Die USA haben Burma erstmals zum größten internationalen Militärmanöver im benachbarten Thailand eingeladen. Zu der jährlichen Übung "Cobra Gold" mit mehr als 10.000 Soldaten aus den USA, Thailand und vielen anderen asiatischen Ländern könne das sich vorsichtig öffnende Land Beobachter entsenden, sagten mehrere Vertreter teilnehmender Staaten am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem Thailand habe sich dafür stark gemacht.
Damit würden erstmals seit 1988 wieder Militärs aus den USA und Burma zusammenarbeiten. Die Verbindungen wurden damals abgebrochen, nachdem Soldaten in Burma Tausende Demonstranten niedergeschossen hatten und das Regime gegen die spätere Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi Hausarrest anordnete. "Das ist ein bedeutender Schritt", sagte Tin Maung Maung Than vom Institut für Südostasiatische Studien in Singapur: "In der Vergangenheit war Burma immer äußerst unglücklich über Cobra Gold, weil es das Manöver als Vorbereitung auf eine Invasion deutete."
Seit März 2011 hat Burma eine quasi zivile Regierung unter Thein Sein. Der einstige Junta-General verfolgt seitdem einen Reformkurs, der vor gut einem Jahr noch völlig undenkbar gewesen wäre. Die USA und die EU haben bereits ihre Handelssanktionen gegen das lange Zeit isolierte Land gelockert.
(APA/Reuters)
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