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China: Wens Familie dementiert heimlichen Reichtum

28.10.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, dass die Familie des Regierungschefs mindestens 2,7 Milliarden Dollar besitze.

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Die Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao hat einen US-Medienbericht über die heimliche Anhäufung eines Milliardenvermögens zurückgewiesen. Dieses Vermögen existiere nicht, teilten die Anwälte der Familie in mehreren Hongkonger Medien am Samstag mit. Wen habe sich immer rechtmäßig verhalten und sei in keine geschäftlichen Beziehungen verwickelt, hieß es in der Erklärung der Anwälte, die im Fernsehen und in zwei Zeitungen verbreitet wurde.

In einer weiteren Erklärung der Anwälte der Familie am Sonntag wurden die Enthüllungen der "New York Times" als "unwahr" bezeichnet. Die chinesischen Behörden hatte zuvor bereits mit weitreichenden Zensurmaßnahmen im Internet auf den Artikel reagiert. Die Anwälte Bai Tao und Wang Weidong erklärten in der Hongkonger "South China Morning Post", dass die "sogenannten 'verborgenen Reichtümer' von Familienangehörigen Wen Jiabaos aus dem Bericht der New York Times nicht existieren".

Seine Angehörigen hätten in keiner Weise von seiner Funktion als Regierungschef profitiert und auch keinen Einfluss auf seine Politik gehabt. Auch die Vermögensverhältnisse seiner Mutter seien falsch dargestellt worden. Sie habe außer ihrem früheren Lohn oder ihrer Pension kein weiteres Einkommen.

Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, dass Wens Familie ein Vermögen von umgerechnet mindestens 2,7 Milliarden Dollar (2,07 Milliarden Euro) besitze. Der größte Teil davon sei seit Wens Ernennung zum Vize-Premier 1998 zusammengetragen worden, schrieb das Blatt unter Berufung auf Unterlagen von Unternehmen und des Staates. Er wurde 2003 Ministerpräsident.

Als Beispiel für das Vermögen der Familie nannte die Zeitung einen Anteil an dem Versicherer Ping An Insurance, der Wens 90-jähriger Mutter gehöre. Den letzten verfügbaren Angaben von 2007 zufolge hatte er einen Wert von 120 Millionen Dollar.

Im von der Kommunistischen Partei beherrschten China werden Einzelheiten aus dem Leben der Führungsspitze wie Staatsgeheimnisse behandelt. Die finanzielle Situation der Politiker wird unter Verschluss gehalten. Für einen großen politischen Skandal sorgte kürzlich, dass der hochrangige Parteivertreter Bo Xilai unter anderem der Korruption und Bestechung beschuldigt wird. Bo wurde aus der Partei ausgeschlossen, verlor am Freitag seinen Parlamentssitz und dürfte vor Gericht gestellt werden.

(APA/Reuters)

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4 Kommentare
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Der Arme!

China ist nicht kommunistisch - das sollte man verstehen.
China war und ist feudalistisch - und in einem System mit absoluten Machtansprüchen wurde halt Grund und Boden durch Industriebeteiligungen ersetzt. Dennoch: China bleibt ein Feudalstaat in den Händen einer Oligarchie - den Erben der Teilnehmer von Mao Zedongs "langem Marsch". Wie lange das noch gutgeht,
bleibt abzuwarten....

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Gääääh!

Wann hätten sich jemals Potentaten kommunistischer Länder persönlich bereichert? Niemals nicht!

Abgesehen davon, daß Kommunismus Turbokapitalimus unter Ausnutzung der Dümmsten ist.

Gast: Qui tacet, consentire videtur!
28.10.2012 16:12
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China: Wens Familie dementiert heimlichen Reichtum.....

....ich finde es höchst interessant, dass man den Reichtum Wens so kritisiert und den Reichtum Papandreous GAR NICHT MEHR erwähnt, obwohl in seiner Zeit ein Land ruiniert wurde und WIR heute dafür bezahlen!
WER STECKT DA DAHINTER???
http://der-klare-blick.com/2011/05/papandreou-klaut-23-milliarden/

Gast: Halbwissen
28.10.2012 13:51
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Er hat ja auch keinen heimlichen Reichtum !

Wenn es sogar wir wissen kann er ja nicht heimlich sein.