Israel hat am Samstag ein Schiff propalästinensischer Aktivisten mit Hilfsgütern für den Gazastreifen gestoppt. "Soldaten der israelischen Marine sind an Bord der 'Estelle' gegangen, die versuchte, die Sicherheits-Seeblockade zu durchbrechen", teilten die Streitkräfte mit. Die Besatzung des Schiffs habe keinen Widerstand geleistet.
Die Soldaten übernahmen demnach die Kontrolle über das Boot, das nun in den Hafen von Ashdod gebracht werden solle. Eine Sprecherin der Organisatoren des Hilfstransports sagte, die israelische Marine habe das Boot "angegriffen".
Die unter finnischer Flagge fahrende "Estelle" war vor knapp zwei Wochen vom Hafen von Neapel ausgelaufen. An Bord sind 17 Aktivisten aus aller Welt, darunter fünf amtierende oder ehemalige Parlamentsabgeordnete. Auch zwei Israelis sollen an Bord des Schiffs sein. Der 1922 gebaute Dreimaster hat nach Angaben der Organisatoren vor allem Schulmaterialien, Medikamente und Baumaterial geladen.
In der Vergangenheit hatten Aktivisten immer wieder Hilfslieferungen Richtung Gazastreifen geschickt, meist in Flotten aus mehreren Schiffen. Bei dem folgenreichsten Einsatz im Mai 2010 hatte ein israelisches Kommando das türkische Schiff "Mavi Marmara" gestürmt, das in einem Konvoi unterwegs war. Bei dem international scharf kritisierten Einsatz waren neun türkische Aktivisten getötet worden. Israel verteidigt seine Blockade mit dem Argument, dass auf dem Seeweg Waffen an die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas gelangen könnten.
(APA/AFP)
Baustellen, Pleiten, SkandaleDer US-Präsident ringt um seine Glaubwürdigkeit
Staatsbürgerschaftstest neuKönnten Sie Österreicher werden?
Zitate der Woche''Die Ehre lasse ich mir nicht abschneiden''
X-47BGroßdrohne hebt erstmals von Flugzeugträger ab
''Kim on Tour''Der Diktator als Pappkamerad
