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USA: Todesschütze von Fort Hood wird zwangsrasiert

19.10.2012 | 09:29 |   (DiePresse.com)

Der mutmaßliche Attentäter sieht seinen Bart als Zeichen des Glaubens, das Gericht gestattet ihn nicht. Der US-Soldat soll 2009 auf der Militärbasis Fort Hood 13 Menschen erschossen und 32 weitere verletzt haben.

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Der mutmaßliche Todesschütze vom US-Militärstützpunkt Fort Hood muss mit einer Zwangsrasur seines Bartes rechnen. Die Militärrichter eines Berufungsgerichts entschieden am Donnerstag (Ortszeit), dass von den Angeklagten Nidal Hasan die Entfernung des Bartes erwartet werden kann. Der US-Soldat wird beschuldigt, im November 2009 auf der Militärbasis Fort Hood im Bundesstaat Texas zwölf Kameraden und einen Zivilisten erschossen sowie 32 weitere Menschen verletzt zu haben.

Die Anklage forderte bei einer Anhörung vor einem Militärgericht in Fort Belvoir im Bundesstaat Virginia vor einer Woche, dass sich Hasan für den Prozess rasiere. Die Verteidiger des mutmaßlichen Sympathisanten des Terrornetzwerks al-Qaida argumentierten dagegen, das Gericht habe kein Recht, die Gesichtsbehaarung zwangsweise entfernen zu lassen. Dieser trage den Bart als Zeichen seines muslimischen Glaubens.

Gericht spricht "religiöse Überzeugung" ab

Das militärische Berufungsgericht befand nunmehr, dass das Gesetz über die religiösen Freiheiten für einen Angehörigen des Militärs nicht das Recht beinhalte, in Uniform einen Bart zu tragen. Es sprach Hasan zugleich die "ernsthafte religiöse Überzeugung" ab. In jedem Falle gehe die Bestimmung des Militärrechts vor, dass Soldaten keine Bärte tragen dürften. Die Richter bestätigten das bereist ergangene Urteil über eine Strafzahlung von 1000 Dollar wegen Barttragens in sechs verschiedenen Fällen.

Der Beginn des Prozesses gegen Hasan wurde bereits mehrfach verschoben. Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Der palästinensischstämmige US-Militärpsychiater wurde nach dem Massaker von der Polizei angeschossen und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt. Kurz nach der Tat wurde bekannt, dass Hasan mit dem im vergangenen September bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getöteten radikalislamischen Prediger Anwar al-Awlaki in Kontakt gestanden war.

(APA/AFP)

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10 Kommentare

So sah er einmal aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Nidal_Malik_Hasan

....und nun vergrößert euch obiges Presse Bild und seht wie Ideologie einen Menschen beeinflusst respektive verändert.

Falls der "mutmaßliche" Attentäter die Todesstrafe erhalten sollte, demonstrieren dann wieder die ganzen Gutmenschen gegen seine Hinrichtung, da man (der Attentäter ist vom Hals abwärts gelähmt) deren Meinung nach ja keine "Behinderten" richten sollte.

Im Übrigen hat er 12 Kameraden und einen Zivilisten das Leben genommen und möchte für sich das Recht beanspruchen einen Bart zu tragen? Dieser Typ sollte sich selbst Durchpsychiatrieren, bevor er seinen 72 Jungfrauen (sic!) begegnet.

Re:

Ich verfolge das nicht so, vielleicht können Sie mich aufklären. Geht es bei Behinderten in diesem Zusammenhang nicht eher um geistig Behinderte?

1 0

Re:

Absolut gegen die Hinrichtung, aber nicht wegen der Behinderung, sondern weil auch vom Staat sanktionierter Mord Mord bleibt. Von mir aus kann einem Schwerverbrecher in der Zelle über Jahrzehnte ein meterlanger Bart wachsen, ermordet darf er trotzdem nicht werden.

Am Rande: Wie soll sich einer der vom Hals abwärts gelähmt ist überhaupt rasieren?


Gast: mir reichts
19.10.2012 10:36
7 0

vom hals abwärts gelähmt. gott ist gerecht.


Re: vom hals abwärts gelähmt. gott ist gerecht.

Wird er Widerstand gegen die dienstrechtliche Rasur leisten?

Antworten Gast: ZARA
19.10.2012 11:19
1 0

Re: vom hals abwärts gelähmt. gott ist gerecht.

US Zeitungen schreiben "paralyzed below the middle of his chest", oder auch "paralyzed from the waist down". Also nix vom Hals abwärts (wo habt ihr das überhaupt her?). Seine Patschhände kann er sehr wohl noch bewegen.

1 0

Re: Re: vom hals abwärts gelähmt. gott ist gerecht.

Ich hoffe doch, dass seine Patschhände in Handschellen stecken.

Gast: Bettelstudent
19.10.2012 10:02
0 7

Die Entscheidungen scheinen willkürlich zu fallen

"In jedem Fall ... geht das Militär vor"

Re: Die Entscheidungen scheinen willkürlich zu fallen

Das MilitärRECHT geht vor. Und das ist logisch bei Angehörigen des Militärs!

An dieser Entscheidung ist nichts willkürliches.