Nordkorea droht wieder einmal dem Süden. Grund ist diesmal der geplante Abwurf von Flugblättern aus Südkorea, auf denen das Regime kritisiert wird. Sollten am Montag wie angekündigt solche Schriften abgeworfen werden, komme es ohne weitere Warnung zu einem "gnadenlosen Militärschlag", hieß es am Freitag in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.
Weiters betonte die nordkoreanische Volksarmee, die "Einheiten der Westfront" würden "ohne Vorwarnung unerbittlich" Vergeltung üben. Für die Flugblätter sind private südkoreanische Gegner der Führung Nordkoreas verantwortlich. Sie wollen die Schriften per Ballon von südkoreanischem Gebiet aus in den Norden schicken.
Anfang Oktober hatte Nordkorea selbst Flugblätter über dem Süden abgeworfen. Darauf wurde ein nordkoreakritisches Bildungsprogramm in den südkoreanischen Streitkräften kritisiert und der Einsatz Pjöngjang-treuer Aktivisten im Süden gelobt.
Südkorea: "Werden zurückschlagen"
Die Antwort Südkoreas auf die Drohung ließ am Freitag nicht lange auf sich warten: Sollte der Norden auf die politische Flugblattaktion reagieren, "werden wir zurückschlagen", sagte Verteidigungsminister Kim Kwan Jin der Nachrichtenagentur Yonhap.
Gegner der nordkoreanischen Regierung in Südkorea, darunter Überläufer aus dem Norden, schicken regelmäßig Flugblätter über die Grenze, in denen sie das autoritäre Regime in Pjöngjang anprangern und zum Sturz des Machthabers Kim Jong-un aufrufen.
(APA/Reuters)
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