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Nahost-Konflikt: Hollande macht Druck auf Israel

31.10.2012 | 16:12 |   (DiePresse.com)

Frankreichs Präsident fordert Gespräche ohne Vorbedingungen - und kritisiert die israelische Siedlungspolitik.

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Frankreichs Präsident François Hollande hat am Mittwoch Gespräche "ohne Vorbedingungen" zwischen Israel und Palästinensern gefordert. Nur Verhandlungen könnten zu einer endgültigen Lösung in Palästina führen, sagte Hollande am Mittwoch in Paris nach einem Treffen mit  Benjamin Netanjahu. Hollande übte zudem Kritik an der Siedlungspolitik Israels in den palästinensischen Gebieten.

Netanjahu versicherte dagegen, sein Land sei offen für Gespräche. Wie üblich gab er der palästinensische Seite die Schuld an der Verhandlungsblockade. Mit Blick auf das iranische Atomprogramm, von dem sich Israel bedroht fühlt, forderte Hollande konkrete Schritte des Irans. Paris sei jedenfalls bereit, den Druck auf Teheran durch weitere Sanktionen zu erhöhen.

An diesem Donnerstag wollen Netanjahu und Hollande der Terroropfer an einer jüdischen Schule in Toulouse gedenken. Geplant ist ein Besuch des Gymnasiums Ozar Hatorah in der südfranzösischen Stadt. An der Schule hatte der später bei einem Polizeieinsatz getötete Mohamed Merah im März drei Kinder und einen Religionslehrer erschossen. Einige Tage zuvor hatte der Islamist bereits in Toulouse und Montauban drei Soldaten getötet.

"Moment der Wahrheit"

Die deutsche Regierung reagierte indes zurückhaltend auf Aussagen des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak, wonach der Iran seine Atomwaffenpläne vorübergehend auf Eis gelegt habe. Barak sagte der Zeitung "Daily Telegraph" vom Mittwoch, Teheran habe mehr als ein Drittel seines angereicherten Urans in die zivile Forschung gegeben und damit den "Moment der Wahrheit" um acht bis zehn Monate verschoben.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin hob hervor, für die Bundesregierung gebe es keine neue Lage. Es bleibe dabei, dass der Iran "endlich in substanzielle Veränderungen" einsteigen und "Zweifel an der ausschließlich friedlichen Nutzung" seines Atomprogramms ausräumen müsse. Die Bundesregierung setze zusammen mit ihren Partnern weiter auf eine diplomatische Lösung. Es bleibe bei dem "Verhandlungsangebot" an den Iran, aber auch bei der Bereitschaft, die "Sanktionsschraube" weiter anzuziehen.

(APA/AFP)

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10 Kommentare

was ist eigentlich mit der arabischen siedlungspolitik in israel

wie jedem einschlaegigem lexikon zu entnehmen ist, sind die mehrheit der araber, die sich spaeter aus politischen gruenden palaestinenser nannten, Mitte des 19. jahrhunderts zugewandert.......

Kritik und Freibriefe


Das Drehmoment der westlichen Sanktionen gegen den Iran ist gewaltig. Die Haltung Frankreichs gegenüber dem Iran ist himmelschreiend unseriös. Hat doch Israel nur mit Hilfe französischer Techniker und deutscher "Geheimkredite" von Adenauer sein illegales Atomprogramm errichtet!

Das Hollande gegenüber Netanjahu Kritik an der Siedlungspolitik Israels übt ist berechtigt, jedoch in seiner Ausprägung vollkommen substanzlos. Keine Worte der unbedingten Rücknahme dieser Politik und keine Aufforderung, die Rechte der palästinensischen Bevölkerung zu wahren. So konnte Netanjahu leicht davon sprechen, für Gespräche offen zu sein.
Dies ist Israel seit vielen Jahrzehnten und betreibt dabei fortwährend mit seinen Siedlungsbauten eine Vertreibungspolitik.
Es ist offensichtlich, dass kein führender EU-Politiker ernsthaft seine Stimme für die Rechte der arabischen Bevölkerung in Palästina erhebt. Die Apartheitspolitik Israels wird toleriert und Netanjahu bekommt, was er will, leise Kritik und Freibriefe.

Warum werden zu diesem Bericht keine weiteren Kommentare zugelassen?


Re: Warum werden zu diesem Bericht keine weiteren Kommentare zugelassen?

sein sie ohne sorge,auch eine sachliche replik auf ihre auslassungen wird nicjt zugelassen

Re: Warum werden zu diesem Bericht keine weiteren Kommentare zugelassen?

weil ihre historisch falsche enseitige anitisraelische mainung ohnehin sattsam bekannt ist?

alleine das inkorrekte wort apardheit.
soweit ich weiss, gibt es in israel arabische parteien, jedoch waehlen stets weniger araber arabische parteien, als israel arabische bevoelkerung hat. alleine daran sieht man,dass israels araber vernuenftiger sind als sie.

dann frage ich herrn mandl, warum di ePLO zur befreiung paestinas 1964!!!! gegruendet wirde, wo doch das WDL. 1967,,,, erobert wurde....

dann lesen soe diese hamascharta und genieren sie sich fuer uhre freunde....

Antworten Gast: Max Mehler
01.11.2012 15:38
6 1

Re: Warum werden zu diesem Bericht keine weiteren Kommentare zugelassen?

ist doch klar
der Bildungsstand der Pressezensoren und die Leitlinie seitens der Redaktion..
von unabhängig kann keine rede mehr sein

Gast: Imperialist
31.10.2012 22:47
3 4

aber logisch

Was kann man schon von einem Internationalsozialisten erwarten? Holllande sollte sich lieber um illegale arabischen Siedlungen in Frankreich kümmern.

3 1

Dier Sozi Hollande ist nicht weit entfernt von seinen

Vorfahren aus den 30er und 40er Jahren.

Gast: africano
31.10.2012 19:16
1 0

Den Druck den Hollande gibt ,ist nur ein Händedruck.


Selbstverständlich hat Herr Netanjahu dem Herrn Hollande die israelischen Atomsprengköpfe gezeigt und ihm deren rein zivile Nutzung fest versprochen. Netanjahu betonte, dass ein Beitritt zum NPT für sein Land nicht in Frage kommt- man wolle sich doch nicht von anderen Mitgliedsländern gängeln lassen.

Und vielleicht sollte man klarstellen, das die Sanktionen gegen den Iran keine "friedliche" Lösung sind, sondern nur feige Erpressung auf dem Rücken der Bevölkerung in reinster Form ist.