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Ukraine: "Habe noch nie so eine faire Wahl gesehen"

31.10.2012 | 10:54 |   (DiePresse.com)

Der BZÖ-Abgeordnete Huber weist Unregelmäßigkeiten bei der ukrainischen Parlamentswahl zurück. Die Transparenz in Österreich sei mitunter "nicht so hoch".

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Der BZÖ-Abgeordnete Gerhard Huber hat Unregelmäßigkeiten bei der Parlamentswahl in der Ukraine vom Sonntag zurückgewiesen. "Ich habe noch nie so eine faire Wahl gesehen", sagte er am Mittwoch in Wien. Huber war nach eigenen Angaben einen Tag in der Ukraine als Wahlbeobachter im Einsatz. Sogar in Österreich sei die Transparenz mitunter "nicht so hoch".

Er besuchte nach eigenen Angaben am Wahltag mehrere Wahllokale, sprach mit deren Leitern, Wahlbeisitzern mehrerer Parteien, anderen Wahlbeobachtern sowie Wählern. Die Kritik der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) könne er nicht nachvollziehen. Die OSZE-Beobachter und auch Oppositionelle, die er getroffen habe, hätten keine Kritik an der Wahl geübt. "Die Kritik der OSZE löst bei mir nur Köpfschütteln aus, jeder hat bestätigt, dass das eine transparente und faire Wahl war", so Huber in Anwesenheit des ukrainischen Botschafters in Wien, Andrii Viktorowytsch Bereznyi.

Huber war auf Einladung der internationalen NGO "Zentrum für Geopolitische Analysen" als Wahlbeobachter in der Ukraine. Es war sein erster Besuch der Ex-Sowjetrepublik.

OSZE: Wahl war "demokratischer Rückschritt"

Die OSZE hatte die Wahl am Montag als "demokratischen Rückschritt" bezeichnet. Die Beobachter der OSZE berichteten von "Missbrauch von Verwaltungsressourcen" bei der Wahl, sowie einen "Mangel an Transparenz in der Kampagne und in der Parteienfinanzierung" und nicht ausgewogener Medienberichterstattung. Auch die Europäische Union hatte etwa kritisiert, dass die Oppositionsführerin Julia Timoschenko wegen einer umstrittenen Haftstrafe bei der Wahl nicht kandidieren durfte. Die Abstimmung sei ein "Rückschritt" gewesen, sagte auch US-Außenministerin Hillary Clinton.

Pawel Kowal, der Leiter der Beobachtungsmission der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, erklärte, dass die Wahlkampagne in der Ukraine zwar lebendig geführt worden sei, die Kandidaten jedoch nicht unter gleichen Voraussetzungen gegeneinander angetreten wären, wie "Worldwide News Ukraine" in einer Aussendung berichtete.

Die Ukraine erachtet die massive Kritik am Verlauf der Parlamentswahl als nicht gerechtfertigt.

(APA)

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22 Kommentare
Gast: ein Ukrainer
01.11.2012 20:21
1 0

ist Marijuana in Oesterreich erlaubt?

Herr Huber muss sehr getrunken sien...oder auf schweren Drogen...

Gast: gich66
01.11.2012 13:03
1 0

Druchblick nach nur 8 Stunden Kiew?

Wann der Herr Huber genau einen Tag in Kiew war, kann er mit Gewissheit nicht sagen, dass alles so fair abgelaufen ist.
Die Wahllokale beim Urnengang mit Video zu überwachen ist das eine, die Auszählung und was nach der Wahl abgelaufen ist das andere.
Das in Kiew eine hohe Transparenz bei der Stimmabgabe geherrscht hat mag sein. Hier hat die Regierungspartei von Janukowitsch auch die wenigsten Stimmen erlangt.
Entscheidend für den Ausgang der Wahlen sind aber Dörfer und Provinzstädte im Osten der Ukraine. Da hat Herr Huber sicher nicht kontrolliert.
(Der politische Background des Herrn Abgeordneten Huber spielt für mich keine Rolle, aber die Anmaßung den die gesamte Wahl bei einem eintägigen Besuch beurteilen zu können ist schon sehr fraglich!)

