Südkorea will im Rahmen eines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms von eigenem Boden aus einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn bringen. Zwei Versuche zuvor waren fehlgeschlagen. Die mit russischer Hilfe gebaute Weltraumträgerrakete KSLV-I soll an diesem Freitag mit einem 100 Kilogramm schweren Forschungssatelliten an Bord vom Naro-Raumfahrtzentrum im Süden des Landes abheben.
Am Donnerstag wurden parallel zu Start- und Flugsimulationen die letzten Tests zur Überprüfung des Systems vorgenommen, berichtete der südkoreanische Rundfunk. Die Rakete war am Mittwoch in Startposition gebracht worden.
Es ist bereits der dritte Versuch des Landes, einen Satelliten vom eigenen Raumfahrtzentrum auf eine Umlaufbahn zu befördern. Im August 2009 war der Satellit an Bord der ersten südkoreanischen Trägerrakete wegen technischer Probleme kurz nach dem Start verloren gegangen. Im folgenden Jahr war die Rakete kurz nach dem Start explodiert.
Südkoreas Ziel ist es unter anderem, im Geschäft um die Beförderung von Satelliten mitmischen zu können. Ungeachtet des Erfolgs oder Misserfolges des bevorstehenden Starts soll das Raumfahrtprogramm fortgesetzt werden. Im Mai dieses Jahres hatte das Land von Japan aus einen Mehrzweck-Satelliten ins All befördern lassen. Außer Japan hatten in Asien bisher nur China und Indien erfolgreich eigene Satellitenstarts durchgeführt.
(APA/dpa)
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