Der ehemalige Finanzminister des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz, Ingolf Deubel, steht seit Dienstag wegen der Nürburgring-Affäre vor Gericht. Mehr als drei Jahre nach der gescheiterten Privatfinanzierung der Eifel-Rennstrecke muss er sich vor dem Landgericht Koblenz wegen Untreue verantworten. Mit ihm auf der Anklagebank sitzen Ex-Ringchef Walter Kafitz sowie vier weitere Manager.
Deubel und Kafitz sollen beim Ausbau des Freizeitparks am Nürburgring für beträchtliche finanzielle Schäden mitverantwortlich gewesen sein.
Es geht etwa um sechsstellige Zahlungen an Finanzvermittler, angeblich nicht genehmigte Kredite für Tochtergesellschaften der Nürburgring GmbH sowie die Gefährdung von Steuergeld. Die Affäre um den Nürburgring belastet seit Jahren die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD).
Rücktritt und Insolvenz
Deubel war im Juli 2009 wegen der gescheiterten Privatfinanzierung als Finanzminister zurückgetreten. Im Juli dieses Jahres meldete die Nürburgring GmbH als Verpächterin der Formel-1-Rennstrecke und des Freizeitparks in der Eifel Insolvenz an.
(APA/dpa/AFP)
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