Der Bock als Gärtner

"Nach einer Niederlage seiner zum BZÖ zugehörigen Liste Dein Lienz bei der Lienzer Gemeinderatswahl am 14. März 2010 ficht Huber die Gemeinderatswahl an und versuchte dies, neben den eidesstattlichen Erklärungen des ehemaligen Gerichtspräsidenten und SPÖ Mandatar Gerwald Lentner mit 28 Eidesstattlichen Erklärungen zu beweisen, die belegen sollten, dass seine Liste in einem Wahlbezirk mehr als die 25 im Endergebnis ausgewiesenen Stimmen für seine Liste erhalten habe. Bei der Untersuchung der eidesstattlichen Erklärungen wurde u.a. festgestellt, dass 5 Unterzeichner in einem anderen Wahlsprengel abgestimmt hatten, 5 nicht an der Wahl teilgenommen haben sollen und ein Unterzeichner nicht wahlberechtigt war.
In mindestens einem Fall wurde eine Unterzeichnerin durch ein ehemaliges BZÖ Mitglied (laut der Zeitschrift Profil) aufgefordert, in einer eidesstattliche Erklärung zu bestätigen, dass sie das BZÖ gewählt habe, obwohl sie nicht an der Wahl teilgenommen hatte. Nach Bekanntwerden soll lt. der Zeitschrift Profil die Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Huber aufgenommen haben."

http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Huber_%28Politiker%29


1 0

NA

EIN Tausend-Auge hat ALLES gesehen - nur den Stronach nicht aus der Ferne.

Missbrauch von Verwaltungsressourcen - Mangel an Transparenz in der Kampagne und in der Parteienfinanzierung - nicht ausgewogene Medienberichterstattung

Die Reden über Österreich, oder?

Gast: kalauer
31.10.2012 14:51
1 2

komisch,wieso glaubt man rein gefühlsmässig

dem Mann ?

Gast: das Wesentliche
31.10.2012 14:06
3 6

..Die Transparenz in Österreich sei mitunter "nicht so hoch".



..ist ja schon allgemein bekannt, dass die rechte Politikhälfte ein etwas eigenartiges Verhältnis zur Demokratie hat.

..im Westen nix Neues......

Antworten Gast: Der da
31.10.2012 14:29
7 1

Re: ..Die Transparenz in Österreich sei mitunter "nicht so hoch".

Um die praktische (!) Auslegung von Demokratie in Österreich kritisch zu sehen, muss ich nicht der rechten "Reichshälfte" angehören. Menschenverstand reicht völlig.

Gast: Martin Piefke
31.10.2012 13:48
1 2

Ohne den Artikel gelesen zu haben...

Einige Kommentatoren vor mir haben den Artikel anscheinend nicht gelesen, wenn Fragen wie "Was macht ein BZÖ-Abgeordneter in der Ukraine?" auftreten, da es sich beim Lesen des Textes erschließt.
Schlau ist es auch immer Nachzubellen, bzw. EU-Propaganda-Organe zu befragen um sich den Weg zu sparen. Darum steht Europa dort wo es steht, weil ein beachtlicher Teil seiner Bevölkerung das Denken anderen überlässt. Würde es in Europa eine freie Presse geben könnte es funktionieren. Da es nicht so ist muss jeder selbst denken!
Zu den Vorwürfen. Missbrauch von Verwaltungsressourcen: Ganz ehrlich, was soll man darunter verstehen? Mangel an Transparenz in der Kampagne und in der Parteienfinanzierung: Im westlichen Europa wird vor jeder Wahl das Blaue vom Himmel versprochen nur nie gesagt wie es erreicht werden soll. Transparenz kommt bei uns auf, wenn in Deutschland auffliegt, dass Parteimitglieder Rabatte bei Versicherungen erhalten. Verdeckte Finanzierung/Lobbyarbeit? Nicht ausgewogene Medienberichterstattung: Wie steht es denn in unseren Breiten mit der Ausgewogenheit? Wenn in Deutschland eine Debatte über die Landeswahl in Berlin übertragen wird und dort ein Vertreter der nicht vertretenen FDP mitdiskutiert, während zum Beispiel ein Vertreter der vertretenen Piraten gänzlich fehlt ist es mit Ausgewogenheit etwas weit her. In Österreich mag man da etwas freier sein, aber ohne den finanziellen Backround bezweifel ich, dass ein Herr Stronach ähnlich viel Sendezeit bekommen würde.


