziehen will. Mir sind auch die Ausländer in Wien egal, weil Wien besteht traditionell aus Ausländern.

Ich bin allerdings gegen eine Türkenbelagerung wie sie gerade passiert und dem damit verbundenen offen ausgelebten Nationalismus, gegen den - da gegen Inländer gerichtet - niemand etwas unternimmt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
16.10.2012 20:28
2 0

Re: Re: Re: Re: Armes, tapferes Mädchen

Entschuldigung, dann habe ich Sie missverstanden.

Ich bin aber total Ihrer Meinung! Als Zuwanderer muss man sich meiner Meinung nach nicht in allem anpassen, man darf und soll sehr wohl seine Kultur, seine Tracht, seine Musik etc. behalten dürfen.
Man muss (und das fordere ich von allen Zuwanderern, egal, welcher Nationalität) aber die Landessprache so gut beherrschen, dass man versteht und verstanden wird, man braucht eine gute Bildung und Ausbildung und selbstverständlich soll man die Gesetze und Bräuche des neuen Heimatlandes respektieren (auch wenn man sie selbst nicht übernimmt).

Immer nur fordern aber nichts beitragen macht keinen schlanken Fuß, so macht man sich nur unbeliebt. Wenn ich ein Land und seine Kultur nicht mag, warum wandere ich dann überhaupt erst dahin aus? Ich würde beispielsweise niemald in ein islamisches Land ziehen wollen, sei es noch so wunderschön.

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Re: Re: Re: Armes, tapferes Mädchen

Mir ist der Islam egal. Ich bin gegen alle Extremisten. Auch katholische, gibt es ja auch.

 
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