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Nordkorea: Neffe attackiert Kim Jong-un

19.10.2012 | 15:36 |   (DiePresse.com)

Kim Han-Sol will mit seinem Onkel, Nordkoreas Herrscher Kim Jong-un, nichts zu tun haben. Er fühle sich schuldig an den schlimmen Zuständen in seinem Geburtsland.

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Der Neffe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un hat seinen Onkel als "Diktator" bezeichnet. In einem im bosnischen Mostar geführten Interview des finnischen Fernsehsenders Yle mit der ehemaligen UNO-Menschenrechtsbeauftragten für Bosnien und Herzegowina, Elisabeth Rehn, spricht der 17-jährige Kim Han-sol von seinem Wunsch, die Dinge in Nordkorea zu verbessern. Weiters hege er die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung mit Südkorea. --> Das Interview auf YouTube

In flüssigem Englisch schildert der junge Mann mit schwarzer Hornbrille und zwei Steckern im linken Ohr seine einsame Kindheit. Er sei in China aufgewachsen - bei der Familie seiner Mutter. Als er zwei Jahre alt war, sei er mit seinen Eltern nach Macao gezogen. Obwohl er in Pjöngjang geboren wurde, sei er weder seinem Urgroßvater Kim Il-sung noch seinem Großvater Kim Jong-il noch seinem Onkel je begegnet. "Ich habe sie nie getroffen. (...) Ich weiß wirklich nicht, wie er (Kim Jong-un, Anm.) zum Diktator wurde, das war eine Sache zwischen ihm und meinem Großvater."

Seit September 2011 geht er in Mostar auf ein Internat des "United World College". Dort habe er nach eigenen Angaben Freundschaften auch mit Schülern aus den USA und Südkorea geschlossen: "Dadurch, dass ich diese Leute traf, habe ich den Schluss gezogen, mir die Meinungen beider Seiten anzuhören und meine eigenen Entscheidungen zu treffen." Er sei sehr froh, hier zu sein, allerdings bedauere er es, "dass ich nicht nach Nordkorea gehen kann, um meine Freunde zu sehen. Es ist wirklich eine traurige Geschichte."

"Habe genug zu essen" - und Schuldgefühle

Es ist nicht das erste Mal, dass Kim Han-sol kritische Worte zu den Zuständen in seinem Geburtsland findet. Im vergangenen Jahr postete er im Internet, auf Facebook und Twitter, Meldungen, in denen er seiner Familie die Schuld am Leiden der Nordkoreaner gab. Er selbst fühle sich schuldig, genug zu essen zu haben, während in seiner Heimat Menschen verhungerten. Daher wolle er auch mit seinem Onkel nichts zu tun haben.

Kim Han-sol ist der Sohn von Kim Jong-nam. Der ältere Halbbruder von Kim Jong-un soll Berichten zufolge 2001 bei seinem Vater Kim Jong-il in Ungnade gefallen sein, als er beim Versuch erwischt wurde, mit einem gefälschten Pass nach Japan zu reisen. Nach dem Tod von Kim Jong-il folgte ihm sein jüngster Sohn Kim Jong-un an der Spitze der kommunistischen Führung nach. Kim Jong-il hatte selbst die Staatsführung von seinem 1994 verstorbenen Vater Kim Il-sung geerbt, der Nordkorea 1948 gegründet hatte. Die Familie von Kim Jong-nam lebt mittlerweile im chinesischen Macao.

(Red./APA/AFP)

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2 Kommentare
Gast: PÖHSE
19.10.2012 19:16
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Kim kocht....

aber Nordkorea hat nix zu essen !

Gast: Chewbaca
19.10.2012 16:13
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Kim Han-Solo