Gast: Objektiver
31.10.2012 13:10
2 3

Huber hat Recht

Im ZDF wurde darüber berichtet, dass die Wahlen selbst fair abgelaufen sind. Es wurde berichtet, dass sämtliche Wahllokale mit Videokameras überwacht wurden. Kritisiert wurde einzig allein die Tatsache, dass im Vorfeld mögliche Kandidaten der Opposition eingeschüchtert bzw. mit Jobverlust bedroht wurden, sollten sie kandidieren. Nun das gibt es in Österreich auch und darum hat Huber recht. Ich bin auch auch kein Freund des BZÖ, aber ich sehe das überparteilich und es ist mir daher ein Anliegen hier eine Lanze für einen BZÖ Abgeordneten zu brechen. Schade finde ich die teils unsachlichen, parteipolitisch motivierten Postings. In einer Demokratie sollte ein fairer Umgang - auch in Postings - normal sein.

lieIm Vergleich zum Haider-BZÖ und dem anschßenden Chaos waren das bestimmt faire Wahlen


Wie immer kommt es eben auf den Vergleichsmaßstab an.

jo, so wor's

Huber zu Wahlleiter: Hi, I am Mr. Huber from Austria. Is the election fair?
Wahlleiter: Yes
Huber: OK, thank you. Can we have some Vodka now and go to a Girls-Club
Wahlleiter: OK

Antworten Gast: Steinbrück
31.10.2012 13:37
2 1

Re: jo, so wor's

Stimmt, so oder so ähnlich wird sich das abgespielt haben.

1 2

Unsauberer als die Bush-Wahl kanns nicht gewesen sein und wenigstens lässt die Ukraine die OSZE überhaupt rein.

Dass die USA mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind ist auch klar. Ohne Timoschenko haben die dort weniger Einfluss, kommen nicht so leicht an Rohstoffe ran und können Russland nicht mehr ganz so leicht weiter einkreisen. Die Ukrainer haben im Sinne der Ukraine richtig gewählt.

Was macht ein BZÖ-Abgeordneter in der Ukraine?


Im Gegensatz zu den USA ...

... sind in der Ukraine Wahlbeobachter erlaubt.

Antworten Gast: Gunter Gabriel
31.10.2012 13:35
2 1

Re: Was macht ein BZÖ-Abgeordneter in der Ukraine?

In den P... gehen und Spaß haben und ach ja, Wahlbeobachtung, Sonntags mal ein paar Stunden aufs Land fahren und schauen, wie der Pöbel sein Kreuz setzt. Diese Kurzzeitwahlbeobachtungen sind reine Geldverschwendung. Die meisten Politiker, die sich dafür bereiterklären haben offenbar keinen blassen Schimmer von den Verhältnissen in den Ländern.

Gast: Bauer L.
31.10.2012 11:23
3 1

Und tschüss...

Na dann, Herr Huber, auf nach Kiew. Nach der NR-Wahl werden Sie einen Ersatzposten brauchen.

Gast: Steinbrück
31.10.2012 11:23
5 0

Herr Huber hätte sich besser

auf seinen Ukraine-Besuch vorbereiten sollen, bereits Wochen vor den Wahlen, hatte OSZE und andere Langzeitwahlbeobachter grobe Verstöße während der Pre-election Phase und des Wahlkampfes festgestellt. Ein Blick ins Internet hätte gereicht:
http://www.enemo.eu/press/Ukraine2012/ENEMO_first_interim_report_Ukraine_2012_11.09.2012_ENG.pdf

http://www.enemo.eu/press/Ukraine2012/ENEMO_second_interim_report_Ukraine_2012_08.10.2012_ENG.pdf


Die OSZE?

Ist das die Organisation, von der sich die USA die Wahlen nicht kontrollieren lässt?

Aber diese Wähler ...

.... haben doch glatt die falsche Partei gewählt.
Und wie wir wissen, darf man jede Regierungsform haben, solange man "freedom and democracy" brüllt.
Wenn man sich denen unterordnet, darf man auch nationalistisch sein (Polen oder Tschechien), diktatorisch (Saudi-Arabien), korrupt (Griechenland) oder was auch immer ...