Seit dem Tod von Diktator Kim Jong-il im Dezember 2011 sollen in Nordkorea zahlreiche hochrangige Militärs hingerichtet worden sein. 14 hohe Offizielle seien heuer auf Geheiß des Regimes getötet worden, berichtet die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo". Das Regime habe ihnen mangelnde Anteilnahme am Tod Kim Jong-ils vorgeworfen. Sie sollen während der Trauerzeit mit Alkohol oder Geliebten erwischt worden sein.
Unter anderem wurde dem Bericht zufolge der Vize-Minister für die Streitkräfte Anfang des Jahres vor ein Erschießungskommando gestellt. Sein angebliches Vergehen: Kim Chol habe während der staatlich verordneten Trauerphase Alkohol getrunken. Das Blatt beruft sich bei seiner Meldung auf Geheimdienstinformationen von Yoon Sang-hyun vom Komitee für außenpolitische Angelegenheiten, Handel und Wiedervereinigung in Seoul. Demnach habe der neue Diktator Kim Jong-un die Hinrichtung angeordnet.
Es ist davon auszugehen, dass Diktator Kim die angeblichen Vergehen als Vorwand genutzt hat, um sich möglicher Gegenspieler in den Reihen des mächtigen Militärs zu entledigen. "Kim Jong-un stärkt seine Machtbasis. Es scheint, als würden die Säuberungsaktionen noch eine Weile weitergehen", erklärt Yoon Sang-hyun vom Komitee für außenpolitische Angelegenheiten, Handel und Wiedervereinigung in Seoul.
(APA/Red.)
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